Generic filters
FS Logoi

Bayer streicht 4.500 Stellen in Deutschland

Schon im vergangenen Jahr hatte Bayer angedeutet, in Zukunft die Belegschaft zu reduzieren. Jetzt hat der Konzern mitgeteilt, wie viele Stellen in Deutschland wegfallen werden. Rund 4.500 Mitarbeiter fallen den Maßnahmen zum Opfer. Laut Bayer hat der Stellenabbau nichts mit der Übernahme des US-Konzerns Monsanto.

von | 04.11.20

Das Bayer-Kreuz bei Nacht -------------------------- The Bayer Cross at night

In einem Rundschreiben an die Mitarbeiter hat das Bayer-Management mitgeteilt, dass rund 4.500 Stellen abgebaut werden sollen. Das berichtet das Handelsblatt. Betroffen ist damit etwa jeder siebte der insgesamt 32.000 Beschäftigten des Pharma- und Agrarchemiekonzerns in Deutschland. Bayer will den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen sowie Frühverrentung anbieten. Mit den Maßnahmen möchte Bayer wettbewerbsfähiger und vor allem profitabler werden.
Servicegesellschaft BBS steht vor dem Aus
Laut dem Rundschreiben steht auch die Servicegesellschaft Bayer Business Services (BBS), die unter anderem IT-Dienstleistungen anbietet, vor dem Aus.
Bayer-Vorstandschef Werner Baumann hatte nach der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto das größte Sparprogramm der Firmengeschichte angekündigt. Es sieht den Abbau von rund 12.000 der weltweit gut 118.000 Stellen bis Ende 2021 vor. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll bis Ende 2025 verzichtet werden.
Sparprogramm hat nichts mit Monsanto-Übernahme zu tun
Bayer muss sich nach der Monsanto-Übernahme mit Strafzahlungen auseinandersetzen. Dabei geht es um Gerichtsprozesse in den USA wegen angeblicher Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup. Ein Mittel, das Monsanto herstellt hatte. Bayer hatte die Übernahme wiederholt verteidigt und beteuert, das Sparprogramm sei keine Reaktion auf den Zukauf und die Klagen.
Auch in anderen Bereichen kämpft Bayer mit Problemen: So entwickelte sich das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten träge. Im Pharmageschäft müssen neue Wachstumstreiber her, da in einigen Jahren der Patentschutz für wichtige Umsatzbringer wie den Gerinnungshemmer Xarelto oder das Augenmedikament Eylea wegfallen wird.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Elektro- und Digitalindustrie: Auftragslage verbessert sich auch im Februar
Elektro- und Digitalindustrie: Auftragslage verbessert sich auch im Februar

Mit einem Plus von 1,8 % bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vorjahr beschließt die deutsche Elektro- und Digitalindustrie den Februar 2026. Auch der nominale Umsatz der Branche entwickelt sich gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat mit einem Zuwachs von 1,3 % weiter positiv. Jedoch sank die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland um 2,7 % gegenüber dem Februar 2025. Das Geschäftsklima bleibt verhalten optimistisch. Die Effekte des im März begonnenen Iran-Kriegs spiegeln sich in den aktuellen Zahlen noch nicht wider.

mehr lesen
Agile Robots übernimmt Automatisierungs-Sparte von thyssenkrupp
Agile Robots übernimmt Automatisierungs-Sparte von thyssenkrupp

Agile Robots hat Assets von thyssenkrupp Automation Engineering in Europa und Nordamerika übernommen. Die bereits im November 2025 angekündigte Transaktion stärkt die Position des Münchener Unternehmens im Bereich KI-gestützter Automatisierungslösungen und soll laut einer Pressemeldung den Zugang zu neuen Märkten sowie zu Partnerschaften mit OEMs erweitern.

mehr lesen
Geringe Cloud-Reife bremst laut Studie KI-Potenziale
Geringe Cloud-Reife bremst laut Studie KI-Potenziale

Der IT- und Technologiedienstleister NTT DATA hat die Studie „Cloud-led innovation in the era of AI: The new rules for driving value with cloud“ veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass lediglich 14 % der befragten Unternehmen einen hohen Reifegrad bei der Cloud-Nutzung erreicht haben – trotz einer Nutzung der Technologie über nahezu zwei Jahrzehnte hinweg.

mehr lesen
Fraunhofer-Projekt will Materialdaten digital und maschinenlesbar verfügbar machen
Fraunhofer-Projekt will Materialdaten digital und maschinenlesbar verfügbar machen

Im Forschungsprojekt Unternehmensübergreifende Materialdaten und Materialsimulation in der Produktion, PMD-X-MAPRO, das vom Bundesforschungsministerium BMFTR gefördert wird, arbeiten Forschung und Wirtschaft daran, Materialdaten digital und maschinenlesbar verfügbar zu machen. Ziel ist es, Informationen über Werkstoff-Eigenschaften und Fertigungsdaten so aufzubereiten, dass sie entlang der gesamten Lieferkette automatisch genutzt und ausgetauscht werden können.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03