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Hohe Erwartungen, wenig formale Rechte: KI-Verantwortliche brauchen Rückendeckung

An KI-Verantwortliche in deutschen Unternehmen werden hohe Erwartungen gestellt, strategisch, operativ und koordinierend. Was ihnen oft fehlt, sind weniger Kompetenzen, sondern formale Entscheidungsrechte. Das ist das zentrale Ergebnis des "NEXperts KI-Manager-Kompass 2026" , einer systematischen Studie zur Situation von KI-Verantwortlichen im deutschsprachigen Mittelstand. Befragt wurden 110 Personen mit explizitem KI-Bezug in ihrer Rolle, ergänzt durch 12 qualitative Tiefeninterviews. Die gesamte Studie steht zum kostenfreien Download bereit.

von | 19.05.26

Der Mittelstand braucht klare KI-Mandate, frühe Governance, definierte Entscheidungsrechte und Rückendeckung der Führungsebene.

An KI-Verantwortliche in deutschen Unternehmen werden hohe Erwartungen gestellt, strategisch, operativ und koordinierend. Was ihnen oft fehlt, sind weniger Kompetenzen, sondern formale Entscheidungsrechte. Das ist das zentrale Ergebnis des „NEXperts KI-Manager-Kompass 2026“ , einer systematischen Studie zur Situation von KI-Verantwortlichen im deutschsprachigen Mittelstand. Befragt
wurden 110 Personen mit explizitem KI-Bezug in ihrer Rolle, ergänzt durch 12 qualitative Tiefeninterviews. Die gesamte Studie steht zum kostenfreien Download bereit.

KI-Verantwortliche haben zu wenig Entscheidungsrechte

52 % der Befragten beschreiben sich als gesamtverantwortlich für KI in ihrem Unternehmen, 59 % verfügen über ein eigenes KI-Budget. Das klingt nach klarer Verankerung. Was die Studie jedoch
dahinter sichtbar macht: Formale Zuständigkeit bedeutet häufig noch kein echtes Entscheidungsmandat. Zuständig für alles zu sein, entscheiden darf aber jemand anderes – das ist kein Einzelfall, sondern eher ein Muster.

Besonders deutlich wird das im Rollenalltag: 55 % der KI-Verantwortlichen arbeiten strategisch steuernd, 42 % davon gleichzeitig operativ umsetzend. Dies deutet auf eine organisatorische Lücke hin, in der eine einzige Person Strategie, Umsetzung, Koordination und interne Übersetzungsarbeit trägt, aber ohne die formalen Befugnisse zu haben, die dafür wirklich nötig wären.

„Viele Unternehmen haben verstanden, dass KI relevant ist. Aber Relevanz ersetzt kein Mandat“, erklärt Armin Noack, Head of AI Transformation bei NEXperts. „Wo Entscheidungsrechte unscharf bleiben, wird KI schnell zum Zusatzjob.“

KI-Transformation erfordert Anpassung der eigenen Arbeits- und Entscheidungslogik

Die größten Lücken entstehen nicht erst im Betrieb, sondern bereits ganz am Anfang: 26 % der Befragten sehen die größte Unklarheit bei der Identifikation und Bewertung neuer KI-Ideen und Use Cases, weitere 26 % bei Datenzugang und Datenfreigabe. 23 % nennen ungeklärte Verantwortlichkeiten zwischen Fachbereichen, IT und Management als zentrales Problem. Und Governance wird in vielen Unternehmen erst dann nachgezogen, wenn die KI-Komplexität bereits gestiegen ist.

Auch kulturell zeigt die Studie ein klares Muster: 27 % nennen als größte Hürde, dass KI noch immer überwiegend als IT-Thema verstanden wird und nicht als Organisations- oder Führungsthema. Dabei sitzt der Widerstand laut Studie selten in der Belegschaft, sondern häufig im mittleren Management und in Führungsetagen, die KI zwar grundsätzlich befürworten, aber die eigene Arbeits- und Entscheidungslogik noch nicht wirklich angepasst haben. „Am Ende geht es bei KI-Transformation nicht um Technologie. Es geht um Menschen, die mit besseren Strukturen mehr bewegen können“, so Michael Quast, Geschäftsführer von NEXperts.ai.

Wege zum KI-Erfolg sind unklar

Die Studie misst die organisatorische KI-Reife anhand von vier Indizes: dem Vision Clarity Index (strategische Zielklarheit und Priorisierungsfähigkeit), dem Governance and Guidance Index (Entscheidungswege und Rollenklarheit), dem Change Maturity Index (Veränderungsreife und Führungsunterstützung) sowie dem Value Driven Index (Wirkungsorientierung und Erfolgsmessung). Auf einer sechsstufigen Skala erreicht der Vision Clarity Index mit 4,57 den höchsten Wert, gefolgt vom Change Maturity Index mit 4,45, dem Governance and Guidance Index mit 4,44 und dem Value Driven Index mit 4,43. Die Werte liegen also eng beieinander. Das steht für einen Markt, der sich bereits auf den Weg gemacht hat, aber organisatorisch noch nicht überall solide aufgestellt ist. Mit anderen Worten: Viele Unternehmen wissen schon, wo sie mit KI hinwollen, aber noch nicht, wie und ob sie wirklich ankommen.

Der Mittelstand braucht klare KI-Mandate, frühe Governance, definierte Entscheidungsrechte und eine Führung, die KI nicht nur genehmigt, sondern auch sichtbar trägt. Unternehmen, die diese Themen jetzt angehen, können einen strukturellen Vorsprung erreichen.

Die vollständige Studie steht zum kostenfreien Download bereit:

Zum Download

Weitere Informationen gibt es unter www.nexperts.ai.

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