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Start-ups: Mehr Unterstützung für Ausgründungen gefordert

In Deutschland wird es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unnötig schwer gemacht, auf Basis ihrer Forschungen ein Start-up zu gründen kritisiert der Digitalverband Bitkom. Es fehle an Anreizen für Hochschulen, Ausgründungen zu unterstützen, Patent- und Lizenzverhandlungen verzögern den Gründungsprozess und es mangele an finanzieller Unterstützung gerade für kapitalintensive Tech-Startups. Darauf hat der Digitalverband Bitkom in einem jetzt […]

von | 05.11.21

Start-up_Bitkom

In Deutschland wird es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unnötig schwer gemacht, auf Basis ihrer Forschungen ein Start-up zu gründen kritisiert der Digitalverband Bitkom. Es fehle an Anreizen für Hochschulen, Ausgründungen zu unterstützen, Patent- und Lizenzverhandlungen verzögern den Gründungsprozess und es mangele an finanzieller Unterstützung gerade für kapitalintensive Tech-Startups. Darauf hat der Digitalverband Bitkom in einem jetzt veröffentlichten Positionspapier hingewiesen.

Strart-up-Gründungen nicht dem Zufall überlassen

„Spitzenforschung muss sich auch in Spitzengründungen niederschlagen. Deutschland sollte bei der Startup-Förderung seine Stärken nutzen, und dazu gehören zweifellos eine hervorragende Forschungslandschaft und einige der weltweit klügsten Köpfe in vielen Wissenschaftsdisziplinen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen dürfen nicht weiter dem Zufall überlassen oder sogar behindert werden, sondern müssen verstärkt gefördert werden. Hier sind die neue Bundesregierung ebenso wie die Landesregierungen gefordert.“

Vorschlag: Alternative Gründungsmodelle wie ein Gründungssemester

Konkret schlägt Bitkom unter anderem vor, in Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Erfolgsmessung neben etablierten akademischen Kennzahlen auch Start-up-Gründungen und deren Begleitung durch Professorinnen und Professoren zu berücksichtigen. Zudem sollte die Grundlage für alternative Gründungsmodelle wie ein Gründungssemester geschaffen werden. Häufig fehlt es aber nicht nur an Unterstützung für Ausgründungen, sie werden teils auch aktiv behindert. So liegen die für das Startup notwendigen Patente häufig bei den Forschungseinrichtungen, was zu langwierigen Verhandlungen, Handlungsunfähigkeit der Startups und somit Schwierigkeiten bei der Suche nach Kapitalgebern führt. Bitkom empfiehlt daher die Bereitstellung von transparenten und standardisierten Lizenzverträgen sowie die Entwicklung von Anreizen für Hochschulen, Startups Kaufangebote für Patente zu unterbreiten.

Darüber hinaus plädiert Bitkom für den Ausbau von Netzwerken für Gründerinnen und Gründer, die aus der Wissenschaft kommen, und den Ausbau von finanzieller Unterstützung an, etwa durch die Entbürokratisierung bei der Einwerbung von notwendigen Forschungsmitteln.

Kostenfreies Positionspapier zum Download

Alle Bitkom-Vorschläge sind im Positionspapier „8 Punkte für mehr Ausgründungen aus der Wissenschaft“ nachzulesen, das hier online zur Verfügung steht: www.bitkom.org.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Konkret schlägt Bitkom unter anderem vor, in Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Erfolgsmessung neben etablierten akademischen Kennzahlen auch Ausgründungen und deren Begleitung durch Professorinnen und Professoren zu berücksichtigen.

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