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atp magazin 4/2024: Less is more …

Jonas Völker, Redaktionsleiter des atp magazins, stellt Ihnen das neue atp magazin 4/2024 vor, das pünktlich zur Hannover Messe erschienen ist. Die Chemieindustrie hat einen riesigen Energiehunger Kaum ein Sektor braucht hierzulande so viel Energie wie die produzierende Industrie, im Besonderen die chemische und pharmazeutische Fertigung. Allein die zwölf größten Chemieparks Deutschlands verursachten 2022 etwa […]

von | 19.04.24

So etwas ähnliches wie das Cover des neuen atp magazins könnten Sie auch schon mal auf Ihrem Kühlschrank oder Fernseher gesehen haben.

Jonas Völker, Redaktionsleiter des atp magazins, stellt Ihnen das neue atp magazin 4/2024 vor, das pünktlich zur Hannover Messe erschienen ist.

Die Chemieindustrie hat einen riesigen Energiehunger

Kaum ein Sektor braucht hierzulande so viel Energie wie die produzierende Industrie, im Besonderen die chemische und pharmazeutische Fertigung. Allein die zwölf größten Chemieparks Deutschlands verursachten 2022 etwa 23 Millionen Tonnen CO2, was rund 3 % der gesamtdeutschen Emissionen ausmachte, wie das Öko-Institut im Auftrag des WWF herausgefunden hat.

Es verwundert daher wenig, dass die klimaneutrale Fertigung noch lange nicht Realität ist, obwohl die ersten wichtigen Schritte in Richtung einer Green Production bereits gemacht worden sind. Grund genug für die atp, das Thema Energie in diesem Jahr neu zu betrachten.

Less is more …

Gleich der erste Blick auf das Cover des neuen atp magazins zeigt, worum es geht. Doch obwohl Ihnen solche Etiketten im Alltag sicherlich oft begegnen, wird die Energieeffizienz besonders im industriellen Kontext immer noch zu häufig übersehen. Dabei ist sie ein enormer Hebel, um den Energiehunger der Industrie dauerhaft zu senken. Genau deswegen steht sie im Fokus des neuen atp magazins 4/2024, das pünktlich zur Hannover Messe 2024 erschienen ist.

Werfen Sie einen Blick ins Inhaltsverzeichnis!

Wie Prof. Alexander Sauer, Leiter des Fraunhofer IPA, im Editorial der Ausgabe einleitend erklärt, gibt es bei der Reduktion des Energiebedarfs zwei Stoßrichtungen:

  • Energieeffizienz, um bei insgesamt knapper Verfügbarkeit der Erneuerbaren möglichst wenig zu verbrauchen.
  • Energieflexibilität, um die Erneuerbaren nicht abzuregeln, sondern zu nutzen. Das hilft nicht nur, die Kosten für Systemdienstleistungen zu reduzieren, sondern auch die Kosten für den Netzausbau.

Energieeffizienz werde laut Prof. Sauer jetzt wichtiger als je zuvor, und zwar auch auf der Gesamtsystemebene.

Energieeffizienz: Der erste Treibstoff der Elektrifizierung

Wie groß die Bedeutung der Energieeffizienz heute schon ist, zeigt unser Titel-Interview eindrucksvoll. Die Energieeffizienz muss der „erste Treibstoff“ für die Elektrifizierung sein, wie Mike Umiker und Jan-Henning Fabian (beide ABB) deutlich machen. Über den Betrieb mit Gleichstrom könne zusätzlich viel Strom eingespart werden. Die beiden Experten bringen es auf den Punkt:

„Die Grundvoraussetzung für das Gelingen der Elektrifizierung der Industrie sind energieeffiziente Systeme.“

Oft übersehen: die Gebäudeautomation

Auch die Produktionsgebäude an sich sind heute durch moderne Automatisierungslösungen in der Lage, ihren Energieverbrauch KI-basiert zu steuern und zu optimieren. Die Gebäudeautomatisierung ist ein weiterer Effizienzhebel, der noch nicht genug im Vordergrund steht. Studien der International Energy Agency zeigen, dass das Energieeinsparpotenzial in Gebäuden sogar höher ist als in der Industrie.

Die wissenschaftlichen Hauptbeiträge des atp magazin 4/2024

Auch die peer-reviewten Artikel greifen den Heftschwerpunkt auf und zeigen, wie z. B. die Verwaltungsschale, AutomationML oder ein automationsgestütztes Energiedatenmanagement für eine effizientere Energienutzung eingesetzt werden können. Ebenso wichtig ist die Optimierung der Gebäudeautomation, wie der vierte Hauptbeitrag zeigt.

Werden Sie effizienter!

Sie merken: weniger ist bei der Energieffizienz mehr. Und das neue atp magazin zeigt Ihnen nicht nur, wie viel Energie die produzierende Industrie heute schon einsparen kann, sondern auch, wie Sie diese Potenziale heben können.

Ich wünsche Ihnen viele Aha-Momente und gute Erkenntnisse beim Lesen!

Jonas Völker
Redaktionsleiter atp magazin
j.voelker@vulkan-verlag.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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