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Industrial AI: Siemens und NVIDIA bauen Partnerschaft aus

Siemens und NVIDIA haben eine Erweiterung ihrer strategischen Partnerschaft bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Künstliche Intelligenz (KI) systematisch entlang der industriellen Wertschöpfungskette einzusetzen – von Design und Engineering über Fertigung, Betrieb und Instandhaltung bis hin zu Lieferketten. Die Kooperation umfasst die gemeinsame Entwicklung KI-gestützter industrieller Lösungen sowie die gegenseitige Nutzung technologischer Innovationen zur Optimierung der eigenen Betriebsabläufe.

von | 09.01.26

Jensen Huang (re.), Gründer und CEO von NVIDIA, und Roland Busch (li.), Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG erweitern ihre Partnerschaft.

Siemens und NVIDIA haben eine Erweiterung ihrer strategischen Partnerschaft bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Künstliche Intelligenz (KI) systematisch entlang der industriellen Wertschöpfungskette einzusetzen – von Design und Engineering über Fertigung, Betrieb und Instandhaltung bis hin zu Lieferketten. Die Kooperation umfasst die gemeinsame Entwicklung KI-gestützter industrieller Lösungen sowie die gegenseitige Nutzung technologischer Innovationen zur Optimierung der eigenen Betriebsabläufe.

KI-gestützte Lösungen über den gesamten industriellen Lebenszyklus

Siemens und NVIDIA planen, ein KI-beschleunigtes Portfolio für industrielle Anwendungen aufzubauen. Dieses umfasst unter anderem Simulation, elektronische Design-Automatisierung (EDA), adaptive Fertigung sowie Anwendungen für Produktions- und Lieferkettenprozesse. NVIDIA bringt dafür KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken, Modelle und Frameworks ein, während Siemens industrielle Software, Automatisierungstechnik sowie Fachwissen im Bereich Industrie- und Produktionssysteme beisteuert.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung digitaler Zwillinge. Durch die Kombination softwaredefinierter Automatisierung, industrieller Betriebssoftware und NVIDIA-Omniverse-Technologien sollen Produktionsumgebungen kontinuierlich analysiert, virtuell getestet und optimierte Prozesse in den laufenden Betrieb überführt werden.

Als erster Referenzstandort für eine vollständig KI-gestützte adaptive Produktion ist ab 2026 das Siemens-Gerätewerk in Erlangen vorgesehen. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen als Blaupause für weitere Standorte dienen.

Beschleunigte Simulation und generative Modelle

Im Rahmen der Partnerschaft wird Siemens die GPU-Beschleunigung seines Simulationsportfolios weiter ausbauen und die Unterstützung für NVIDIA-CUDA-X-Bibliotheken sowie KI-basierte Physikmodelle erweitern. Ziel ist es, größere und komplexere Simulationen in kürzerer Zeit auszuführen.

Darauf aufbauend planen beide Unternehmen den Einsatz generativer Simulationsansätze, unter anderem mit NVIDIA PhysicsNeMo. Diese sollen autonome digitale Zwillinge ermöglichen, die Engineering-Designs in Echtzeit unterstützen und Optimierungsprozesse automatisieren.

Elektronische Design-Automatisierung für Halbleiter und KI-Infrastrukturen

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der elektronischen Design-Automatisierung. Siemens wird GPU-Beschleunigung, CUDA-X-Bibliotheken und KI-Modelle in sein EDA-Portfolio integrieren, insbesondere in den Bereichen Verifikation, Layout und Prozessoptimierung.

Ergänzend sind KI-gestützte Funktionen wie Layoutunterstützung, Debugging und Schaltungsoptimierung vorgesehen. Diese sollen Entwicklungszyklen verkürzen, die Fertigungsqualität unterstützen und die Übertragbarkeit von Designs in die industrielle Produktion verbessern.

Blaupause für die nächste Generation von AI Factories

Siemens und NVIDIA entwickeln gemeinsam eine standardisierte Blaupause für sogenannte AI Factories. Diese soll Anforderungen an Rechenleistung, Energieversorgung, Kühlung und Automatisierung berücksichtigen und den gesamten Lebenszyklus von der Planung über den Bau bis zum Betrieb abdecken.

Dabei werden NVIDIAs KI-Plattformen und Simulationsbibliotheken mit Siemens’ Kompetenzen in Energieinfrastruktur, Elektrifizierung, Netzwerkintegration und Automatisierung kombiniert. Ziel ist es, industrielle KI-Infrastrukturen weltweit effizienter, skalierbarer und robuster bereitzustellen.

Gegenseitige Optimierung der eigenen Betriebsabläufe

Im Rahmen der erweiterten Partnerschaft wollen beide Unternehmen ihre eigenen Prozesse mithilfe der jeweiligen Technologien weiterentwickeln. NVIDIA prüft den Einsatz von Siemens-Lösungen zur Optimierung interner Abläufe, während Siemens gemeinsam mit NVIDIA an der Beschleunigung eigener Workloads und der Integration von KI-Funktionen in das eigene Portfolio arbeitet.

Durch diese wechselseitige Nutzung sollen praxisnahe Anwendungsbeispiele entstehen, die anschließend in größerem Maßstab für industrielle Kunden verfügbar gemacht werden können.

Weitere Informationen gibt es unter www.siemens.com.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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