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Nutzung digitaler Zwillinge: Start-up sucht Pilotkunden

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Autor: Simon Meyer

Nutzung digitaler Zwillinge: Start-up sucht Pilotkunden
Das Gründerteam von links: Marko Sekulic, Prof. Dr. Walter Wincheringer (Mentor), Marec Kexel und Finn Venter. Das Foto wurde vor Ausbruch der Corona-Pandemie aufgenommen. Das Gründerteam von links: Marko Sekulic, Prof. Dr. Walter Wincheringer (Mentor), Marec Kexel und Finn Venter. Das Foto wurde vor Ausbruch der Corona-Pandemie aufgenommen.

Mit ihrem Start-up-Unternehmen „GenStore“ gewannen zwei Absolventen und ein Student der Hochschule Koblenz beim „Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz“ den zweiten Platz. Mit ihrer Geschäftsidee GenStore wollen die drei Stipendiaten die Hürde für die Nutzung von so genannten digitalen Zwillingen für Unternehmen senken, sodass komplexe Produktions- und Logistiksysteme simuliert und optimiert werden können. Um die Anforderungen der Industrie bei der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen, sucht das StartUp aktuell nach Pilotkunden unterschiedlicher Branchen.

Das Team, das sich über die bisher erreichten Erfolge sehr freut, besteht aus Marko Sekulic und Finn Venter, beide Absolventen des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, sowie Marec Kexel, Master-Student des Studiengangs Maschinenbau. Die drei Gründer hatten sich bei der Arbeit im Digitalen Produktionslabor (DPL) der Hochschule Koblenz unter der Leitung von Prof. Dr. Wincheringer kennengelernt. Das DPL beschäftigt sich unter anderem mit der ereignisdiskreten Simulation (DES) von Produktions- und Intralogistikprozessen. „Mithilfe der DES können dynamische Einflüsse von Prozessen analysiert und optimiert werden. Die Erstellung geeigneter Simulationsmodelle ist jedoch fachlich anspruchsvoll, zeit- und kostenintensiv. Dies ist insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen eine große Einstiegshürde“, so Prof. Dr. Wincheringer. Daher beschäftigt sich das DPL mit der Erstellung von anwendungsspezifischen und generischen Simulationsmodellen.

Bei der prämierten Idee „GenStore“ handelt es sich um den Prototyp eines Softwaretools, das während einer Kooperation im Bereich Forschung und Entwicklung mit einem Industrieunternehmen entwickelt wurde. Mit diesem Softwaretool können Simulationsmodelle für automatische Lagersysteme erstellt werden. Durch den Einsatz von GenStore kann der Aufwand einer Simulationsstudie erheblich reduziert werden. Möglich wird dies unter anderem durch eine Vielzahl von variablen Parametern, auf dessen Basis das Simulationsmodell automatisch generiert und anschließend simuliert wird. Dadurch können individuelle Lagersimulationsmodelle flexibel konfiguriert werden, ohne dass der Anwender selbst programmieren muss. „Wir arbeiten nun daran, den bestehenden Prototyp zu einem bedienungsfreundlichen Software-as-a-Service-Tool (SaaS) auszubauen“, so Marec Kexel, „hierbei können Nutzer über eine Webseite das gewünschte Modell automatisch generieren, simulieren sowie vorhandene Potentiale erkennen.“
„Die aktuelle Entwicklung bietet eine einfache, schnelle Bedienbarkeit ohne Notwendigkeit von Simulations- und Programmierkenntnissen, realistische und hochwertige Ergebnisse, eine hohe Planungssicherheit und eine Aufwandsreduzierung bei Planungs- und Optimierungsvorhaben“, fasst Marko Sekulic die Vorteile ihrer Innovation zusammen.

Bei der weiteren Entwicklung will das Team die Anforderungen unterschiedlicher Branchen stärker berücksichtigen. Daher sucht das Gründungstrio derzeit weitere Pilotkundinnen und -kunden. Bei Interesse und Rückfragen zu „GenStore“ ist das StartUp per eMail an genstore@hs-koblenz.de oder telefonisch unter 0151 29902857 zu erreichen.
Das Projekt „GenStore“ wird im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert und vom Gründungsbüro der Hochschule Koblenz unterstützt.

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