Die HIMA Group hat ihr regionales Zentrum für Automatisierungstechnik in Perth erweitert. Der am 8. September 2026 offiziell eröffnete Standort soll Kunden in Australien und Neuseeland vor allem bei funktionaler Sicherheit, OT-Security und der Digitalisierung des Sicherheitslebenszyklus unterstützen. Dafür stehen zusätzliche Engineering-, Test- und Schulungskapazitäten zur Verfügung.
Automatisierungstechnik für sicherheitskritische Anwendungen
HIMA Australia betreut vom Standort Perth aus Kunden in Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea und Neukaledonien. Zu den Einsatzfeldern gehören LNG, Öl und Gas, Bergbau sowie der Bahnsektor. Das Leistungsspektrum reicht von Engineering und Beratung über Schulungen bis zu Wartung und Services entlang des Sicherheitslebenszyklus.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Safety Lifecycle Digitalization (SLD). Damit adressiert HIMA die Digitalisierung von Abläufen und Informationen, die über den Lebenszyklus sicherheitsgerichteter Systeme entstehen. Ergänzend beschäftigt sich das regionale Team mit der Modernisierung bestehender Sicherheitssysteme und mit OT-Security.
Engineering, Tests und Schulungen an einem Standort
Das neue regionale Zentrum umfasst 460 Quadratmeter im zentralen Geschäftsviertel von Perth. Neben Engineering- und Schulungsbereichen stehen dort Möglichkeiten für Functional Acceptance Tests (FAT) sowie Räume für die Zusammenarbeit mit Kunden zur Verfügung.
Teil des Standorts ist außerdem ein HIMA Experience Room. Dort können Anwendungen aus den Bereichen Safety Lifecycle Digitalization, hima360, Migration bestehender Systeme und SafeHMI demonstriert werden. Damit verbindet HIMA die Präsentation digitaler Lösungen mit Engineering- und Testaufgaben.
Funktionale Sicherheit und OT-Security im Fokus
Zur Eröffnung veranstaltete das Unternehmen ein Safety Symposium für Kunden und Geschäftspartner. Thematisch ging es um funktionale Sicherheit, OT-Security und die Digitalisierung des Sicherheitslebenszyklus. Vorgestellt wurden unter anderem Anwendungen für Turbomachinery Control und Burner Management Systems sowie SafeHMI und Funktionen der Engineering-Plattform SILworX.
Für Betreiber der Prozessindustrie ist insbesondere die Verbindung von Safety Engineering, Security und Lifecycle-Management relevant. Mit zunehmender Digitalisierung sicherheitskritischer Systeme müssen technische Änderungen, Engineering-Daten und Betriebsprozesse über längere Anlagenlebenszyklen beherrscht werden. Der Standort in Perth soll dafür regionale Engineering- und Servicekapazitäten bereitstellen.
HIMA Australia wächst seit mehr als zwei Jahrzehnten
HIMA Australia wurde 2003 gegründet und beschäftigt heute 25 Mitarbeitende. Nach Angaben des Unternehmens hat die Gesellschaft ihr Kerngeschäft zwischen 2017 und 2025 verdoppelt. Neben den etablierten Aktivitäten in LNG sowie Öl und Gas soll das Geschäft im Bergbau- und Bahnsektor weiter ausgebaut werden.
Weitere Arbeitsfelder sind die Digitalisierung, OT-Security und die Modernisierung sicherheitskritischer Infrastruktur. Mit den größeren Räumlichkeiten schafft HIMA dafür zusätzliche Kapazitäten für Engineering, Kundenschulungen und Tests in der Region Australien und Neuseeland.
Fazit
Mit dem Ausbau des Standorts in Perth stärkt HIMA seine regionale Präsenz für sicherheitsgerichtete Automatisierung. Für die Prozessindustrie ist dabei vor allem die Bündelung von funktionaler Sicherheit, OT-Security, Lifecycle-Digitalisierung sowie Engineering- und Testleistungen an einem Standort von Bedeutung.








