Generic filters
FS Logoi

Wasserstoff: Ineos investiert in grüne Projekte

Um dem Aufschwung von Wasserstoff zu unterstützen, möchte das Chemieunternehmen Ineos mehr als zwei Milliarden Euro in grüne Projekte investieren. Geplant sind demnach Elektrolyseprojekte zur Herstellung von kohlenstofffreiem Wasserstoff in ganz Europa. Am Standort Köln plant der Konzern den Bau eines 100-MW-Elektrolyseurs.

von | 08.11.21

Um dem Aufschwung von Wasserstoff zu unterstützen, möchte das Chemieunternehmen Ineos mehr als zwei Milliarden Euro in grüne Projekte investieren. Geplant sind demnach Elektrolyseprojekte zur Herstellung von kohlenstofffreiem Wasserstoff in ganz Europa. Am Standort Köln plant der Konzern den Bau eines 100-MW-Elektrolyseurs.

Investition in Elektrolyseure für grünen Wasserstoff

Über seine Tochtergesellschaft Inovyn ist Ineos bereits Europas größter Betreiber von Elektrolyseanlagen. Außerdem verfügt das Unternehmen über umfangreiche Erfahrungen in der Speicherung und Handhabung von diesem Medium. Geir Tuft, CEO von Inovyn sieht Ineos „in einer einzigartigen Position, eine führende Rolle bei der Entwicklung dieser neuen Möglichkeiten zu spielen“. Rückenwind erhofft sich Tuft durch die aufkommende Nachfrage nach erschwinglichen, kohlenstoffarmen Energiequellen. Der Konzern hat nun angekündigt, europaweit mehr als zwei Milliarden Euro in neue Elektrolyseure für grünen Wasserstoff investieren zu wollen. Die erste Anlage, die gebaut werden soll, wird ein 20-MW-Elektrolyseur sein, der durch die Elektrolyse von Wasser sauberen Wasserstoff erzeugt und mit kohlenstofffreiem Strom in Norwegen betrieben wird. Das Projekt soll den CO2-Fußabdruck des Standort Rafnes verringern. Dieser Standort soll als Drehscheibe für die Bereitstellung von Wasserstoff für den norwegischen Verkehrssektor fungieren.

Große Elektrolyseanlage in Deutschland geplant

In Deutschland plant Ineos den Bau einer größeren 100-MW-Elektrolyseanlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff am Standort Köln. Der Wasserstoff aus dieser Anlage wird für die Produktion von grünem Ammoniak verwendet. Das gesamte Projekt werde zu einer Verringerung der Kohlenstoffemissionen in Köln um mehr als 120.000 Tonnen pro Jahr führen, teilte das Unternehmen mit. Als zweitgrößtes chemisches Produkt weltweit könnte die Umstellung auf eine grüne Ammoniakproduktion eine Reduzierung von fast einem Prozent der globalen Treibhausgase pro Jahr ermöglichen.

Produzierter Wasserstoff wird für lokale Prozesse verwendet

Das Vorhaben soll soll auch Möglichkeiten zur Entwicklung von E-Fuels durch Power-to-Methanol-Anwendungen im industriellen Maßstab eröffnen. Darüber hinaus soll der Wasserstoff für weitere Prozesse am Standort, für den Chemieparkbetreiber Currenta – der auch wichtige Infrastruktur für das Projekt bereitstellen wird – und für andere Unternehmen in der Region zur Verfügung gestellt werden, um die lokale Nachhaltigkeitsagenda zu unterstützen. Das Projekt hat bereits die erste Auswahlphase des IPCEI-Prozesses (Important Projects of Common European Interest) erfolgreich bestanden. Der Konzern entwickelt weitere Projekte in Belgien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich und erwartet die Bekanntgabe weiterer Partnerschaften mit führenden Organisationen, die an der Entwicklung neuer Wasserstoffanwendungen beteiligt sind. Ineos beabsichtigt zudem, eng mit den europäischen Regierungen zusammenzuarbeiten, um die Schaffung der notwendigen Infrastruktur sicherzustellen und so die wichtige Rolle von Wasserstoff in der neuen grünen Wirtschaft zu erleichtern.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

INEOS verfügt über Kompetenz in der Herstellung, dem Transport, der Lagerung und der Handhabung von Wasserstoff. (Foto: Ineos)

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Safety: Neue VDI-Richtlinie reduziert Komplexität
Safety: Neue VDI-Richtlinie reduziert Komplexität

Die Anforderungen an funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie gelten als komplex, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Mit der VDI/VDE 2180 Blatt 5 E liegt nun laut VDI ein Ansatz vor, der genau diese Hürde senkt. Die Richtlinie beschreibt ein kompaktes, leicht nachvollziehbares Vorgehen, das Unternehmen bei der Einhaltung von Störfall-, Betriebs- und Anlagenvorschriften unterstützt.

mehr lesen
Chemie und Pharma: VCI meldet alarmierende Jahreszahlen
Chemie und Pharma: VCI meldet alarmierende Jahreszahlen

Deutschlands Industrie hat ein kraftraubendes Jahr hinter sich, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) auf seiner Jahresabschlusskonferenz bekanntgab. Auch die Lage von Chemie- und Pharmaunternehmen hat sich weiter verschärft. „Die Industrie funkt SOS. 2025 war für unsere Branche erneut sehr schwierig und der Blick nach vorn wird nicht rosiger“, erklärte VCI-Präsident Markus Steilemann.

mehr lesen
Endress+Hauser: Umfassende Veränderungen im Executive Board
Endress+Hauser: Umfassende Veränderungen im Executive Board

Endress+Hauser hat drei neue Mitglieder in das Executive Board berufen: Dr. Mirko Lehmann, Prof. Dr.-Ing. Katja Windt und Helena Svensson. Mit den anstehenden Ruheständen des Chief Operating Officer (COO) Dr. Andreas Mayr und des Chief Information Officer (CIO) Pieter de Koning im Jahr 2026 ordnet das Unternehmen die Zuständigkeiten seiner Geschäftsführung neu.

mehr lesen
Siegfried Russwurm wird neuer acatech-Präsident
Siegfried Russwurm wird neuer acatech-Präsident

Das acatech-Präsidium hat am 25. November 2025 Siegfried Russwurm einstimmig zum neuen Präsidenten der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften gewählt. Er übernimmt das Amt am 1. April 2026 von Thomas Weber und bildet laut einer Pressemeldung gemeinsam mit der amtierenden Präsidentin Claudia Eckert die neue Doppelspitze.

mehr lesen
„Wir müssen die Prozessautomatisierung weiter strategisch voranbringen“
„Wir müssen die Prozessautomatisierung weiter strategisch voranbringen“

Warum die digitale Transformation der Prozessautomatisierung an Fahrt gewinnt, wo 2026 Wachstum entsteht und welche Rolle Cyber Security, sicherer Datenverkehr und neue Infrastrukturstandards künftig spielen – darüber spricht der wiedergewählte Vorsitzende des ZVEI-Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung, Axel Lorenz, im Interview.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03