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ZVEI meldet rückläufige Bestellungen in der Elektro- und Digitalindustrie

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ist mit einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge in das zweite Halbjahr gestartet, wie der ZVEI meldet. Im Juli lagen die gesamten Bestellungen 8,9 % unter ihrem Vorjahreswert – ein Dämpfer nach zuvor vier Monaten mit kontinuierlichem Bestellwachstum.

von | 15.09.25

Ende des ersten Halbjahres zählte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie 879.200 Beschäftigte und damit 1,8 % weniger als ein Jahr zuvor. 30.800 arbeiten derzeit kurz.

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ist mit einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge in das zweite Halbjahr gestartet, wie der ZVEI meldet. Im Juli lagen die gesamten Bestellungen 8,9 % unter ihrem Vorjahreswert – ein Dämpfer nach zuvor vier Monaten mit kontinuierlichem Bestellwachstum.

Elektro- und Digitalindustrie meldet Auftragsplus

„Allerdings hätte die Entwicklung der Inlandsaufträge einerseits und der Orders aus dem Ausland andererseits hier kaum unterschiedlicher sein können“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Erstere brachen um 28,9 % ein, letztere konnten dagegen stabilisierend weiter um 12,2 % zulegen. Dabei erklärt sich der Rückschlag der inländischen Bestellungen nicht zuletzt mit einem Basiseffekt, denn im Juli 2024 waren sie um satte 35 % gestiegen.“

Damit verzeichnet die Branche für die gesamten ersten sieben Monate dieses Jahres ein Auftragsplus von 3,6 % gegenüber Vorjahr. Auch hier verlief die Entwicklung der Inlands- sowie der Auslandorders höchst gegensätzlich. Heimische Kunden bestellten zwischen Januar und Juli 5,3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, ausländische dagegen 11,3 % mehr (Euroraum: + 7,0 %, Drittländer: + 13,7 %).

Umsatz der Branche steigt leicht im Vergleich zu 2024

Die – preisbereinigte – Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland fiel im Juli 2025 3,1 % höher aus als ein Jahr zuvor. Im Zeitraum von Januar bis einschließlich Juli blieb der aggregierte Branchenoutput um 1,4 % hinter dem entsprechenden Wert aus 2024.

Beim Umsatz konnte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Juli 2025 um 6,9 % gegenüber Vorjahr auf 18,8 Milliarden Euro zulegen. Während der Inlandsumsatz um 3,1 % auf 8,7 Milliarden Euro stieg, zog der Auslandsumsatz mit plus 10,1 % auf 10,1 Milliarden Euro deutlich stärker an. Mit Kunden aus dem gemeinsamen Währungsraum wurden Geschäfte im Wert von 4,0 Milliarden Euro gemacht (+ 17,3 %). Der Umsatz mit Drittländern erhöhte sich um 6,4 % auf 6,1 Milliarden Euro.

In den zusammengenommenen ersten sieben Monaten dieses Jahres kam der aggregierte Branchenumsatz auf insgesamt 127,5 Milliarden Euro – 0,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Während die Erlöse mit inländischen Kunden um 2,3 % niedriger ausfielen als im Vorjahr (59,0 Mrd. €), konnte das Geschäft mit ausländischen Partnern um 3,5 % auf 68,5 Milliarden Euro zulegen. Der Umsatz mit dem Euroraum stieg zwischen Januar und Juli um 4,2 % gegenüber Vorjahr auf 26,9 Milliarden Euro. Die Erlöse mit Auslandskunden jenseits der Eurozone nahmen um 3,1 % auf 41,6 Milliarden Euro zu.

Ende des ersten Halbjahres zählte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie 879.200 Beschäftigte und damit 1,8 % weniger als ein Jahr zuvor. 30.800 arbeiten derzeit kurz.

„Schließlich hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im August 2025 abermals verbessert – den nunmehr vierten Monat in Folge. Zwar wurde die aktuelle Lage etwas ungünstiger beurteilt als im Juli, dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen wieder deutlicher an“, so Gontermann. „Und die spezifischeren Exporterwartungen erhöhten sich im August recht kräftig.“

Weitere Informationen gibt es unter www.zvei.org.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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