Generic filters
FS Logoi

3 Fragen an: Sven Hohorst

atp edition im Kurzinterview mit Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschaft von Wago. atp: Mit Dima – Dezentrale Intelligenz für modulare Anlagen ‒ hatte Wago zur 77. Hauptsitzung der Namur im November 2014 eine richtungsweisende Lösung für die dezentrale, modulare Automatisierung von Prozessanlagen präsentiert. Welches Zwischenfazit ziehen Sie heute? Bild: Wago Hohorst: Ein ganz und gar positives! […]

von | 04.11.20

atp edition im Kurzinterview mit Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschaft von Wago. atp: Mit Dima – Dezentrale Intelligenz für modulare Anlagen ‒ hatte Wago zur 77. Hauptsitzung der Namur im November 2014 eine richtungsweisende Lösung für die dezentrale, modulare Automatisierung von Prozessanlagen präsentiert. Welches Zwischenfazit ziehen Sie heute?
s_pe_hohorst_sven_005_400x260 Bild: Wago
Hohorst: Ein ganz und gar positives! Dima hat direkt nach unser Präsentation im vergangenen Jahr enorme Beachtung gefunden. Die sicherlich schönste Bestätigung dafür, dass Dima die richtige Idee zur richtigen Zeit gewesen ist, war für uns die Tatsache, dass die Gremien der Namur und des ZVEI unseren Ansatz im Frühjahr übernommen haben, um ihn weiter auszuspezifizieren. Ziel der Zusammenarbeit ist die Verabschiedung einer Namur-Empfehlung. An den dazu erforderlichen Standardisierungsarbeiten in den Bereichen Prozedursteuerung/Batch, Visualisierung und Diagnose beteiligen sich nicht weniger als 20 Firmen. atp: Was sind die nächsten Meilensteine auf dem Weg in die Dima-Welt? Hohorst: Als Sie mir diese Frage vor einem knappen Jahr gestellt haben, habe ich geantwortet, dass wir das Module Type Package entwickeln und die Abstimmung mit PLS-Herstellern suchen müssen. All das ist uns inzwischen gelungen. Unser nächster großer Meilenstein ist nun die Präsentation der ersten prototypischen Dima-Anlage. Die werden wir im Rahmen der SPS IPC Drives vorstellen. Neben den Universitäten konnte wir für die Entwicklung der ersten Dima-Anlage einen neuen Partner gewinnen: Den Leitsystemhersteller Copa-Data. In Kooperation mit Copa-Data haben wir unser MTP in das Prozessleitsystem zenon von Copa-Data integriert. Die prototypische Anlage setzt die Anforderungen der Prozessindustrie an eine dezentrale Automatisierung modularer Anlagen im Labormaßstab um. Im Rahmen der Messe werden wir anhand von An- und Abkoppelvorgängen eines Moduls demonstrieren, wie DIMA das Integrationsengineering einer Anlage, das Numbering-up einzelner Anlagenmodule oder den Austausch von Anlagenmodulen deutlich vereinfacht. atp: Wann rechnen Sie mit ersten Dima-Anwendungen in der Prozessindustrie? Hohorst: Die Spezifikationsarbeiten der Namur und des ZVEI sollen im kommenden Jahr soweit abgeschlossen sein, dass darauf basierend erste Applikationen entwickelt werden könnten. Parallel erbringen wir mit unserer prototypischen Dima-Anlage den Nachweis, dass und wie Dima umgesetzt werden kann. Ich gehe darum davon aus, dass die ersten Dima-Anwendungen, nach der Verabschiedung der geplanten Namur-Empfehlung, nicht mehr lange auf sich warten lassen werden. Die beiden Interviews führte Markus Hofelich, Redaktion atp edition. Rückschau auf die 77. Namur-Hauptsitzung Zur atp 1-2/2015 mit großem Sonderteil zur 77. Namur-Sitzung 2014 gelangen Sie mit folgendem Link. Das komplette Exklusiv-Interview mit Sven Hohorst, Geschäftsführender Gesellschafter, und Dr. Thomas Albers, Geschäftsleitung Automation bei Wago, aus atp 1-2/2015 über die Vorteile dezentraler Intelligenz für modulare Anlagen, die nächsten Meilensteine auf dem Weg in die Dima-Welt sowie die Bedeutung offener Schnittstellen ist über folgenden Link zu finden.  

atp edition im Kurzinterview mit Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschaft von Wago.
atp: Mit Dima – Dezentrale Intelligenz für modulare Anlagen ‒ hatte Wago zur 77. Hauptsitzung der Namur im November 2014 eine richtungsweisende Lösung für die dezentrale, modulare Automatisierung von Prozessanlagen präsentiert. Welches Zwischenfazit ziehen Sie heute?

