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Digitalbranche: Geschäftslage bleibt trotz Krisen stabil

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Autor: Jonas Völker

Digitalbranche: Geschäftslage bleibt trotz Krisen stabil
Rund ein Viertel der Digitalunternehmen will im kommenden Jahr die Investitionen erhöhen.

In der Digitalbranche laufen die Geschäfte besser als noch vor wenigen Monaten angenommen, wie der Digitalverband Bitkom berichtet. So hatte zur Jahresmitte eine Mehrzahl der Unternehmen für das zweite Halbjahr zurückgehende Umsätze erwartet, tatsächlich aber entwickeln sich die Umsätze für die meisten Unternehmen derzeit positiv.

Positive Geschäftslage zeigt hohe Widerstandsfähigkeit

Die aktuelle Geschäftslage der IT- und Telekommunikationsunternehmen liegt im November mit 31,7 Punkten klar im Plus. Das sind zwar 3,4 Punkte weniger als noch im Oktober, zeigt aber gleichzeitig eine hohe Widerstandsfähigkeit der digitalen Wirtschaft gegenüber den aktuellen Krisen. Die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate bleiben mit -18,2 Punkten fast unverändert zum Vormonat (-18,3 Punkte). Das zeigt der aktuelle Bitkom-ifo-Digitalindex. Der Index bildet die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für die kommenden drei Monate ab und berechnet daraus das Geschäftsklima. Dieses liegt mit 5,2 Punkten weiterhin im Plus (Oktober 6,7 Punkte).

Für die Gesamtwirtschaft weist das ifo-Institut ein Geschäftsklima aus, das mit -11,3 Punkten deutlich im Minus liegt. Die Geschäftslage der Gesamtwirtschaft sinkt von 14,6 auf 12,3 Punkte, die Geschäftserwartungen steigen auf sehr niedrigem Niveau von -40,9 auf -32,2 Punkte.

„Die kommenden Monate sind von großer Unsicherheit geprägt. Die Digitalbranche zeigt sich derzeit krisenfest, die kommenden Monate sind aber von vielen Unsicherheiten geprägt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Jedes vierte Digitalunternehmen plant 2023 höhere Investitionen

Rund ein Viertel der Digitalunternehmen will im kommenden Jahr die Investitionen erhöhen (27 %), weitere 51 % wollen sie auf dem Niveau des Vorjahres fortführen. Jedes fünfte Unternehmen (22 %) plant niedrigere Investitionen. Ausgeweitet werden sollen vor allem Investitionen in Software. 28 % planen zusätzliche Ausgaben, nur 14 % Kürzungen.

In Forschung und Entwicklung wollen 23 % der Digitalunternehmen mehr investieren, 13 % erwarten Einschnitte. Und 23 % haben sich zusätzliche Investitionen in Ausrüstung vorgenommen, 17 % wollen daran sparen. Nur bei Gebäuden zeigt sich eine deutliche Zurückhaltung. Nur 14 % der Digitalunternehmen wollen mehr investieren, aber 32 % werden diese Ausgaben kürzen.

Weitere Informationen unter www.bitkom.org.

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