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E-Mobility: Forschungsprojekt plant digitale Produktionsplattform

Die INYO Mobility GmbH entwickelt maßgeschneiderte Leichtbaufahrzeuge, die automatisiert betrieben werden können. Dieses und zwei weitere Unternehmen stellen dem Projekt einen Use Case zur Verfügung. Das Fraunhofer IPA arbeitet mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an einer digitalen Produktionsplattform. Sie soll kleine und mittelständische Unternehmen befähigen, kundenindividuelle Fahrzeuge in kleiner Stückzahl auf den Markt zu […]

von | 22.03.23

Die INYO Mobility GmbH entwickelt maßgeschneiderte Leichtbaufahrzeuge, die automatisiert betrieben werden können. Dieses und zwei weitere Unternehmen stellen dem Projekt einen Use Case zur Verfügung.

Das Fraunhofer IPA arbeitet mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an einer digitalen Produktionsplattform. Sie soll kleine und mittelständische Unternehmen befähigen, kundenindividuelle Fahrzeuge in kleiner Stückzahl auf den Markt zu bringen – und das schneller und kostengünstiger als bisher.

Das Ziel: Kundenindividuelle Last-Mile-Fahrzeuge in kleiner Stückzahl

Ob Verkaufswagen für Bäcker oder Spezialfahrzeuge für den Gemeindebauhof: Wer für einen ganz bestimmten Zweck kundenindividuelle Last-Mile-Fahrzeuge in kleiner Stückzahl braucht, muss bisher tief in die Tasche greifen und lange auf die Auslieferung warten. Denn die wenigen Firmen, die über die Infrastruktur verfügen, um solche Wünsche erfüllen zu können, müssen für jeden Auftrag die passenden Zulieferer ausfindig machen und für das Projekt gewinnen.

Um diesen langwierigen und aufwändigen Prozess zu beschleunigen und die Kosten zu senken, wollen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft im Forschungsprojekt „Intelligente Wertschöpfungsnetzwerke für Leichtbaufahrzeuge geringer Stückzahl“ (IntWertL) eine digitale Entwicklungs- und Produktionsplattform für kleine und mittelständische Unternehmen entwickeln.

Auf dieser Plattform sollen sich fertigende Unternehmen und Entwicklungsdienstleister, aber auch Anwaltskanzleien, Banken und Versicherungen in wechselnden Konstellationen zu wertschöpfenden Allianzen zusammenschließen – je nachdem, welches Fahrzeug gerade entwickelt und auf den Markt gebracht werden soll.

Wertschöpfungsnetzwerke sollen die gesamte Prozesskette abbilden

„Von der Bestellung bis zur Zahlung wollen wir einen durchgängig automatisierten Prozess entwickeln“, sagt Vladimir Jelschow von der Abteilung Unternehmensstrategie und -entwicklung am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

Dabei muss die Plattform die gesamte Prozesskette abbilden und technische, organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen für das Wertschöpfungsnetzwerk berücksichtigen. Für die Automatisierung sollen intelligente Algorithmen zum Einsatz kommen, die beispielsweise für die Bestandteile der gewünschten Fahrzeuge die passenden Hersteller ermitteln.

„Die effektive Gestaltung des Wertschöpfungsnetzwerks ist der Kern für den Erfolg der Plattform“, sagt Mirko Schneider von der Abteilung Unternehmensstrategie und -entwicklung am Fraunhofer IPA.

Dabei müsse für jedes Unternehmen ein Mehrwert durch die Teilnahme an der Plattform entstehen, wobei innerhalb des Projekts neue Geschäftsmodelle und Abrechnungslogiken für das Wertschöpfungsnetzwerk erarbeitet werden.

Erster Prototyp der Plattform soll 2026 bereit sein

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Forschungsprojekt IntWertL mit rund zwölf Millionen Euro. Projektträger ist der TÜV Rheinland. Das Forschungsprojekt ist am 1. September 2022 angelaufen und auf 42 Monate angelegt. Bis zum Frühjahr 2026 wollen die 20 beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen Prototyp ihrer Plattform fertigstellen – mit begrenztem Funktionsumfang und ersten Mitgliedsunternehmen.

Weitere Informationen gibt es unter www.ipa.fraunhofer.de.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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