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Zahl der angestellten Security-Fachkräfte 2024 enorm gestiegen

Die Zahl der in Deutschland beschäftigten Security-Fachkräfte ist im Vergleich zum Vorjahr um 38 % gestiegen. Deutschland gehört damit zu jenen Ländern der G7-Volkswirtschaften, die den höchsten Anstieg verzeichnen. Nur Kanada weist mit 40 % ein höheres Wachstum auf. Danach folgen Frankreich mit 37 %, Großbritannien und Japan mit jeweils 32 % sowie die USA mit 26 %. Das sind die Ergebnisse einer neuen Studie der Personalberatungsfirma Keller West, die auf die Rekrutierung von IT-Fach- und Führungskräften spezialisiert ist.

von | 02.12.24

86 % der deutschen Fachkräfte für Cybersicherheit sind männlich, lediglich 14 % sind weiblich.

Die Zahl der in Deutschland beschäftigten Security-Fachkräfte ist im Vergleich zum Vorjahr um 38 % gestiegen. Deutschland gehört damit zu jenen Ländern der G7-Volkswirtschaften, die den höchsten Anstieg verzeichnen. Nur Kanada weist mit 40 % ein höheres Wachstum auf. Danach folgen Frankreich mit 37 %, Großbritannien und Japan mit jeweils 32 % sowie die USA mit 26 %. Das sind die Ergebnisse einer neuen Studie der Personalberatungsfirma Keller West, die auf die Rekrutierung von IT-Fach- und Führungskräften spezialisiert ist.

Security-Fachkräfte verzweifelt gesucht

Deutschland leidet derzeit unter einem akuten Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften, wobei Cybersicherheit das am stärksten nachgefragte Kompetenzfeld ist: Mehr als 70 % der Unternehmen geben an, dass in diesem Bereich qualifizierte Fachkräfte fehlen. Die aktuelle Studie legt zudem offen, welche Positionen in der Cybersicherheit am häufigsten besetzt wurden: Security Engineer (37 %), IT Security Specialist (15 %), Cybersecurity Consultant (13 %) und CISO (13 %).

Ungleichgewicht der Geschlechter bei Security-Fachkräften

Unternehmen fordern eine stärkere Beteiligung von Frauen in der IT-Branche, damit die benötigten technologischen Kompetenzen besser entwickelt werden können und Deutschland im globalen Wettbewerb bestehen kann. Wie gewaltig diese Aufgabe ist, zeigen die im Rahmen der Studie erfassten Daten aus dem Bereich Cybersicherheit: 86 % der deutschen Fachkräfte für Cybersicherheit sind männlich, lediglich 14 % sind weiblich. Dieses Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern ist in verschiedenen Berufsrollen unterschiedlich ausgeprägt, fällt aber insgesamt sehr deutlich aus: 19 % der Berater für Cybersicherheit sind Frauen. Im Vergleich dazu sind nur 8 % in der Rolle eines Chief Information Security Officers (CISO) tätig. In anderen G7-Volkswirtschaften sieht es kaum besser aus – der Anteil weiblicher Fachkräfte für Cybersicherheit liegt in Italien bei 25 %, in Kanada bei 21 %, in den USA bei 19 % und in UK bei 18 %.

René Lebrun, Head of DACH bei Keller West Deutschland, erklärt: „Mehr Frauen für Karrieren in IT und Cybersicherheit zu gewinnen, würde einen großen Beitrag zur Linderung des Fachkräftemangels in der Branche leisten. Es muss mehr unternommen werden, um junge Frauen frühzeitig für einen Berufseinstieg im Technologiebereich zu begeistern. Es sollte vermittelt werden, dass eine Karriere in der IT oder Cybersecurity eine zukunftsfähige und lohnende Option sein kann.“

Hohe Personalflukuation ist großes Hindernis

Die Personalfluktuation, die in einigen Branchen besonders gravierend ist, ist ebenfalls ein Hindenis, wenn es darum geht, dass Unternehmen über ausreichend IT-Fachkräfte verfügen: 37 % der in der Fertigungsindustrie beschäftigten Experten für Cybersicherheit haben im letzten Jahr ihren Arbeitgeber gewechselt, in der IT- und Telekommunikationsbranche waren es 35 %. Andere Branchen waren weniger volatil: Im Bank- und Finanzsektor betrug die Fluktuationsrate 14 % und in der Automobilindustrie 10 %.

René Lebrun erläutert weiter: „Unternehmen, denen es gelingt, ausreichend Talente im Bereich Cybersicherheit zu rekrutieren, müssen auch ein wachsames Auge darauf haben, wie sie ihre neuen Mitarbeitenden langfristig motivieren, belohnen und binden können. Dazu gehören hochwertige Fortbildungsangebote und die Chance zur kontinuierlichen beruflichen Weiterentwicklung. Wichtig ist es auch, den Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, neue Fähigkeiten außerhalb ihrer festgelegten beruflichen Rolle zu erlernen. Die Zusammenarbeit mit externen Experten während des Rekrutierungsprozesses stellt sicher, dass die Fähigkeiten der neuen Mitarbeitenden auch tatsächlich den Anforderungen des Unternehmens und der ausgeschriebenen Stelle entsprechen. Auch das trägt zur Mitarbeiterbindung bei.“

Weitere Informationen gibt es unter www.kellerwest.com.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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