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Nachhaltigkeit: Top 100 zeigt die Vorreiter-Firmen der Dekarbonisierung

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Autor: Jonas Völker

Nachhaltigkeit: Top 100 zeigt die Vorreiter-Firmen der Dekarbonisierung

Die Welt wird dekarbonisiert. Der Schlüssel dazu ist die Elektrifizierung wesentlicher Aspekte unserer Volkswirtschaften – Stromerzeugung, Heizung und Kühlung sowie Transport – und die Sicherstellung, dass der Strom, mit dem diese Sektoren betrieben werden, kohlenstofffrei und erneuerbar ist. Das Global 100 Ranking von Corporate Knights zeigt nun, welche Unternehmen sich bei der Dekarbonisierung besonders hervorgetan haben. Darunter sind auch sieben deutsche Firmen, Spitzenreiter ist Schneider Electric.

Nachhaltigkeit: Zwei Seiten der Medaille

In den letzten 20 Jahren hat sich Schneider Electric laut Corporate Knights von der Hochspannungsstromverteilung wegbewegt und sich auf Rechenzentren, dezentrale Stromverteilung (einschließlich netzunabhängiger Solarspeicher) und intelligente Lösungen konzentriert, um die Welt elektrischer, energieeffizienter, erneuerbarer und digitaler zu machen. “Es begann damit, dass der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan die Global Compact Prinzipien zur Nachhaltigkeit einführte”, sagt Gilles Vermot Desroches, Senior Vice-President für nachhaltige Entwicklung und Strategie. “Wir waren eines der ersten Unternehmen, das diese Prinzipien unterstützte und unsere Lieferanten aufforderte, nachhaltiger zu arbeiten.”

“Es gibt zwei Seiten der Medaille der Nachhaltigkeit”, fügt er hinzu. “Wir wollen in unserem eigenen Betrieb und Ökosystem mit gutem Beispiel vorangehen, und wir arbeiten daran, Teil der Lösung für unsere Kunden zu sein. Nachhaltigkeit verbessert die Leistung, die Innovation und unsere Attraktivität als Arbeitsplatz. Es schafft Werte.”

120 Mio. Tonnen CO2 für Kunden einsparen

Neben der Senkung der eigenen Emissionen um 250.000 Tonnen CO2 in 24 Monaten durch die Umstellung auf erneuerbare Energien soll das Unternehmen mit seinem Angebot an energieeffizienten Technologien und Dienstleistungen bis Ende 2020 120 Millionen Tonnen CO2 für seine Kunden einsparen. Unter anderem deshalb hat sich Schneider Electric den ersten Platz im Corporate Knights Rankingverdient. Das Unternehmen erwirtschaftet 70 % seines Umsatzes mit nachhaltigen Lösungen, während 73 % seiner Investitionen in nachhaltige Lösungen fließen. Auch in den Bereichen Rassen- und Geschlechtervielfalt sowie Ressourcenproduktivität und Sicherheit hat das Unternehmen stark abgeschnitten.

Das Unternehmen ist, trotz Wurzeln, die mehr als 180 Jahre zurückreichen, in vielerlei Hinsicht ein Produkt des digitalen Zeitalters. “Zu Beginn des Internets bestand die große Anstrengung darin, sieben Milliarden Menschen zu verbinden. Heute verbinden sich jede Sekunde 300 neue Assets mit dem Internet. Es gibt jetzt mehr als 60 Milliarden Anlagen, die mit Menschen und untereinander kommunizieren können, um die Dinge effizienter zu gestalten”, so Vermot Desroches. Einfache, aber effektive Beispiele dafür sind Steuerungen, die sicherstellen, dass “wenn Sie nicht im Raum sind, das Licht nicht angelassen wird. Wenn Sie nicht im Gebäude sind, wird die Heizung heruntergedreht.”

Covid-19 verstärkt sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit

Obwohl der geschäftliche Schwerpunkt von Schneider auf der sauberen Energiewende liegt, hat sein Ansatz auch einen bedeutenden sozialen Aspekt, der durch die Pandemie noch verstärkt wurde. “Wir haben während der COVID viel über unseren Einfluss als Unternehmen gelernt. Diese Krise wäre 2010 ganz anders verlaufen, wenn wir nicht all die Vorteile genutzt hätten, die die Digitalisierung mit sich gebracht hat – von der sicheren Energieversorgung von Krankenhäusern bis hin zur Möglichkeit, geschäftliche und persönliche Beziehungen online zu verwalten.”

Im Zentrum der Bemühungen des Unternehmens stehe eine Verlagerung vom Shareholder Value zur Betonung des Stakeholder Value, sagt Vermot Desroches. “Wenn wir weiterhin führend sein wollen, müssen wir mit unseren Stakeholdern zusammenarbeiten, einschließlich unserer Lieferanten. Wir fordern alle unsere Tier-1-Lieferanten auf, ihre Emissionen um 50 % zu senken. Wir fordern sie auf, die Menschenrechte zu respektieren.” Ein wichtiger Schritt im Jahr 2017 war es außerdem, “eine Brücke zwischen unseren KPIs und den Sustainable Development Goals zu schlagen”, fügt er hinzu. Zu diesen KPIs gehört es, die grünen Einnahmen auf 80 % zu steigern, 50 Millionen Menschen Zugang zu grüner Energie zu verschaffen und eine Million unterprivilegierte Menschen im Energiemanagement zu schulen.

Sieben deutsche Firmen unter den Top 100 der nachhaltigsten Unternehmen

Ins Global 100 Ranking von Corporate Knights haben es darüber hinaus auch sieben deutsche Unternehmen geschafft. Am höchsten platziert ist die Osram Licht AG (Platz 23), dicht gefolgt von Siemens (Platz 25). In den Top 50 findet sich außerdem die Allianz SE (Platz 49). Die Commerzbank (Platz 67), Adidas (Platz 76), SAP (Platz 84) und Henkel (Platz 88) sind die weiteren deutschern Vertreter der Rangliste. Insgesamt kommen rund die Hälfte (46) der 100 Unternehmen aus Europa und Großbritannien, 33 Firmen haben Ihren Stammsitz in den USA. Asien (16), Australien (2), Südamerika (2) und Afrika (1) rangieren dahinter.

Die vollständige Rangliste steht Ihnen auf der Website der Corporate Knights zur Verfügung. Dort finden Sie auch Informationen zum Ranking-Prozess und wie die Rangliste zustande kommt.

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