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Geringe Cloud-Reife bremst laut Studie KI-Potenziale

Der IT- und Technologiedienstleister NTT DATA hat die Studie „Cloud-led innovation in the era of AI: The new rules for driving value with cloud“ veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass lediglich 14 % der befragten Unternehmen einen hohen Reifegrad bei der Cloud-Nutzung erreicht haben – trotz einer Nutzung der Technologie über nahezu zwei Jahrzehnte hinweg.

von | 09.04.26

Aus Sicht des Unternehmens entwickelt sich die Verbreitung von KI schneller als die Cloud-Reife vieler Organisationen.
Foto: blackboard - stock-adobe.com

Der IT- und Technologiedienstleister NTT DATA hat die Studie „Cloud-led innovation in the era of AI: The new rules for driving value with cloud“ veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass lediglich 14 % der befragten Unternehmen einen hohen Reifegrad bei der Cloud-Nutzung erreicht haben – trotz einer Nutzung der Technologie über nahezu zwei Jahrzehnte hinweg.

Cloud: Spannungsfeld zwischen wachsender Bedeutung und zurückhaltenden Investitionen

Die Analyse basiert auf einer globalen Befragung von mehr als 2.300 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in 33 Ländern. Zentrales Ergebnis ist ein Spannungsfeld zwischen wachsender Bedeutung der Cloud für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz und gleichzeitig zurückhaltenden Investitionen. Zwar sehen 99 Prozent der Unternehmen einen steigenden Bedarf an Cloud-Investitionen durch KI, jedoch halten 88 Prozent ihre bisherigen Investitionen für unzureichend. Dies kann sich negativ auf Initiativen in den Bereichen KI, cloudbasierte Anwendungen und IT-Modernisierung auswirken.

Die Cloud wird von vielen Unternehmen als zentraler Innovationstreiber bewertet. Gleichzeitig zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Umsetzung: Weniger als die Hälfte der Befragten ist mit den bisherigen Fortschritten bei der Modernisierung zufrieden. Unternehmen mit fortgeschrittener Cloud-Reife („Cloud Leaders“) erzielen laut Studie stabilere Geschäftsergebnisse und sind besser positioniert, um KI-Potenziale zu nutzen.

Zentrale Handlungsfelder für die Cloud im KI-Zeitalter

Die Studie identifiziert sechs wesentliche Handlungsfelder zur Steigerung des geschäftlichen Nutzens der Cloud:

  1. Integration von Cloud- und KI-Strategien: Die Abstimmung zwischen Cloud- und KI-Initiativen ist häufig unzureichend. Gleichzeitig wird ein Mangel an KI-bezogenen Cloud-Kompetenzen festgestellt.
  2. Optimierung der Cloud-Architektur: Der Einsatz unterschiedlicher Cloud-Modelle (Public, Private, Hybrid, Sovereign) nimmt zu. Unternehmen erwarten insbesondere ein Wachstum im Bereich Private Cloud sowie eine deutliche Zunahme von Sovereign-Cloud-Lösungen.
  3. Modernisierung von Anwendungen und Datenplattformen:Legacy-Systeme werden von rund der Hälfte der Befragten als Hindernis für Innovation identifiziert. Entsprechend steht die Modernisierung im Fokus der kommenden Jahre.
  4. Plattformbasierte Ansätze: Steigende Komplexität und stagnierende Investitionen erhöhen den Bedarf an standardisierten, gemanagten Cloud-Plattformen. Gleichzeitig bleibt das Kostenmanagement eine zentrale Herausforderung.
  5. Neuausrichtung von KPIs: Der Einsatz von KI ermöglicht eine stärkere Orientierung an geschäftlichen Kennzahlen. Die Nutzung entsprechender Ansätze ist jedoch bislang uneinheitlich ausgeprägt.
  6. Stärkung der Cloud-Sicherheit: IT-Sicherheit gilt als wichtigste Investitionspriorität. Unternehmen mit hoher Cloud-Reife verfügen über klar definierte Verantwortlichkeiten und etablierte Audit-Strukturen.

Diese Handlungsfelder bilden laut NTT DATA einen Orientierungsrahmen, um im KI-getriebenen Umfeld nachhaltigen Mehrwert zu generieren.

KI verbreitet sich schneller als die Cloud-Fähigkeiten steigen

Aus Sicht des Unternehmens entwickelt sich die Verbreitung von KI schneller als die Cloud-Reife vieler Organisationen. Die Cloud fungiert dabei zunehmend als zentrale Plattform für den Einsatz von KI. Unternehmen, die ihre Cloud-Infrastruktur nicht konsequent weiterentwickeln, riskieren demnach, das Potenzial ihrer KI-Investitionen nur eingeschränkt auszuschöpfen.

Für die Untersuchung wurden Führungskräfte auf C-Level sowie weitere leitende Mitarbeitende aus verschiedenen Branchen befragt, darunter Technologie, Fertigung, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und Konsumgüter.

Die vollständige Studie kann kostenfrei heruntergeladen werden:

Zum Download

Weitere Informationen gibt es unter www.nttdata.com.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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