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ZVEI: Automatisierung ist entscheidend für Klimaschutzziele

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Autor: Jonas Völker

ZVEI: Automatisierung ist entscheidend für Klimaschutzziele
Laut dem ZVEI liegt der Hebel zu einer klimafreundlichen Zukunft in der umfassenden Elektrifizierung und Digitalisierung. Foto: malp - stock-adobe.com

“Automatisierungstechnik trägt entscheidend dazu bei, die künftigen Klimaziele zu erreichen”, erklärte Rainer Brehm, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation auf einer Pressekonferenz des Fachverbands. Die im Oktober erschienene Studie Klimapfade 2.0 des BDI, an der auch der ZVEI mitgewirkt hat, zeigt eindrücklich, dass der Hebel zu einer klimafreundlichen Zukunft in der umfassenden Elektrifizierung und Digitalisierung liegt.

Digitales Typenschild und Verwaltungsschale leisten wichtigen Beitrag

Einen wichtigen Beitrag der Automation zum Klimaschutz zeigt das Beispiel des European Digital Product Passport, das auf dem vom ZVEI entwickelten digitalen Typenschild beruht, das 2019 erstmalig auf der SPS vorgestellt wurde. Als Teilmodell der Industrie 4.0-Verwaltungsschale (AAS) bietet es zahlreiche Vorteile: „Nicht nur spezifische Geräteinformationen können digital, mehrsprachig und stets aktuell abgerufen werden, sondern auch die ganzer Maschinen“, erläutert Gunther Koschnick, Fachverbandsgeschäftsführer Automation. Eine Dokumentation auf Papier entfällt somit.

Auch der ZVEI-Showcase des Product Carbon Footprints (PCF) eines Schaltschranks zeigt eindrücklich, wie der CO2-Fußabdruck der gesamten Lieferkette berechnet werden kann. Ist dieser Fußabdruck bekannt, können wirkungsvolle Maßnahmen zur CO2-Reduktion vorgenommen werden.

Konjunktur: Langfristiger Wachstumspfad intakt

Von Januar bis September 2021 beträgt der in Deutschland gemeldete Umsatz der Automation 38,4 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 11 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und entspricht nahezu dem 2019er Niveau. Für das Gesamtjahr 2021 wird ein Umsatzwachstum von 8 % erwartet. Die Auftragseingänge stiegen in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 26,1 %. „Die unterschiedliche Entwicklung bei Auftragseingängen und Umsatz dieses Jahr ist vorrangig auf Materialknappheiten zurückzuführen. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll, allerdings können viele Unternehmen nicht so liefern wie sie gerne würden“, so Brehm. Knappheiten sind insbesondere bei Metallen, Kunststoffen und Halbleiterbauteilen zu beobachten.

Der weltweite Wachstumstrend ist weiterhin intakt. Seit 2010 ist der Markt um durchschnittlich 5 % gewachsen. „Nach einem coronabedingten Rückgang im vergangenen und der kräftigen Erholung in diesem Jahr dürfte es 2022 weiter aufwärts gehen. Wir gehen sogar von einem überdurchschnittlichen Wachstum aus.“ Die langfristigen Entwicklungstrends für die Automation, insbesondere die Anforderungen an einen wirkungsvollen Klimaschutz und die voranschreitende Digitalisierung der Fabriken und Lieferketten seien weiterhin vorhanden.

Weitere Informationen gibt es unter www.zvei.org.

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