Generic filters
FS Logoi

KI-gestützter Assistent unterstützt beim Engineering

Das Technologieunternehmen Siemens nutzt generative Künstlicher Intelligenz (KI), um Innovation und Effizienz in den Bereichen Design, Engineering, Fertigung und Betriebslebenszyklus von Produkten voranzutreiben. Auf der SPS in Nürnberg präsentierten Siemens und das Motion-Technology-Unternehmen Schaeffler erstmals eine Maschine, die mit dem Industrial Copilot erweitert wurde. Die beiden Unternehmen zeigten laut einer Pressemeldung, wie der Industrial Copilot […]

von | 20.11.23

Auf der SPS 2023 zeigen Siemens and Schaeffler den Siemens Industrial Copilot, der Engineering und Operations einer Maschine automatisiert.
Foto: Siemens

Das Technologieunternehmen Siemens nutzt generative Künstlicher Intelligenz (KI), um Innovation und Effizienz in den Bereichen Design, Engineering, Fertigung und Betriebslebenszyklus von Produkten voranzutreiben. Auf der SPS in Nürnberg präsentierten Siemens und das Motion-Technology-Unternehmen Schaeffler erstmals eine Maschine, die mit dem Industrial Copilot erweitert wurde. Die beiden Unternehmen zeigten laut einer Pressemeldung, wie der Industrial Copilot die industriellen Automatisierungslösungen von Siemens ergänzen kann.

KI-gestützter Assistent unterstützt Automatisierungs-Teams

Um Ingenieurinnen und Ingenieure bei ihren vielfältigen Automatisierungsaufgaben zu unterstützen, sei der KI-gestützte Assistent an das Engineering-Framework Totally Integrated Automation (TIA) Portal von Siemens über die offene API-Schnittstelle TIA Portal Openness angebunden. Der Industrial Copilot helfe den Automatisierungsfachleuten von Schaeffler beispielsweise, schneller Code für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) zu generieren, die die meisten Maschinen in den Fabriken der Welt steuern. Engineering-Teams könnten den Zeitaufwand und die Wahrscheinlichkeit von Fehlern erheblich reduzieren, indem sie SPS-Code durch Eingaben in natürlicher Sprache generieren.

Da Industrieunternehmen ihre Automatisierungs- und Digitalisierungsreise beschleunigten, steige der Bedarf an erfahrenen Automatisierungsfachleuten für die Umsetzung dieser Projekte. Der Siemens Industrial Copilot helfe bei der Automatisierung sich wiederholender Aufgaben und setzt Engineering-Ressourcen für höherwertige Aufgaben frei. Auch weniger erfahrene Mitarbeitende in der Fertigung würden in die Lage versetzen, in technische Rollen hineinzuwachsen.

Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG, sagte: „Die digitale Transformation hat für Schaeffler höchste Priorität und spielt eine Schlüsselrolle in unserer Unternehmensstrategie. Generative KI-Lösungen wie der Industrial Copilot werden diesen Weg beschleunigen und unsere Mitarbeiter bei ihren Aufgaben unterstützen. Wir arbeiten mit Siemens zusammen, weil wir beide Technologieunternehmen sind und die gleiche Vision teilen: Unsere Arbeitsweise zu transformieren.“

Fehler finden und beheben: Maschinenstillstände reduzieren

Der Industrial Copilot hat laut Siemens Zugriff auf alle relevanten Dokumentationen, Richtlinien und Handbücher, um Fabrikpersonal bei der Identifizierung möglicher Fehler zu unterstützen. Diese Funktionen ermöglichten es Wartungsteams, Fehler zu erkennen und schneller Schritt-für-Schritt-Lösungen zu entwickeln. Dies werde dazu beitragen, Maschinenstillstände deutlich zu verkürzen, Industrieunternehmen effizienter zu machen und damit eine nachhaltigere Produktion voranzutreiben.

„Das ist der Beginn einer neuen Ära: Früher mussten wir mit Maschinen in ihrer Sprache sprechen. Mit dem Siemens Industrial Copilot können wir mit Maschinen in unserer Sprache sprechen“, sagte Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO Digital Industries. „In wenigen Jahren wird KI in der Industrie allgegenwärtig sein. Siemens und Schaeffler sind Vorreiter und bündeln ihre Kräfte, um generative KI industrietauglich zu machen.“

Insgesamt werde der generative KI-gestützte Assistent dazu beitragen, den Engineering- und Betriebslebenszyklus zu optimieren. Von der Planungsphase über die Validierung, der Generierung von Unit-Tests, das Monitoring bis hin zur Optimierung der Maschinenleistung werde der Industrial Copilot die Mensch-Maschine-Interaktion intuitiver, effizienter und schneller machen.

Weitere Informationen gibt es unter www.siemens.com.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

ISHG stellt binäre Security-Einteilung von Protokollen in Frage
ISHG stellt binäre Security-Einteilung von Protokollen in Frage

Die Industrial Security Harmonization Group (ISHG) hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der eine entscheidende Erkenntnis im Bereich der industriellen Cybersicherheit hervorgehoben wird: Sichere Kommunikation hängt nicht allein von den Protokollen ab, sondern davon, wie diese in realen Umgebungen eingesetzt und verwaltet werden. Die gemeinsame Arbeit der ISHG stellt die vereinfachende binäre Einteilung von Protokollen in „sicher“ oder „unsicher“ in Frage. Auf der Hannover Messe wird die Harmonization Group zeigen, wie industrielle Kommunikationssysteme in der Praxis effektiv gesichert werden können.

mehr lesen
Deutschland muss laut Bitkom-Umfrage digital unabhängiger werden
Deutschland muss laut Bitkom-Umfrage digital unabhängiger werden

Ob KI, Software, Messenger oder Smartphones: Viele digitale Angebote des Alltags kommen meist von Unternehmen außerhalb Europas. Eine aktuelle Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass die Deutschen den Aufbau eigener digitaler Kapazitäten und Angebote für dringend notwendig halten.

mehr lesen
Hannover Messe 2026: IDTA zeigt praxisnahe AAS-Umsetzung
Hannover Messe 2026: IDTA zeigt praxisnahe AAS-Umsetzung

Die Industrial Digital Twin Association (IDTA) zeigt vom 20. bis 24. April 2026 auf der Hannover Messe, wie die Asset Administration Shell (AAS) als standardisierter Digitaler Zwilling die Grundlage für einen interoperablen Datenaustausch in industriellen Ökosystemen bildet. Insgesamt 30 Exponate demonstrieren in der kommenden Woche verschiedenste Anwendungen des standardisierten Digitalen Zwillings. Der kostenfrei verfügbare AAS-Guide der IDTA bietet eine Übersicht über diese Exponate.

mehr lesen
Elektro- und Digitalindustrie: Auftragslage verbessert sich auch im Februar
Elektro- und Digitalindustrie: Auftragslage verbessert sich auch im Februar

Mit einem Plus von 1,8 % bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vorjahr beschließt die deutsche Elektro- und Digitalindustrie den Februar 2026. Auch der nominale Umsatz der Branche entwickelt sich gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat mit einem Zuwachs von 1,3 % weiter positiv. Jedoch sank die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland um 2,7 % gegenüber dem Februar 2025. Das Geschäftsklima bleibt verhalten optimistisch. Die Effekte des im März begonnenen Iran-Kriegs spiegeln sich in den aktuellen Zahlen noch nicht wider.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03