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Elektro- und Digitalindustrie: Auftragslage verbessert sich auch im Februar

Mit einem Plus von 1,8 % bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vorjahr beschließt die deutsche Elektro- und Digitalindustrie den Februar 2026. Auch der nominale Umsatz der Branche entwickelt sich gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat mit einem Zuwachs von 1,3 % weiter positiv. Jedoch sank die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland um 2,7 % gegenüber dem Februar 2025. Das Geschäftsklima bleibt verhalten optimistisch. Die Effekte des im März begonnenen Iran-Kriegs spiegeln sich in den aktuellen Zahlen noch nicht wider.

von | 13.04.26

24 % der heimischen Elektrofirmen haben ihre wirtschaftliche Situation im März als gut beschrieben.

Mit einem Plus von 1,8 % bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vorjahr beschließt die deutsche Elektro- und Digitalindustrie den Februar 2026. Auch der nominale Umsatz der Branche entwickelt sich gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat mit einem Zuwachs von 1,3 % weiter positiv. Jedoch sank die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland um 2,7 % gegenüber dem Februar 2025. Das Geschäftsklima bleibt verhalten optimistisch. Die Effekte des im März begonnenen Iran-Kriegs spiegeln sich in den aktuellen Zahlen noch nicht wider.

Sinkende Produktion trotz moderatem Auftragszuwachs

„Zwar haben die Auftragseingänge auch im Februar 2026 weiter zugelegt, jedoch blieb das verbuchte Plus von knapp zwei Prozent diesmal eher moderat“, bilanziert ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Inländische Kunden erhöhten ihre Bestellungen im Februar um 3,0 %. Aus dem Ausland gingen 0,9 % mehr Orders ein. Die Aufträge aus der Eurozone einerseits und aus Drittländern andererseits entwickelten sich erneut in entgegengesetzte Richtungen. Erstere stiegen zweistellig um 16,3 %, wohingegen letztere um 6,9 % zurückfielen.

In den zusammengenommenen ersten beiden Monaten des laufenden Jahres übertrafen die Orders ihren entsprechenden Vorjahreswert um 2,3 %. Hier zogen die Inlandsaufträge um 2,8 % und die Auslandsbestellungen um 1,8 % an. Aus dem Euroraum gingen von Januar bis Februar 13,6 % mehr Neubestellungen ein. Ausländische Geschäftspartner außerhalb des gemeinsamen Währungsraums reduzierten ihre Aufträge dagegen um 4,1 %.

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland lag auch im Februar 2026 mit einem Minus von 2,7 % niedriger als vor Jahresfrist. „Das lag, wie schon im Januar, allerdings auch an einem fehlenden Arbeitstag”, kommentiert Gontermann. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres verfehlte der aggregierte Branchenausstoß sein entsprechendes Vorjahreslevel damit um 3,2 %.

Während die Produktionspläne innerhalb der Branche im März kaum Veränderungen gegenüber dem Februar zeigten, fielen die Beschäftigungspläne weiter ab. So rangiert der Saldo aus Unternehmen, die ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen beziehungsweise senken wollen, bei einem Zähler von plus zehn (Februar: +11). Die Einstellungsabsichten fielen hier von minus sechs auf minus neun.

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie lag Ende Januar bei 871.600 und damit um 1,3 % niedriger als vor Jahresfrist. 13.400 Beschäftigte arbeiten kurz.

Geschäftsklima der Elektro- und Digitalindustrie auch während Iran-Krieg gestiegen

Der nominale Umsatz der heimischen Elektro- und Digitalunternehmen kam im Februar 2026 auf 17,8 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Anstieg um 1,3 % gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat. Während die Erlöse mit inländischen Kunden im Februar um 5,8 % anzogen, gab das Geschäft mit ausländischen Partnern um 2,4 % nach. Dabei standen sich ein Plus mit der Eurozone von 1,2 % und ein Minus mit Drittländern von 4,5 % gegenüber.

Im kumulierten Zeitraum von Januar bis Februar dieses Jahres summierten sich die aggregierten Branchenerlöse auf 34,8 Milliarden Euro. Sie lagen damit kaum höher als im Vorjahr (+0,4%). Der Inlandsumsatz erhöhte sich um 4,2 % auf 16,8 Milliarden Euro, der gesamte Auslandsumsatz fiel um 2,7 % auf 18,0 Milliarden Euro (Euroraum: -0,7% auf 6,7 Milliarden Euro, Drittländer: -3,9 % auf 11,4 Milliarden Euro).

„Trotz des Iran-Kriegs ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im März leicht gestiegen. Das lag vor allem an einer besseren Beurteilung der aktuellen Lage als noch im Februar. Die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen dagegen leicht zurück”, analysiert Gontermann.

24 % der heimischen Elektrofirmen haben ihre wirtschaftliche Situation im März als gut beschrieben. 54 % befanden sie für stabil, 22 % für schlecht. 19 % der Branchenunternehmen schauen optimistisch auf die nächsten sechs Monate. 67 % gehen hier von gleichbleibenden und 14 % von nachlassenden Geschäften aus.

Schließlich gaben auch die spezifischeren Exporterwartungen im März nur leicht nach. So sank der Saldo aus Elektrofirmen, die in den kommenden drei Monaten mit mehr beziehungsweise weniger Lieferungen ins Ausland planen, gegenüber Februar um zwei auf jetzt plus 12 Zähler.

Weitere Informationen gibt es unter www.zvei.org.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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