Generic filters
FS Logoi

Ostwestfälische Unternehmen bringen Maschinen menschliche Sprache bei

Lemgo | An einer Brücke der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine forschen die Netzwerkpartner des Centrum Industrial IT (CIIT). In der Fabrik der Zukunft soll eine Maschine selbst mitteilen können, wenn sie repariert werden muss, so stellen es sich die Wissenschaftler vor. Statt die Daten mithilfe eines Laptops zu übertragen, soll die Maschine der Zukunft […]

von | 04.11.20

Lemgo | An einer Brücke der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine forschen die Netzwerkpartner des Centrum Industrial IT (CIIT). In der Fabrik der Zukunft soll eine Maschine selbst mitteilen können, wenn sie repariert werden muss, so stellen es sich die Wissenschaftler vor.
Statt die Daten mithilfe eines Laptops zu übertragen, soll die Maschine der Zukunft direkt mit dem Mitarbeiter kommunizieren. (Bild: CIIT) Statt die Daten mithilfe eines Laptops zu übertragen, soll die Maschine der Zukunft direkt mit dem Mitarbeiter kommunizieren. (Bild: CIIT)
Im Zusammenhang mit Industrie 4.0 wird oft das Internet der Dinge genannt. Wissenschaftler erwarten, dass es zunehmend in alle Lebensbereiche des Menschen Einzug halten wird. Für Produktionsanlagen zeichnen sie folgendes Szenario: Anlagen steuern sich selbst, Werkstücke, die über das Band laufen, sagen selbst, wohin sie transportiert und wie sie weiterverarbeitet werden wollen. Dass diese Vision Wirklichkeit wird, daran glauben auch die Netzwerkpartner des CIIT in Lemgo. Unternehmen wie Weidmüller, Phoenix Contact und ISI Automation haben sich dafür mit dem Institut für industrielle Informationstechnik (Init) der Hochschule OWL und dem Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) zusammengetan. „Damit der Mensch mit diesen Neuerungen nicht überfordert wird und – im Gegenteil – die komplexe Produktionsanlage besser versteht, müssen Menschen und Maschinen eine gemeinsame Sprache sprechen“, so Professor Oliver Niggemann vom Init und Fraunhofer. Bisher gab es diese gemeinsame Sprache vorwiegend zwischen den Produktionsanlagen. Einen Schritt weiter will man nun mit dem Forschungsprojekt Semantics4Automation gehen. Derzeit sind die Maschinen so komplex, dass Mitarbeiter diese nur nach langer Einarbeitung betreuen können. In Zukunft sollen sie auch ungelernte Mitarbeiter verstehen. Das Assistenzsystem wird dem Angestellten helfen, die komplexen Informationen von der Maschine zu erhalten, so die Wissenschaftler. Die Produktionsanlage soll Fragen des Mitarbeiters beantworten können – in menschlicher Sprache. Im Projekt werden jetzt die Grundlagen dafür geschaffen. ciit-owl.de

Lemgo | An einer Brücke der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine forschen die Netzwerkpartner des Centrum Industrial IT (CIIT). In der Fabrik der Zukunft soll eine Maschine selbst mitteilen können, wenn sie repariert werden muss, so stellen es sich die Wissenschaftler vor.

Statt die Daten mithilfe eines Laptops zu übertragen, soll die Maschine der Zukunft direkt mit dem Mitarbeiter kommunizieren. (Bild: CIIT) Statt die Daten mithilfe eines Laptops zu übertragen, soll die Maschine der Zukunft direkt mit dem Mitarbeiter kommunizieren. (Bild: CIIT)

