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Heute vor 40 Jahren: Der erste Computervirus

Wenn der PC sich merkwürdig verhält, der Mauszeiger plötzlich nicht mehr macht, was er soll, oder einfach nichts mehr geht lautet oft die Diagnose: Computervirus! Heute vor 40 Jahren zeigte ein Informatikstudent in einem Uni-Seminar den ersten Computervirus. Jeder fünfte Nutzende wurde in den letzten 12 Monaten Opfer eines Computervirus Ein Fünftel der Internetnutzerinnen und […]

von | 10.11.23

Ein Fünftel der Internetnutzerinnen und Internetnutzer in Deutschland (20 %) wurde in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Computerviren und anderen Schadprogrammen.

Wenn der PC sich merkwürdig verhält, der Mauszeiger plötzlich nicht mehr macht, was er soll, oder einfach nichts mehr geht lautet oft die Diagnose: Computervirus! Heute vor 40 Jahren zeigte ein Informatikstudent in einem Uni-Seminar den ersten Computervirus.

Jeder fünfte Nutzende wurde in den letzten 12 Monaten Opfer eines Computervirus

Ein Fünftel der Internetnutzerinnen und Internetnutzer in Deutschland (20 %) wurde in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Computerviren und anderen Schadprogrammen. Und das, obwohl Virenschutzprogramme inzwischen zum Standard gehören. 9 von 10 (89 %) derjenigen, die einen privaten Computer nutzen, haben entsprechende Schutz-Software installiert. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom in Deutschland.

Erster Computervirus wurde heute vor 40 Jahren vorgestellt

Vor 40 Jahren, am 10. November 1983, hat der damalige Informatik-Student Fred Cohen in einem Uni-Seminar den ersten Computervirus gezeigt, der alle heute üblichen, schädlichen Funktionen vereint: Unabsichtlich auf dem PC ausgeführt installiert sich das Programm und vermehrt sich, in dem es sich an andere Dateien anhängt. Dabei verändert es sich selbst, so dass auch die Erkennung schwieriger wird. Ein Jahr später hat Cohen in seiner Dissertation den Begriff „Computervirus“ geprägt.

„In den Anfangsjahren der Personal Computer waren Viren & Co. eher eine Fingerübung von Leuten, die beweisen wollten, wozu sie technisch in der Lage sind. Heute haben wir es mit einer Vielzahl unterschiedlicher Schadsoftware zu tun, die von Kriminellen eingesetzt wird, um sich damit zu bereichern. Trojaner versuchen Zugangsdaten etwa für das Online-Banking zu stehlen oder Zugang zum Computer von außen zu ermöglichen, Ransomware verschlüsselt die Daten und fordert Lösegeld für die Wiederherstellung.“, sagt Simran Mann, Sicherheitsexpertin beim Bitkom.

Drei einfache Tipps zum Schutz vor einem Computervirus

Wer sich heute vor Computerviren und anderer Schadsoftware schützen will, sollte zumindest diese drei Tipps beherzigen:

  • Virenschutz nutzen:
    Mindestens den Virenschutz des Betriebssystems nutzen und aktivieren oder aktiviert lassen. Die Programme werden regelmäßig mit neuen Informationen versorgt, so dass sie Schadprogramme erkennen können, die sich auf dem Computer einnisten wollen.
  • Vorsicht bei E-Mails und Anhängen:
    Wurden Computerviren in den Anfangsjahren vor allem über Datenträger wie Disketten verbreitet, ist heute das Internet und vor allem die E-Mail der Verbreitungsweg Nummer eins. Dabei können die meisten Schadprogramme nur dann aktiviert werden, wenn die Nutzerinnen und Nutzer – unwissentlich – die Software ausführen. Wichtigste Regel ist deshalb: Nicht auf Anhänge von E-Mails klicken, wenn man nicht genau weiß, um was es sich handelt – auch wenn die Datei auf den ersten Blick harmlos wirkt.
  • Betriebssystem und Software aktuell halten:
    Wenn für das Betriebssystem oder einzelne Programme Updates bereitgestellt werden, sollten diese so schnell wie möglich installiert werden – im Idealfall erlaubt man das in den Systemeinstellungen automatisch. Mit Updates stellen Hersteller häufig nicht nur neue Programmfunktionen zur Verfügung, sondern schließen vor allem aufgedeckte Sicherheitslücken, über die sich auch Schadprogramme in den Computer einnisten können.

 

Bereits vor Cohens Studienprojekt gab es im Übrigen Schadsoftware, die sich ähnlich verhielt, etwa 1971 der sogenannte „Creeper“. Allerdings hatte Cohen erstmals die „Mutation“ des Programmcodes eingebaut, so dass damit die Funktionsweise eines Virus digital nachgebaut wurde.

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