Im Auftrag der ZVEI-Servicegesellschaft (ZSG) und mit Unterstützung des ZVEI sowie einiger Mitgliedsunternehmen hat McKinsey den „Chancenkompass Datenwirtschaft“ entwickelt. Er gibt Unternehmen der Elektroindustrie eine Orientierung, wie auf Basis von bereits vorhandenen Daten neue datenbasierte Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Ein Fünf-Schritte-Modell hilft, Potenziale für solche Geschäftsmodelle in bestehenden Datensätzen zu erkennen, zu bewerten und konkret umzusetzen.
Künstliche Intelligenz wird eine zentrale Schlüsseltechnologie des durchgängig verknüpften, integrierten und digitalisierten Wertschöpfungsnetzwerks. Dafür müssen auch politisch die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Der ZVEI hat sich frühzeitig mit zehn Handlungsempfehlungen zur menschenzentrierten KI in der Industrie auch in die politische Debatte in Deutschland und Europa eingebracht. Kernbotschaften sind der Fokus auf den B2B-Bereich, der Aufbau einer abgestimmten KI-Strategie für Europa sowie eine Förderung der KI-Forschung, gerade auch in Kooperation mit Unternehmen. Die KI-Strategie der Bundesregierung hat diese Punkte im Wesentlichen aufgegriffen. Allerdings ist die kürzlich verkündete Kürzung der angedachten Fördergelder kein gutes Signal, was die Ernsthaftigkeit der Umsetzung angeht.
Auf europäischer Ebene bringt der ZVEI die Interessen der Elektroindustrie u.a. über seine Dachverbände bei der ‚Highlevel Group on Artificial Intelligence‘ ein. Hier werden momentan ethische Richtlinien zum Einsatz von KI erarbeitet, politische Handlungsempfehlungen sollen folgen.
Die Themen digitale Geschäftsmodelle und KI in der Industrie ziehen sich auch wie ein roter Faden durch das Programm des diesjährigen ZVEI-Jahreskongresses. In Vorträgen und Diskussionsrunden werden hier unterschiedliche Perspektiven und Anwendungsfelder beleuchten.
Der vollständige "Chancenkompass Datenwirtschaft" kann im Shop des ZVEI erworben werden.
KI: Qualifizierung und Re-Skilling laut VDI-Studie entscheidend
Deutschland steht vor einer strukturellen Paradoxie: Während in einzelnen Industriezweigen Stellen abgebaut werden, fehlen in anderen Bereichen Ingenieurinnen und Ingenieure. Technologische Sprünge – insbesondere getrieben durch Künstliche Intelligenz – verändern Kompetenzprofile rasant. Gleichzeitig verschärfen demografischer Wandel und internationaler Wettbewerbsdruck den Fachkräftemangel. Eine aktuelle VDI-Studie zeigt, dass Qualifizierung und Re-Skilling in technischen Berufen keine Randthemen sind, sondern ein Schlüssel, um Fachkräfte gezielt in neue Aufgaben zu bringen.