Im Zusammenhang mit Industrie 4.0 wird oft das Internet der Dinge genannt. Wissenschaftler erwarten, dass es zunehmend in alle Lebensbereiche des Menschen Einzug halten wird. Für Produktionsanlagen zeichnen sie folgendes Szenario: Anlagen steuern sich selbst, Werkstücke, die über das Band laufen, sagen selbst, wohin sie transportiert und wie sie weiterverarbeitet werden wollen.
Dass diese Vision Wirklichkeit wird, daran glauben auch die Netzwerkpartner des CIIT in Lemgo. Unternehmen wie Weidmüller, Phoenix Contact und ISI Automation haben sich dafür mit dem Institut für industrielle Informationstechnik (Init) der Hochschule OWL und dem Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) zusammengetan.
„Damit der Mensch mit diesen Neuerungen nicht überfordert wird und – im Gegenteil – die komplexe Produktionsanlage besser versteht, müssen Menschen und Maschinen eine gemeinsame Sprache sprechen“, so Professor Oliver Niggemann vom Init und Fraunhofer. Bisher gab es diese gemeinsame Sprache vorwiegend zwischen den Produktionsanlagen. Einen Schritt weiter will man nun mit dem Forschungsprojekt Semantics4Automation gehen.
Derzeit sind die Maschinen so komplex, dass Mitarbeiter diese nur nach langer Einarbeitung betreuen können. In Zukunft sollen sie auch ungelernte Mitarbeiter verstehen. Das Assistenzsystem wird dem Angestellten helfen, die komplexen Informationen von der Maschine zu erhalten, so die Wissenschaftler. Die Produktionsanlage soll Fragen des Mitarbeiters beantworten können – in menschlicher Sprache. Im Projekt werden jetzt die Grundlagen dafür geschaffen. ciit-owl.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Chemie und Pharma: VCI meldet alarmierende Jahreszahlen
Chemie und Pharma: VCI meldet alarmierende Jahreszahlen

Deutschlands Industrie hat ein kraftraubendes Jahr hinter sich, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) auf seiner Jahresabschlusskonferenz bekanntgab. Auch die Lage von Chemie- und Pharmaunternehmen hat sich weiter verschärft. „Die Industrie funkt SOS. 2025 war für unsere Branche erneut sehr schwierig und der Blick nach vorn wird nicht rosiger“, erklärte VCI-Präsident Markus Steilemann.

mehr lesen
Endress+Hauser: Umfassende Veränderungen im Executive Board
Endress+Hauser: Umfassende Veränderungen im Executive Board

Endress+Hauser hat drei neue Mitglieder in das Executive Board berufen: Dr. Mirko Lehmann, Prof. Dr.-Ing. Katja Windt und Helena Svensson. Mit den anstehenden Ruheständen des Chief Operating Officer (COO) Dr. Andreas Mayr und des Chief Information Officer (CIO) Pieter de Koning im Jahr 2026 ordnet das Unternehmen die Zuständigkeiten seiner Geschäftsführung neu.

mehr lesen
Siegfried Russwurm wird neuer acatech-Präsident
Siegfried Russwurm wird neuer acatech-Präsident

Das acatech-Präsidium hat am 25. November 2025 Siegfried Russwurm einstimmig zum neuen Präsidenten der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften gewählt. Er übernimmt das Amt am 1. April 2026 von Thomas Weber und bildet laut einer Pressemeldung gemeinsam mit der amtierenden Präsidentin Claudia Eckert die neue Doppelspitze.

mehr lesen
„Wir müssen die Prozessautomatisierung weiter strategisch voranbringen“
„Wir müssen die Prozessautomatisierung weiter strategisch voranbringen“

Warum die digitale Transformation der Prozessautomatisierung an Fahrt gewinnt, wo 2026 Wachstum entsteht und welche Rolle Cyber Security, sicherer Datenverkehr und neue Infrastrukturstandards künftig spielen – darüber spricht der wiedergewählte Vorsitzende des ZVEI-Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung, Axel Lorenz, im Interview.

mehr lesen
ZVEI startet neue Plattform „Industrial AI & Data Economy“
ZVEI startet neue Plattform „Industrial AI & Data Economy“

Der ZVEI hat eine neue Plattform für „Industrial AI & Data Economy“ ins Leben gerufen. Die Einheit bündelt Fachwissen zu industrieller KI, Datenökosystemen und datenbasierten Geschäftsmodellen. Sie soll Unternehmen dabei unterstützen, Chancen frühzeitig zu identifizieren und digitale Innovationen umzusetzen.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03