Generic filters
FS Logoi

Beckhoff Many-Core Control: Funktionsmodule auf bis zu 256 Prozessorkerne verteilen

Verl | Many-Core-Steuerungen werden zukünftig eine zentrale Rolle im Maschinenbau sowie in Industrie-4.0-Projekten spielen. Hochleistungssteuerungen wie der Industrie-Server C6670 erfüllen die mit Industrie 4.0 steigenden Anforderungen an eine Smart Factory. Für die effektive Ausnutzung der immensen Rechenleistung liefert TwinCAT 3.1 die Softwareunterstützung. Der Industrie-Server C6670 mit der Automatisierungssoftware TwinCAT 3.1 bietet höchste Rechenleistung für Industrie […]

von | 04.11.20

Verl | Many-Core-Steuerungen werden zukünftig eine zentrale Rolle im Maschinenbau sowie in Industrie-4.0-Projekten spielen. Hochleistungssteuerungen wie der Industrie-Server C6670 erfüllen die mit Industrie 4.0 steigenden Anforderungen an eine Smart Factory. Für die effektive Ausnutzung der immensen Rechenleistung liefert TwinCAT 3.1 die Softwareunterstützung.
Der Industrie-Server C6670 mit der Automatisierungssoftware TwinCAT 3.1 bietet höchste Rechenleistung für Industrie 4.0. Bild: Beckhoff Der Industrie-Server C6670 mit der Automatisierungssoftware TwinCAT 3.1 bietet höchste Rechenleistung für Industrie 4.0. Bild: Beckhoff
Many-Core-Rechner unterscheiden sich von gewöhnlichen Industrie-PCs durch ihre Architektur. Sie sind mit mehreren Prozessoren (Packages) ausgestattet, von denen jeder wiederum über mehrere Prozessorkerne verfügt. Unterschiede gibt es außerdem hinsichtlich des Speichers: Die NUMA (Non-Uniform Memory Access) genannte Technik bietet für jeden Prozessor einen individuellen separaten Speicher. Beckhoff hat dies mit dem Industrie-Server C6670 umgesetzt: mit zwei Intel-Xeon-Packages – mit je 6, 12 oder 18 Kernen – und einem von 64 bis 2048 GByte reichenden Arbeitsspeicher. Effektiv nutzbar wird die Rechenleistung des C6670 erst durch die Ausschöpfung jedes einzelnen Prozessorkernes mit der Software TwinCAT 3.1. Mit ihr lassen sich die für eine Parallelisierung hervorragend geeigneten Maschinen- und Prozessabläufe optimal abbilden und als Funktionsmodule auf verschiedene Tasks verteilen. Diese Maschinen-Module mit SPS- oder auch C++-Code werden einzelnen Tasks des TwinCAT-Systems zugewiesen, die diese zyklisch mit einer vom Anwender definierten Abtastrate – der Zykluszeit – ausführen. Die Tasks werden anschließend einfach auf die vorhandenen Echtzeitkerne verteilt. Den einzelnen Task lassen sich Prioritäten zuordnen, um die Ablaufreihenfolge zu definieren. Entscheidend für die Ausnutzung des gesamten Leistungspotenzials ist zudem die Diagnosefunktionalität von TwinCAT 3.1. Mit ihr kann die Last auf den einzelnen Kernen analysiert werden. Kerne können auch exklusiv für die TwinCAT-Runtime genutzt werden – diese werden dann isolierte Kerne genannt. Dann wird dort kein Microsoft-Betriebssystem parallel zum TwinCAT-Echtzeitsystem ausgeführt. Windows-Prozesse sind auf diese Weise ohne großen Aufwand von den Echtzeitprozessen trennbar. TwinCAT 3.1 ist für maximal 256 Prozessorkerne ausgelegt und damit für die Zukunft gerüstet. Es steht das komplette Spektrum aktueller Prozessoren für Automatisierungsanwendungen zur Verfügung. Je nach Bedarf an Rechenleistung wird die erforderliche Anzahl an Kernen gezielt für die Ausführung von Echtzeitanwendungen konfiguriert.

Verl | Many-Core-Steuerungen werden zukünftig eine zentrale Rolle im Maschinenbau sowie in Industrie-4.0-Projekten spielen. Hochleistungssteuerungen wie der Industrie-Server C6670 erfüllen die mit Industrie 4.0 steigenden Anforderungen an eine Smart Factory. Für die effektive Ausnutzung der immensen Rechenleistung liefert TwinCAT 3.1 die Softwareunterstützung.

