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Sensorik und Messtechnik: Leichter Aufwärtstrend bei Umsatz und Auftragslage

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. hat seine Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung 2025 befragt. Die Ergebnisse zeigen eine moderate Erholung der Branche nach den rückläufigen Umsätzen des Vorjahres. Zudem rücken Themen wie Cyber‑Resilienz und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit stärker in den Mittelpunkt.

von | 02.04.26

Die wirtschaftliche Lage der AMA‑Mitglieder festigte sich zum Jahresende moderat.
Foto: xiaoliangge - stock-adobe.com

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. hat seine Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung 2025 befragt. Die Ergebnisse zeigen eine moderate Erholung der Branche nach den rückläufigen Umsätzen des Vorjahres. Zudem rücken Themen wie Cyber‑Resilienz und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit stärker in den Mittelpunkt.

Wirtschaftliche Lage der Sensorik und Messtechnik verbessert sich

Die Unternehmen der Sensorik‑ und Messtechnikbranche erzielten im vierten Quartal 2025 ein Umsatzplus von einem Prozent gegenüber dem Vorquartal (Q3 2025). Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q4 2024) stiegen die Umsätze um 11 %. Damit festigte sich die wirtschaftliche Lage der AMA‑Mitglieder zum Jahresende moderat.

Die Auftragseingänge entwickelten sich leicht positiv mit einem Plus von 2 %. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book‑to‑Bill‑Ratio) lag bei 0,96, was eine verhaltene, aber stetige Nachfrage signalisiert. Kurzarbeit spielte im vierten Quartal praktisch keine Rolle, ein positives Signal für die Beschäftigungslage der Branche.

Der Exportanteil der Branche lag 2025 bei 50 %. 31 % davon entfielen auf Exporte innerhalb Europas, das weiterhin eine zentrale Absatzregion darstellt. Viele Unternehmen konzentrieren sich derzeit auf die Konsolidierung bestehender Märkte und den Ausbau neuer Partnerschaften.

Strategische Relevanz Indiens steigt

Im Kontext der laufenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien wurde erstmals die strategische Relevanz des indischen Marktes für die Branche erhoben.Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Knapp die Hälfte der befragten AMA Mitglieder (48 %) plant, bestehende Aktivitäten in Indien auszubauen. Weitere 19 % prüfen einen Markteintritt oder einen Ausbau des Engagements, während rund ein Viertel der Unternehmen aktuell keinen konkreten Handlungsbedarf sieht.

Damit gewinnt Indien für viele Unternehmen der Sensorik und Messtechnik an Bedeutung. Zeitgleich erfolgt die Bewertung mit Augenmaß, da Handels‑ und regulatorische Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle für zukünftige Investitionsentscheidungen spielen werden.

Ein Drittel sieht sich gut vorbereitet auf den CRA

In einer Zusatzfrage wurde erstmals die Vorbereitung auf den EU Cyber Resilience Act erhoben. 31 % der befragten Unternehmen gaben an, bereits gut vorbereitet zu sein. Ein weiteres Drittel (33 %) befindet sich in der Planungsphase, während ebenso viele derzeit noch keine konkreten Maßnahmen umgesetzt haben. Die Antworten verdeutlichen, dass die Branche die Bedeutung regulatorischer Anforderungen zunehmend erkennt, die Umsetzung befindet sich jedoch vielfach noch im Aufbau.

„Die Sensorik‑ und Messtechnikbranche hat sich 2025 moderat entwickelt“, sagt Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbands für Sensorik und Messtechnik. „Viele Mitgliedsunternehmen zeigen eine vorsichtige Zuversicht und arbeiten daran, sich auf die kommenden regulatorischen und technologischen Herausforderungen vorzubereiten. Der Fokus liegt klar auf Verlässlichkeit, Innovation und einer schrittweisen Stärkung der Cyber‑Resilienz.“

Weitere Informationen gibt es unter www.ama-sensorik.de.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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