3 Min. Lesezeit

Security: Unternehmen nutzen oft veraltete Netzwerkarchitekturen

Unternehmen treiben die Einführung von Zero Trust und Secure Access Service Edge (SASE) konsequent voran. Dabei stützen sie sich jedoch noch vielfach auf Netzwerkarchitekturen, die nicht für eine hybride Arbeitsweise und Cloud-Infrastrukturen konzipiert wurden. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Open Systems, einem führenden Anbieter von co-managed SASE-Lösungen.

von | 03.02.26

Die meisten SASE-Initiativen laufen weiterhin auf veralteten Netzwerkdesigns.
Foto: Tierney - stock-adobe.com

Unternehmen treiben die Einführung von Zero Trust und Secure Access Service Edge (SASE) konsequent voran. Dabei stützen sie sich jedoch noch vielfach auf Netzwerkarchitekturen, die nicht für eine hybride Arbeitsweise und Cloud-Infrastrukturen konzipiert wurden. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Open Systems, einem führenden Anbieter von co-managed SASE-Lösungen.

Operativer Druck auf IT-Abteilungen nimmt deutlich zu

Die Befragung von 206 IT- und Security-Verantwortlichen in der DACH-Region belegt, dass durch dieses Missverhältnis der operative Druck steigt: IT-Teams müssen Remote-Mitarbeitende, Cloud-Applikationen, Niederlassungen und On-premises-Systeme gleichzeitig absichern. So nennen 41 % der Befragten den sogenannten Policy Sprawl mittlerweile als größte operative Hürde. Integrationsprobleme (34 %), inkonsistente User Experience (34 %) und wachsende Komplexität prägen den Arbeitsalltag ebenfalls.

Gleichzeitig schreitet die Security-Transformation mit hoher Geschwindigkeit voran. Regulatorischer Druck durch NIS-2, DORA und weitere Vorgaben – bei gleichzeitiger Wahrung von Datenschutz und DSGVO – zwingt Organisationen dazu, Zugriffskontrollen und Transparenz zu modernisieren. Sieben von zehn der befragten Unternehmen sind bereits über klassische VPN-Modelle hinaus, doch nur 12 % verfügen über eine vollständig integrierte Zero-Trust-Architektur.

Die meisten SASE-Initiativen laufen auf veralteten Netzwerkdesigns

Die größte Überraschung der Studie: Nur 16 % der befragten Unternehmen haben ein softwaredefiniertes Wide Area Network (SD-WAN) implementiert. Damit laufen die meisten SASE-Initiativen weiterhin auf veralteten Netzwerkdesigns. Der Grund dafür ist auch, dass viele Organisationen die Transformation hin zu moderneren Netzwerkarchitekturen nicht allein bewältigen können – und das auch wissen. 58 % der Befragten bevorzugen laut Umfrage daher ein co-managed SASE-Modell, das interne Kontrolle mit 24×7 Expertenbetrieb kombiniert. Auch die Erwartungen an KI sind pragmatisch: Fast die Hälfte setzt auf Unterstützung bei Monitoring, Anomalieerkennung und Ticket-Automatisierung – allerdings nicht, um dem Hype zu folgen, sondern um messbare operative Entlastung zu erhalten.

In der Industrie verschieben sich die Prioritäten unterdessen klar in Richtung Verfügbarkeit. 63 % der OT-Verantwortlichen nennen den Schutz kritischer Maschinen und Systeme als oberste Priorität für 2026, gefolgt von Zugriffssteuerung für Lieferanten und Operatoren (28 %) sowie kontinuierlichem Monitoring und Audit-Readiness (26 %).

„Unternehmen wollen die Vorteile von Zero Trust und SASE, versuchen aber häufig, moderne Security auf der Netzwerkarchitektur von gestern zu betreiben“, erklärt Stefan Keller, Chief Product Manager bei Open Systems. „Für Performance, Transparenz und Konsistenz müssen sich Netzwerk- und Security-Architektur allerdings gemeinsam weiterentwickeln. Die Botschaft der Daten aus unserer Umfrage ist dahingehend eindeutig: Unternehmen sind bereit für Zero Trust, bereit für SASE – benötigen jedoch jetzt das passende Netzwerk-Fundament, das diese Konzepte auch zuverlässig trägt. Dabei hilft ein co-managed Modell, das Netzwerk- und Security-Betrieb zusammenführt.“

Wie Open Systems co-managed SASE und Zero Trust als ganzheitliche Transformation mit abgestimmter Netzwerk- und Security-Architektur für bessere Performance, vereinfachte Abläufe und maximalen ROI durch transparenten 24×7 Support umsetzt, zeigt eine Demo des Unternehmens:

Zur Demo

Weitere Informationen gibt es unter www.open-systems.com.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Cybersicherheit im Mittelstand: KI verschärft die Bedrohungslage
Cybersicherheit im Mittelstand: KI verschärft die Bedrohungslage

KI-gestützte Phishing-Angriffe, steigende Ransomware-Zahlen und neue Schwachstellen durch vernetzte Systeme erhöhen die Sicherheitsanforderungen im Mittelstand. Das CYBERsicher Lagebild 2026 der Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand zeigt, wo Unternehmen besonders gefährdet sind und bei welchen Schutzmaßnahmen weiterhin Nachholbedarf besteht.

mehr lesen
HERMES AWARD 2027: Bewerbungphase für Industrieinnovationen gestartet
HERMES AWARD 2027: Bewerbungphase für Industrieinnovationen gestartet

Die Deutsche Messe AG hat die Bewerbungsphase für den HERMES AWARD und den HERMES STARTUP AWARD 2027 eröffnet. Aussteller der HANNOVER MESSE können ihre technologischen Entwicklungen bis zum 5. Februar 2027 einreichen. Im Mittelpunkt der Bewertung stehen Innovationsgrad, industrieller Nutzen, Wirtschaftlichkeit und Marktreife.

mehr lesen
Tarifabschluss Chemie 2026: Höhere Mindestbezüge für Fach- und Führungskräfte
Tarifabschluss Chemie 2026: Höhere Mindestbezüge für Fach- und Führungskräfte

Der VAA und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) haben sich auf höhere tarifliche Mindestjahresbezüge für akademisch qualifizierte Fach- und Führungskräfte verständigt. Nach einer ausgebliebenen Erhöhung im Vorjahr steigen die Mindestbezüge 2026. Darüber hinaus wollen die Tarifpartner ihre Zusammenarbeit bei der Transformation der Chemie- und Pharmaindustrie intensivieren.

mehr lesen
VDI-ChemCar-Wettbewerb 2026: Indonesisches Team holt den Sieg
VDI-ChemCar-Wettbewerb 2026: Indonesisches Team holt den Sieg

Beim 20. VDI-ChemCar-Wettbewerb in Bayreuth hat sich das indonesische Team „Reactics Jayantaka“ knapp gegen vier deutsche Hochschulteams durchgesetzt. Die Studierenden mussten ihre chemisch angetriebenen Modellfahrzeuge möglichst präzise über eine zuvor ausgeloste Distanz steuern. Der Wettbewerb fand am 23. September 2026 im Rahmen der Konferenz „Electrochemistry“ statt.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatisierung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03