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IDTA und Open Industry 4.0 Alliance kooperieren zukünftig enger

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Autor: Jonas Völker

IDTA und Open Industry 4.0 Alliance kooperieren zukünftig enger
Sowohl IDTA als auch OI4 verfolgen die Vision, dass unterschiedliche industrielle Systeme wie zum Beispiel Fertigungsmaschinen und Fabriksoftwarelösungen digital nahtlos zusammenwirken. Foto: Monopoly 919 - stock-adobe.com

Die Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) und die Open Industry 4.0 Alliance (OI4) haben eine Absichtserklärung zur engen Zusammenarbeit unterzeichnet. Das Ziel der Kooperation: basierend auf der Asset Administration Shell (AAS) die Digitalisierung in der Industrie weiter vorantreiben. Erste Kooperationsprojekte zeigen, wie sich die zwei Organisationen dabei ergänzen.

Digitale Interoperabilität kommt einen großen Schritt weiter

Sowohl IDTA als auch OI4 verfolgen die Vision, dass unterschiedliche industrielle Systeme wie zum Beispiel Fertigungsmaschinen und Fabriksoftwarelösungen digital nahtlos zusammenwirken – also interoperabel sind. Während die IDTA mit ihrem Fokus auf Definitionen die Basistechnologie in Form von Spezifikationen und standardisierten Teilmodellen dafür liefert, setzt die OI4 auf Basis dieser Definitionen auf und führt als Umsetzungsallianz mit ihren 92 Mitgliedern Implementierungsprojekte innerhalb des offenen Ökosystems durch, um so zu der durchgängigen Vernetzung von der Maschine bis zur Cloud beizutragen.

Gemeinsame Weiterentwicklung des Digitalen Zwillings

Die Asset Administration Shell (AAS) – auch bekannt als Verwaltungsschale – bildet die Grundlage für den Digitalen Zwilling und verbindet damit die physische Welt der Maschinen auf dem Shopfloor mit der Welt ihrer digitalen Abbildungen. Im Rahmen der Kooperation arbeiten IDTA und OI4 daran, den Digitalen Zwilling weiterzuentwickeln, damit er als offene und interoperable Lösung angewendet werden kann.

Die AAS-Infrastruktur ermöglicht diesen offenen Austausch sowohl auf technischer als auch auf semantischer Ebene. Durch die etablierten Standards entsteht ein offenes Ökosystem, das sich für industrielle Greenfield- und Brownfield-Anlagen eignet.

Synergieeffekte: Ohne standardisierte Spezifikationen keine interoperablen Konzepte

Mit ihren Mitgliedern aus der Elektroindustrie, dem Maschinenbau und der Softwareindustrie treibt die IDTA den Entwicklungsprozess der AAS entschieden voran, mit dem Ziel, sie für jedes Unternehmen international verfügbar zu machen. Technologische Grundlage der Open Industry 4.0 Alliance ist eine offene, auf RAMI 4.0 basierte Architektur, die auf den vier Bausteinen Device Connectivity, Edge, Operator Cloud und Cloud Central sowie einem entsprechend zugehörigen Dienstleistungsangebot beruht.

Eine der wichtigsten Eigenschaften der Architektur ist das Automatic Asset Onboarding durch alle vier Architekturschichten unter Verwendung offener Standardschnittstellen auf Basis der AAS. „Damit setzen wir in der OI4 auf eine Industrie-4.0-Schlüsseltechnologie“, sagt Michael Riester, Senior Enterprise Architect bei der Endress + Hauser Process Solutions GmbH, die ebenfalls Mitglied in beiden Organisationen ist. „Ergänzend dazu stellt die IDTA die notwendigen Spezifikationen bereit. Sie harmonisiert Teilmodelle und definiert Prozesse, Kriterien und Werkzeuge für den Digitalen Zwilling als Basis für die Sicherstellung der Interoperabilität in Multi Vendor Szenarien. Damit ist die IDTA von zentraler Bedeutung für den Erfolg der interoperablen Konzepte, die von der OI4 erarbeitet werden.“ Von den daraus resultierenden Synergieeffekten profitieren die Netzwerke beider Kooperationspartner.

Präsentation erster Kooperationsprojekte auf virtueller Hausmesse der OI4

Bereits 17 Pilot-Projekte aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen beider Organisationen sind gestartet, wie z. B. die Anbindung von Sensoren verschiedener Hersteller an die Cloud-Plattform von Endress+Hauser, die dank herstellerübergreifender AAS ein vollautomatisiertes Onboarding von Anlagen ermöglicht. Sie zeigen, wie sich die Konzepte von IDTA und OI4 in der Praxis ergänzen und technisch einfach implementieren lassen.

Am 26. und 27. Januar werden sie auf einer virtuellen Hausmesse der Open Industry 4.0 Alliance unter dem Motto „Connect to Open Implementation“ einem breiten Publikum aus der Industrie präsentiert.

 

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