s_pe_hohorst_sven_005_400x260 Bild: Wago

Hohorst: Ein ganz und gar positives! Dima hat direkt nach unser Präsentation im vergangenen Jahr enorme Beachtung gefunden. Die sicherlich schönste Bestätigung dafür, dass Dima die richtige Idee zur richtigen Zeit gewesen ist, war für uns die Tatsache, dass die Gremien der Namur und des ZVEI unseren Ansatz im Frühjahr übernommen haben, um ihn weiter auszuspezifizieren.
Ziel der Zusammenarbeit ist die Verabschiedung einer Namur-Empfehlung. An den dazu erforderlichen Standardisierungsarbeiten in den Bereichen Prozedursteuerung/Batch, Visualisierung und Diagnose beteiligen sich nicht weniger als 20 Firmen.
atp: Was sind die nächsten Meilensteine auf dem Weg in die Dima-Welt?
Hohorst: Als Sie mir diese Frage vor einem knappen Jahr gestellt haben, habe ich geantwortet, dass wir das Module Type Package entwickeln und die Abstimmung mit PLS-Herstellern suchen müssen. All das ist uns inzwischen gelungen. Unser nächster großer Meilenstein ist nun die Präsentation der ersten prototypischen Dima-Anlage. Die werden wir im Rahmen der SPS IPC Drives vorstellen. Neben den Universitäten konnte wir für die Entwicklung der ersten Dima-Anlage einen neuen Partner gewinnen: Den Leitsystemhersteller Copa-Data.
In Kooperation mit Copa-Data haben wir unser MTP in das Prozessleitsystem zenon von Copa-Data integriert. Die prototypische Anlage setzt die Anforderungen der Prozessindustrie an eine dezentrale Automatisierung modularer Anlagen im Labormaßstab um. Im Rahmen der Messe werden wir anhand von An- und Abkoppelvorgängen eines Moduls demonstrieren, wie DIMA das Integrationsengineering einer Anlage, das Numbering-up einzelner Anlagenmodule oder den Austausch von Anlagenmodulen deutlich vereinfacht.
atp: Wann rechnen Sie mit ersten Dima-Anwendungen in der Prozessindustrie?
Hohorst: Die Spezifikationsarbeiten der Namur und des ZVEI sollen im kommenden Jahr soweit abgeschlossen sein, dass darauf basierend erste Applikationen entwickelt werden könnten. Parallel erbringen wir mit unserer prototypischen Dima-Anlage den Nachweis, dass und wie Dima umgesetzt werden kann. Ich gehe darum davon aus, dass die ersten Dima-Anwendungen, nach der Verabschiedung der geplanten Namur-Empfehlung, nicht mehr lange auf sich warten lassen werden.
Die beiden Interviews führte Markus Hofelich, Redaktion atp edition.
Rückschau auf die 77. Namur-Hauptsitzung
Zur atp 1-2/2015 mit großem Sonderteil zur 77. Namur-Sitzung 2014 gelangen Sie mit folgendem Link.
Das komplette Exklusiv-Interview mit Sven Hohorst, Geschäftsführender Gesellschafter, und Dr. Thomas Albers, Geschäftsleitung Automation bei Wago, aus atp 1-2/2015 über die Vorteile dezentraler Intelligenz für modulare Anlagen, die nächsten Meilensteine auf dem Weg in die Dima-Welt sowie die Bedeutung offener Schnittstellen ist über folgenden Link zu finden.


 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Endress+Hauser beruft Christian Mäder als neuen Finanzvorstand
Endress+Hauser beruft Christian Mäder als neuen Finanzvorstand

Mit der Berufung des künftigen Finanzchefs schließt die Endress+Hauser Gruppe die umfassende Erneuerung des Executive Boards ab: Der Verwaltungsrat hat Christian Mäder als Nachfolger von Chief Financial Officer (CFO) Dr. Luc Schultheiss berufen, der zum 1. Februar 2027 wie geplant nach 28 Jahren bei Endress+Hauser in den Ruhestand treten wird. Um einen guten Übergang zu ermöglichen, wird Christian Mäder bereits Mitte 2026 zum Schweizer Unternehmen für Mess- und Automatisierungstechnik wechseln.

mehr lesen
Neue VDI-Richtlinie fördert Dialog mit der Öffentlichkeit
Neue VDI-Richtlinie fördert Dialog mit der Öffentlichkeit

Die Bundesregierung hat über 500 Milliarden Euro vorgesehen, um Investitionen zu tätigen. Ob Energie, Mobilität oder Industrieanlagen: Damit Projekte schneller realisiert werden können, braucht es laut dem VDI mehr als gesetzliche Beschleunigungsinstrumente. Entscheidend ist die Akzeptanz vor Ort, die mit der neuen VDI-Richtlinie VDI-MT 7000 unterstützt werden kann.

mehr lesen
EU-Maschinenverordnung: Fünf Tipps zur besseren Vorbereitung
EU-Maschinenverordnung: Fünf Tipps zur besseren Vorbereitung

Der Countdown läuft: Im Januar 2027 tritt die neue Maschinenverordnung (2023/1230/EU) der Europäischen Union (EU) in Kraft und ersetzt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Für Fertigungsunternehmen bedeutet das: Nur noch zwölf Monate Zeit, um sich auf verschärfte Anforderungen vorzubereiten – insbesondere beim Schutz vor Cyberangriffen. OMRON hat fünf praxisnahe Tipps zusammengestellt, mit denen sich Unternehmen vorbereiten können.

mehr lesen
KI in der Datenanalyse: Worauf es 2026 ankommen wird
KI in der Datenanalyse: Worauf es 2026 ankommen wird

Um das volle Potenzial von KI in der Datenanalyse auszuschöpfen, müssen Unternehmen bestehende Hürden überwinden und ihre Strukturen neu denken. Die folgenden Trends zeigen, worauf es in den kommenden Jahren laut dem Datenintegrator und KI-Spezialisten Qlik ankommt:

mehr lesen
SECURITY UNTER KONTROLLE: Keynote-Speaker enthüllt
SECURITY UNTER KONTROLLE: Keynote-Speaker enthüllt

Das lange Warten hat ein Ende: Florian Roth von der Nextron Systems GmbH wird SECURITY UNTER KONTROLLE 2026 eröffnen. Sein Keynote-Vortrag „Jenseits des Sichtfelds – Blinde Flecken in Teilen der IT, die wir für vertraut hielten“ zeigt, wie blinde Flecken in der IT und der Security entstehen und warum wir sie oft übersehen. Der OT-Security-Kongress findet am 17. und 18. März im Landschaftspark Duisburg-Nord statt.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03