2 Min. Lesezeit

Startups: Jedes dritte Unternehmen sucht die Nähe

Etablierte Unternehmen haben oft hervorragende Marktkenntnisse und eingeführte Produkte, aber häufig fehlen ihnen Erfahrungen mit neuesten digitalen Technologien oder innovativen Geschäftsmodellen. Jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) in Deutschland arbeitet deshalb mit Tech-Startups zusammen.

von | 17.04.25

Startups: Hürden für eine Zusammenarbeit sind fehlendes Geld, fehlende Kontakte und fehlende Ideen.
Quelle: Bitkom
Startups

11 Prozent entwickeln bei der Zusammenarbeit neue Produkte oder Dienstleistungen. 3 Prozent sind finanziell an Startups beteiligt und 2 Prozent haben aus dem eigenen Unternehmen heraus selbst Startups gegründet.

Unternehmen zufrieden

Am häufigsten (23 Prozent) sind aber lockere Kooperationen, etwa bei Gründerwettbewerbern. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung* von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

„Es gibt einen einfachen Weg, die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft zu beschleunigen: mehr Zusammenarbeit zwischen Startups und etablierten Unternehmen. Insbesondere der für Deutschland immens wichtige Mittelstand würde davon profitieren“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Zugleich stärken Kooperationen die Startups, verschaffen ihnen besseren Zugang zum Markt und machen Deutschland als Startup-Standort interessanterer.“

So gut wie alle Unternehmen, die mit Jungunternehmen zusammenarbeiten, sind mit den Ergebnissen zufrieden.

46 Prozent sagen, die Erwartungen seien voll und ganz erfüllt worden. Bei 47 Prozent sind sie eher erfüllt worden – und bei 5 Prozent sind sie übertroffen worden. Praktisch kein Unternehmen äußerte sich enttäuscht oder unzufrieden über die Kooperation.

Fragt man jene Unternehmen, die nicht mit Startups kooperieren, nach den Gründen für diese Distanz, so sagen 45 Prozent, dass es dafür kein Budget gibt.

44 Prozent haben schlicht keinen Kontakt zu Jungunternehmen. 42 Prozent fehlt es an einem konkreten Projekt und 38 Prozent haben keine Zeit.

Vom Austausch profitieren

Jeweils rund ein Viertel erkennt keinen Mehrwert in einer Zusammenarbeit mit Jungunternehmen (25 Prozent) oder betrachtet Startups nicht als Partner, sondern als Konkurrenten (28 Prozent).

Wintergerst: „Die meisten Unternehmen würden von einem Austausch mit Startups profitieren. Der dafür notwendige Aufwand an Zeit und Geld ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens.“

*Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchführte. Zeitraum der Befragung: von KW 2 bis KW 7 2025 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Gestellte Fragen: „Wie würden Sie das Verhältnis Ihres Unternehmens zu Startups beschreiben?“, „Warum arbeitet Ihr Unternehmen nicht mit Startups zusammen?“ und „Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit insgesamt?“ 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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