„Positiv ist, dass das Thema Cybersicherheit definitiv in der Branche angekommen ist – 88 Prozent der Teilnehmer geben an, dass es ein Topthema der Geschäftsführung ist“, so Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Das zeigt sich auch in den steigenden Budgets, die sowohl in Technik als auch in Prozesse und Know-how investiert werden.“
Welche Relevanz das Thema hat, wird in der Umfrage deutlich: 60 Prozent der Unternehmen waren in den vergangenen zwei Jahren von Trojanern oder Ransomware betroffen.
Bewertung und Prüfung von eingekaufter Soft- und Hardware gewinnt an Bedeutung
Bemerkenswert ist aus Sicht des ZVEI, dass sowohl im Büro- als auch im Produktionsumfeld Schwachstellen in der eingesetzten Software eine Hauptursache für Vorfälle sind. Damit gewinnt die Bewertung und Prüfung von eingekaufter Soft- und Hardware in der Branche an Bedeutung.
„Als Gründe für fehlende Investitionen in Cybersicherheitslösungen werden vor allem die Inkompatibilität von Lösungen mit dem Bestand sowie die Intransparenz des Markts genannt“, erläutert Dr. Mittelbach. „Hier müssen Anbieter an Verbesserungen arbeiten.“
Das Sicherheitslagebild zeigt, dass Know-how-Aufbau in puncto Cybersicherheit und die Vertrauenswürdigkeit von eigenen und Drittprodukten entscheidende Faktoren sind, um Cyberangriffen zu begegnen.
Zusätzlich sind ein vertrauensvoller Austausch und die Kooperation der Unternehmen untereinander – zum Beispiel über die Allianz für Cyber-Sicherheit – sowie mit den Behörden der Schlüssel zu mehr Cybersicherheit in der Elektroindustrie.
Christoph Kutter ist neuer VDE-Präsident
Wechsel an der Spitze einer der größten Technologie-Organisationen Europas: Prof. Dr. Christoph Kutter löst den bisherigen VDE-Präsidenten Alf Hendryk Wulf ab. Der Direktor des Fraunhofer EMFT übernimmt das Amt, nachdem er zuvor bereits zwei Jahre stellvertretender Präsident war. Im Fokus seiner Amtszeit stehen laut einer Pressemeldung junge Menschen und die Mikroelektronik der Zukunft.







