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Fernwirkeinheit mit integrierter GPS-Funktionalität bietet neue Möglichkeiten

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Autor: Jonas Völker

Fernwirkeinheit mit integrierter GPS-Funktionalität bietet neue Möglichkeiten
  • Einfache Überwachung von Messstellen für Prozessdaten
  • Integrierte GPS-Funktionalität für Lokalisierung und Uhrzeitsynchronisation
  • Extension Board zum Anschluss zusätzlicher Sensoren über Modbus RTU

Zu diesen Lokalisierungsfunktionen zählt beispielsweise die Positionsüberwachung von schwimmenden Schifffahrtszeichen oder das Container-Tracking. Zudem bringt Siemens ein Extension Board auf den Markt, mit dem Anwender bis zu acht zusätzliche Sensoren an die Fernwirkeinheiten anbinden können.
Eine neue Firmware für die Produktfamilie bietet Anwendern zudem neue Funktionen, wie beispielsweise die Anbindung an redundante Leitstellen sowie neue Programmbausteine für statistische Auswertungen der Prozesswerte.
Neue Fernwirkeinheiten mit vielfältigen Funktionen
Die kompakten und robusten Simatic RTU3000C-Fernwirkeinheiten sind speziell für den energieautarken Betrieb in Umgebungen ohne Energieversorgungsnetz entwickelt und für den Low-Power-Betrieb optimiert. Sie können redundant mit Spannung versorgt werden, zum Beispiel mit bis zu sechs Batteriemodulen oder Akku mit Solarpanel. Dabei sind sie auch unter rauen Umgebungsbedingungen wie Temperaturen von -40 °C bis +70 ºC oder bei Überflutungen (mit externem IP68 Schutzgehäuse) einsetzbar.
Mit der Simatic RTU3031C erweitert Siemens diese Produktfamilie um eine RTU, an die sich eine GPS-Antenne anschließen lässt und die Funktionen zur Lokalisierung und Uhrzeitsynchronisation über das GPS-Signal bietet. Anwender können damit Prozessdaten wie Füllstand, Pegel und Durchfluss, sowie Druck und Temperatur an weit entfernten und auch mobilen Messstellen überwachen.
Die RTU3031C verfügt über ein integriertes UMTS-Modem, mit dem die gesammelten Daten zeit- oder ereignisorientiert an eine Leitstelle gesendet werden. Wie alle Fernwirkeinheiten der RTU3000C Produkt-Familie unterstützt das neue Gerät neben der Anbindung an eine Leitstelle über Fernwirk-Protokollen (IEC 60870, DNP3, Sinaut ST7 und TeleControl Basic) auch den Einsatz als Datenlogger. Dazu können alle gemessenen Prozesswerte im interner Speicher oder auf einer SD-Karte gespeichert werden und bei Bedarf aus der Ferne über Web-based Management ausgelesen oder per gesichertem Filetransfer oder E-Mail an definierte Partner verschickt werden.
Direkter Anschluss der Sensorik möglich
Mittels integrierter Ein- und Ausgänge ist ein direkter Anschluss der Sensorik möglich. Das Gerät bietet als einziges in der Familie zusätzlich zu den standardmäßigen 4 AI (Analog Inputs), 8 DI (Digital Inputs) und 4 DO vier zusätzliche DO (Digital Outputs), die als schnelle Solid-State-Relais ausgeführt sind.
Das neue Extension Board für die RTU3000C-Produkt Familie ermöglicht den Anschluss von acht zusätzlichen Sensoren über Modbus RTU. Es kann bei allen Varianten der Produktfamilie eingesetzt werden, beispielsweise für Durchflussmessungen mit Sitrans FM MAG8000. Davon profitieren Anwender aus unterschiedlichsten Branchen, die zusätzliche Information der Sensoren (z. B. Diagnoseinformationen) nutzen wollen.
Die neue Firmware V3 bietet zahlreiche Verbesserungen wie die Anbindung an Leitstellen mit redundanten IEC 60870 Mastern, Erweiterungen im Web-based Management und in der User-Verwaltung, die WAN-Anbindung über DNP3 und IEC 60870 ohne OpenVPN zum Betrieb der RTU3030C oder RTU3031C in bereits vom Mobilfunkprovider verschlüsselten Verbindungen (privaten APNs).
Zudem stehen den Anwendern neue Programmbausteine für Statistikfunktionen, Impulsfolge zur präzisen Steuerung periodischer Signale und für das Management des Betriebszustandes der Baugruppe (zum Beispiel sicheres Herunterfahren, Neustart etc.) zu Verfügung. Erweiterungen der Hardware ermöglichen darüber hinaus einen schnelleren Verbindungsaufbau bei verschlüsselten Verbindungen.

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