Der Industrie-Server C6670 mit der Automatisierungssoftware TwinCAT 3.1 bietet höchste Rechenleistung für Industrie 4.0. Bild: Beckhoff Der Industrie-Server C6670 mit der Automatisierungssoftware TwinCAT 3.1 bietet höchste Rechenleistung für Industrie 4.0. Bild: Beckhoff

Many-Core-Rechner unterscheiden sich von gewöhnlichen Industrie-PCs durch ihre Architektur. Sie sind mit mehreren Prozessoren (Packages) ausgestattet, von denen jeder wiederum über mehrere Prozessorkerne verfügt. Unterschiede gibt es außerdem hinsichtlich des Speichers: Die NUMA (Non-Uniform Memory Access) genannte Technik bietet für jeden Prozessor einen individuellen separaten Speicher. Beckhoff hat dies mit dem Industrie-Server C6670 umgesetzt: mit zwei Intel-Xeon-Packages – mit je 6, 12 oder 18 Kernen – und einem von 64 bis 2048 GByte reichenden Arbeitsspeicher.
Effektiv nutzbar wird die Rechenleistung des C6670 erst durch die Ausschöpfung jedes einzelnen Prozessorkernes mit der Software TwinCAT 3.1. Mit ihr lassen sich die für eine Parallelisierung hervorragend geeigneten Maschinen- und Prozessabläufe optimal abbilden und als Funktionsmodule auf verschiedene Tasks verteilen. Diese Maschinen-Module mit SPS- oder auch C++-Code werden einzelnen Tasks des TwinCAT-Systems zugewiesen, die diese zyklisch mit einer vom Anwender definierten Abtastrate – der Zykluszeit – ausführen. Die Tasks werden anschließend einfach auf die vorhandenen Echtzeitkerne verteilt. Den einzelnen Task lassen sich Prioritäten zuordnen, um die Ablaufreihenfolge zu definieren.
Entscheidend für die Ausnutzung des gesamten Leistungspotenzials ist zudem die Diagnosefunktionalität von TwinCAT 3.1. Mit ihr kann die Last auf den einzelnen Kernen analysiert werden. Kerne können auch exklusiv für die TwinCAT-Runtime genutzt werden – diese werden dann isolierte Kerne genannt. Dann wird dort kein Microsoft-Betriebssystem parallel zum TwinCAT-Echtzeitsystem ausgeführt. Windows-Prozesse sind auf diese Weise ohne großen Aufwand von den Echtzeitprozessen trennbar. TwinCAT 3.1 ist für maximal 256 Prozessorkerne ausgelegt und damit für die Zukunft gerüstet. Es steht das komplette Spektrum aktueller Prozessoren für Automatisierungsanwendungen zur Verfügung. Je nach Bedarf an Rechenleistung wird die erforderliche Anzahl an Kernen gezielt für die Ausführung von Echtzeitanwendungen konfiguriert.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Ransomware-Angriffe: Deutschland 2025 weltweit auf 3. Platz
Ransomware-Angriffe: Deutschland 2025 weltweit auf 3. Platz

Deutschland zählte 2025 mit 433 bestätigten Ransomware-Angriffen (laut beobachteten Leak-Seiten von Cyberkriminellen) zu den drei weltweit am stärksten betroffenen Ländern – nur die USA (4.893) und Kanada (520) verzeichnen noch mehr erfolgreiche Angriffe. Das geht aus dem neuen Cyber Risk Report 2026 von TrendAI™, dem Cybersecurity-Geschäftsbereich von Trend Micro, hervor.

mehr lesen
Kostenfreies Handbuch zeigt digitale Wege für die Kreislaufwirtschaft
Kostenfreies Handbuch zeigt digitale Wege für die Kreislaufwirtschaft

Mit dem „Handbuch Kreislauffähige Wertschöpfung – Schlüsselkonzepte, Technologien, Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen“ haben das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) eine praxisorientierte Publikation zur Umsetzung kreislauffähiger Wertschöpfung veröffentlicht. Die Druckausgabe ist am 10. Juli 2026 bei Springer Gabler erschienen, die digitale Version steht kostenfrei als Open-Access-Publikation zur Verfügung.

mehr lesen
Virtuelle Steuerungen: Fachbeitrag beleuchtet Entwicklung, Chancen und Herausforderungen
Virtuelle Steuerungen: Fachbeitrag beleuchtet Entwicklung, Chancen und Herausforderungen

Virtuelle Steuerungen (vSPS) gelten als ein weiterer Entwicklungsschritt in der industriellen Automatisierung. Ein Fachbeitrag von Prof. Dr.-Ing. René Simon (Hochschule Harz) zeichnet die Evolution von klassischen Hardware-SPS über Soft-SPS bis hin zu virtualisierten Steuerungsarchitekturen nach und beschreibt den aktuellen Stand der Technik sowie offene Fragestellungen für den industriellen Einsatz. Der peer-reviewte Hauptbeitrag aus dem atp magazin 6-7/2026 steht nun zum kostenfreien Download bereit.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03