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Neue Analyseplattform für Anwendungen in der Industrie 4.0

Rockwell Automation hat sich zum Ziel gesetzt, der Fertigung erweiterte Analysen zu ermöglichen. Das Projekt Scio ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Die Plattform soll die Hürden bei der Informationsauswertung minimieren, um Entscheidungen zu ermöglichen, wann und wo auch immer sie benötigt werden. Scio bietet Ad-hoc- ebenso wie erweiterte Analysen, indem aus nahezu allen bestehenden Datenquellen des Unternehmens Daten gesammelt werden.

von | 04.11.20

Industrielle Fertigungsunternehmen setzen zunehmend auf vernetzte und IT-gestützte Prozesse. Die so verfügbaren Daten haben bereits für völlig neue Herangehensweisen gesorgt, wie Unternehmen Probleme lösen und sich an Veränderungen anpassen. Dennoch ist es für Hersteller immer noch eine Herausforderung, die richtigen Daten am richtigen Ort und zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen. Oftmals fehlt es an der Expertise hinsichtlich des Datenmanagements von den Geräten bis hin zur Cloud.
Storyboards bereiten die gesammelten Daten auf
Scio bietet Ad-hoc- ebenso wie erweiterte Analysen, indem aus nahezu allen bestehenden Datenquellen des Unternehmens Daten gesammelt werden. Darüber hinaus lassen sich diese auf intelligente Art und Weise zusammenführen und in leicht verständlichen Übersichten darstellen. Diese sogenannten Storyboards können Anwender einsehen und weitergeben. Damit lassen sich die Daten für eine bessere Entscheidungsfindung von den Anwendern selbst weiter aufschlüsseln, was auch die Wertschöpfung erheblich beschleunigt.
„Einem Unternehmen auf allen Ebenen – über externe Geräte, On-Premise oder in der Cloud – Analysen bereitzustellen, ermöglicht Anwendern einen bislang ungekannten Einblick“, erklärt John Genovesi, Vizepräsident für Information Software bei Rockwell Automation. „Indem Anwender mehrere Datenquellen zusammenführen und durch maschinelles Lernen ergänzen können, gewinnen diese Systeme an Transparenz und Intelligenz. Mit der skalierbaren und offenen Plattform von Scio erhalten die Mitarbeiter einen sicheren, personenbezogenen Zugriff auf alle Datenquellen – strukturierte ebenso wie unstrukturierte. Aufgrund der konfigurierbaren und benutzerfreundlichen Oberfläche werden alle Anwender zu Datenexperten und können Probleme selbst lösen sowie konkrete Geschäftsergebnisse vorantreiben.“
Zu den wichtigsten Eigenschaften von Projekt Scio gehören:
Automatische Geräteerkennung:
Es kann ein aufwendiger und fehleranfälliger Vorgang sein, mit einer Software manuell alle Geräte der Werksebene zuzuweisen. Um den Zeitaufwand und das Risiko zu minimieren, erkennt die Plattform automatisch Geräte und Tags von Rockwell Automation sowie Daten von Drittanbietergeräten. Darüber hinaus ermöglicht die automatische Erkennung Zugriff auf ausführlichere Informationen, der über eine manuelle Zuordnung in der Regel nicht möglich ist, wie z. B. Gerätename sowie Standort in der Produktionslinie und Anlage.
Keine isolierten Analysen:
Anstatt Daten an der Quelle zu belassen und nur Momentaufnahmen aus den Datenbanken zu entnehmen, sammelt die Plattform alle Informationen an einem zentralen Punkt und kann diese ständig aktualisieren. Die Verbindungen zu den Datenquellen müssen zudem nur einmal eingerichtet werden. Dadurch können Anwender ohne Unterstützung eines Datenexperten individuelle Analysen erstellen und sie ganz nach Bedarf aktualisieren.
Flexibles maschinelles Lernen (ML):
Für jeden Anwendungsfall gibt es den richtigen ML-Algorithmus. Die Projekt Scio Plattform lässt sich für zahlreiche branchenführende Algorithmen konfigurieren, wie SparkML, MLLib und Python. Geschlossene Regelkreisanalysen: Mithilfe von ML oder vorgegebenen Einstellungen kann die Plattform Vorgänge überwachen und automatisch Anpassungen vornehmen, sobald die Prozesse außerhalb der zulässigen Parameter liegen. Auf diese Weise lassen sich die Steuerung optimieren, die Produktqualität und Konsistenz erhöhen sowie Ausschuss und Abfall reduzieren.
Anwendungsmarktplatz:
Rockwell Automation wird einen Marktplatz für Anwendungen einrichten, die intern oder von Drittanbietern entwickelt wurden. Eine Hauptfunktion besteht darin, auf alle Datenquellen zugreifen und für den jeweiligen Anwendungsbereich benutzerdefinierte Analysen erstellen zu können. Die Anwender können jedoch auch die vorgefertigten FactoryTalk Analytics-Anwendungen von Rockwell Automation nutzen. Damit lassen sich standardisiert und ohne zusätzliche Konfiguration allgemeine Leistungskennzahlen überwachen, wie etwa die OEE (Overall Equipment Efficiency) und Qualität.
Offene Plattform:
Industrielle Fertigungsunternehmen müssen nicht erst alle bisherigen Kontroll- und Informationssysteme ersetzen, um Analysen zu ihrem Nutzen einsetzen zu können. Die skalierbare und offene Plattformarchitektur lässt sich zu einem vollständigen Ecosystem aus Datenquellen der Industrie 4.0 ausbauen. Es lassen sich schnell alle Arten von Systemen einbinden, die Daten in das Connected Enterprise einspeisen, wie Steuerungen, MES-Software und vernetzte Geräte.
Zusätzlich zu diesen Informationslösungen bietet Rockwell Automation auch ein umfassendes Angebot an Connected Services. Diese unterstützen Anwender dabei, die Netzwerkintegrität, Sicherheit sowie Auslegung und Pflege der Infrastruktur zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglichen sie eine Fernüberwachung der Anlage samt vorausschauender Wartung. Diese Dienste sollen herstellende Unternehmen bei jedem Schritt auf ihrem Weg zum Connected Enterprise unterstützen – von der Entwicklung der Infrastruktur und strategischen Planung bis hin zur Bereitstellung von Fernüberwachung und Analysen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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