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atp magazin 1-2/2024: Die richtige Kombination finden

Kategorie:
Thema:
Autor: Jonas Völker

Im ersten atp magazin des Jahres steht noch einmal die NAMUR-Hauptsitzung 2023 im Fokus.
Das neue atp magazin ist da! In unserer ersten Ausgabe des Jahres 2024 blicken wir zurück auf die NAMUR-Hauptsitzung 2023 und bringen Sie auf den neuesten Stand in Sachen Prozessindustrie.

Die richtige Kombination finden

Im atp magazin 1-2/2024 blicken wir nochmal zurück auf die NAMUR-Hauptsitzung 2023, die unter dem Motto „Open Automation and Digitalization for Sustainability and Efficiency“ stand. Die wesentliche Erkenntnis: Nach über zehn Jahren Industrie 4.0 sind nun endlich alle Teile bereit, um die Digitalisierung der Prozessindustrie umzusetzen. Es geht jetzt „nur“ noch um die richtige Kombination.

Genau wie Modedesigner maßgeschneiderte Kleidung für individuelle Bedürfnisse schaffen, ermöglicht die Digitalisierung der Prozessindustrie die Entwicklung von zugeschnittenen Lösungen. Durch die Kombination von spezifischen digitalen Technologien können Unternehmen ihre Abläufe optimieren und ihre Anforderungen erfüllen.

Eine weitere Gemeinsamkeit sind Trends und  Innovationen. Sowohl in der Modewelt als auch in der Prozessindustrie entstehen ständig neue Ansätze und Technologien. Die intelligente Kombination dieser Trends ermöglicht es Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Effizienz zu steigern. In beiden Welten, sei es in der  Prozessindustrie oder in der Modewelt, kommt es auf eine kluge Kombination der Elemente an, um Erfolg und Effizienz zu erreichen.

Und welche Kombination gefällt Ihnen am besten? Schneiden Sie die Elemente auf der Heftrückseite aus und kombinieren Sie diese mit dem Roboter auf dem atp-Cover. Senden Sie uns Ihre persönliche Kombination an atp-redaktion@vulkan-verlag.de oder über unseren LinkedIn-Kanal.

Werfen Sie einen Blick ins Inhaltsverzeichnis!

Die Interview-Highlights

„Wir haben jetzt eine Golden Opportunity“ (Barbara Frei)

In der von Schneider Electric auf der NAMUR-Hauptsitzung 2023 vorgestellten „Universal Automation“ wird Hardware von Software entkoppelt und die Verschmelzung von IT und OT weiter vorangetrieben. Was hinter dieser neuen Automatisierungsphilosophie steckt und weshalb die Verwaltungsschale für die Circular Economy in Zukunft unverzichtbar wird, erklärt Dr. Barbara Frei, Executive Vice President Industrial Automation, im Interview.

„Proprietäre Systeme sind Schnee von gestern“ (Caspar Herzberg, Avraam Zapounidids)

Die Zeit sehr aufwendiger individueller Software-Lösungen ist abgelaufen, wenn es nach den beiden AVEVA-Verantwortlichen Caspar Herzberg, CEO, und Awraam Zapounidis, Vice President Central and Eastern Europe, geht. Die Zukunft gehört offenen Plattformen, auf denen die Verschmelzung von OT und IT Realität wird. Wie ein solches Multivendor-Ökosystem aussehen kann und weshalb es bei der Cloud Migration nicht nur um das Hochladen von Daten geht, erklären sie im Interview.

Die peer-reviewten Hauptbeiträge

Automatisierung 2027

Wie mag ein modernes Automatisierungskonzept in drei Jahren aussehen? Der Beitrag gibt ein „Big Picture“ wieder, welches das Zusammenspiel vieler Lösungen zeigt: NAMUR Open Architecture (NOA) und PA-DIM als standardisierte Informationsmodelle erlauben eine automatische  Änderungsdokumentation. Der MTP und Open Automation erlauben Engineering und Automatisierung von modularen Anlagen. Daten der PLT-Einrichtungen können in Verwaltungsschalen abgelegt und im Datenraum Manufacturing-X zwischen Wertschöpfungspartnern ausgetauscht werden.

Integrations- und Betriebskonzepte für modulare produktionsnahe Logistiksysteme

Produktionsnahe Logistiksysteme werden in der Regel aus Package Units errichtet. Zur Integration in eine Gesamtautomatisierung eignet sich die Anwendung des Module Type Packages (MTPs). Ein „Logistics Orchestration Layer“ ermöglicht nicht nur die Koordination der Logistik-Module, sondern auch die Einbindung in die betrieblichen Abläufe. Das aus der Prozessindustrie stammende MTP-Konzept wird dafür die Aufgaben der Logistik um drei Funktionen erweitert. Anwendungsbeispiele zeigen die Anwendbarkeit für die Flaschenabfüllung, Verpackung und komplette Logistiklinien.

Informationstechnische Standardisierung prozessnaher TGA

Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) werden in der Regel aus Package Units errichtet. Bisher gibt es allerdings kein einheitliches Informationsmodell für diese Komponenten, so dass die Integration mühsam ist. Der Beitrag schlägt vor, die TGA-Komponenten durch Verwaltungsschalen (AAS) zu beschreiben. Verbundkomponenten können mit Referenzierungen auf die AAS der Einzelkomponenten beschrieben werden. Analog wird eine Simulation wird durch die Verbindung der Simulationskomponenten erreicht. Die Prozessführung erfolgt mit Hilfe des MTP.

Elektrifizierte Chemische Industrie

Auf dem Weg zur Klimaneutralität setzt die chemische Industrie auf „grüne Elektrizität“. Die Möglichkeiten der Elektrifizierung betreffen den chemischen Prozess selbst, aber auch Trennprozesse und Prozesswärme. Beim letzten Punkt sind Wärmepumpen sehr viel effizienter als direkte  Elektrowärme. Als Beispiel wird im Beitrag die Nutzung der Restwärme von Kondensat dargestellt.  Durch Wärmepumpen kann die Restwärme zur Erzeugung von Warmwasser oder sogar Dampf verwendet werden, was allerdings auch komplexe Regelungsaufgaben mit sich bringt.

Implementation of NOA@PAT

NOA – NAMUR Open Architecture – wurde entwickelt, um Daten aus bestehenden Prozesstechnischen Anlagen zu gewinnen, ohne ihre Integrität zu gefährden. Dazu wurde ein Informationsmodell für  normale Feldgeräte definiert. Die Autoren schlagen vor, es für Anlagen der Prozessanalytik (PAT) zu  erweitern. Dadurch können neue PAT-Geräte viel leichter integriert und ihre Daten ausgewertet  werden. Außerdem enthält der Beitrag Vorschläge, mit welchen IT-Systemen die Daten erfasst und ausgewertet werden können.

Prozessautomation zur Erhöhung der Sustainability

Die Prozessautomatisierung ist ein „Enabler“ zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von chemischen Anlagen. Das ist die Kernaussage der von NAMUR und ZVEI herausgegebenen Broschüre  „Sustainability durch Prozessautomation“. Der Beitrag gibt einen Überblick von deren Inhalt. An  konkreten Beispielen wird gezeigt, welche Beiträge innovative Aktorik und Sensorik, energieoptimierte  Prozesse, modulare Anlagen, Energiemanagementsysteme, Digitale Zwillinge, schnelle Konnektivität  und IT-Werkzeuge leisten können.

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