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5G-Frequenzvergabe: ZVEI setzt sich für lokale Lizenzen ein

„Die Anforderungen der Industrie hat der ZVEI erfolgreich in die 5G-Vergabe der Bundesnetzagentur eingebracht“, kommentiert Roland Bent, Vorstandsmitglied im ZVEI-Fachverband Automation, auf der SPS IPC Drives 2018 die Entscheidung der Bundesnetzagentur über die 5G-Frequenzvergabe. Von Beginn an habe sich der Verband für die Reservierung des Bereichs 3,7 bis 3,8 Gigahertz für industrielle Anwendungen und die Vergabe entsprechender lokaler Lizenzen in diesem Bereich eingesetzt.

von | 04.11.20

„5G-Technologie ermöglicht, bei Industrie 4.0 den nächsten großen Schritt zu machen. Deshalb ist es richtig, dass die Industrie lokale Netze aufbauen kann“, so Bent weiter. Es gehe dabei um eine lokale Ergänzung des notwendigen flächigen Ausbaus der großen Mobilfunkbetreiber und garantiere die notwendige Versorgungsdichte mit 5G. Dies sichere die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.
International setzt sich die Initiative 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA), die im April 2018 im ZVEI gegründet wurde, dafür ein, dass die Industrie-Anforderungen in der internationalen 5G-Standardisierung Berücksichtigung finden. „Mit derzeit über 40 Mitgliedern aus der Automatisierungs- und Fertigungsindustrie, der IKT-Industrie und Partnern aus der Wissenschaft ist die 5G-ACIA das weltweit wichtigste Forum, um das Thema 5G im Kontext Industrie 4.0 zu etablieren“, erklärt Gunther Koschnick, Geschäftsführer ZVEI-Fachverband Automation.
DC-Industrie: Energiewende trifft Industrie 4.0
„Smart Grids brauchen smarte Verbraucher“, sagt Karl-Peter Simon, Vorsitzender des Fachbereichs Elektrische Antriebe im ZVEI-Fachverband Automation. Dies könne eine Fabrik sein, die sich mittels eines smarten Gleichstromnetzes versorge. Daran forscht das Verbundprojekt DC-Industrie seit Sommer 2016 und hat bereits die hierfür notwendigen DC-Komponenten sowie die Grundlagen des Netzmanagements entwickelt.
„DC-Industrie tritt nun in die praktische Umsetzungsphase ein“, so Simon. „Als nächstes nehmen wir Demoanlagen bei den Projektpartnern Daimler, KHS und Homag bis Jahresende in Betrieb.“
Konjunktur: Digitalisierung befeuert Wachstum der Automationsbranche weiter
Die Automation kommt in Deutschland in den ersten neun Monaten 2018 auf einen Umsatz von 40,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt handelt es sich für die Automatisierer um das achte Wachstumsjahr in Folge.
„Die Innovationen rund um Industrie 4.0 befeuern das Wachstum der deutschen Automationsbranche weiter“, sagt Bent. „Mit Industrie 4.0 haben wir eine Marke geschaffen, die mittlerweile überall auf der Welt verstanden wird. Trotz widrigerer Bedingungen auf dem Weltmarkt und Fachkräftemangel wird die Digitalisierung Investitionen weiter antreiben, um die Produktion weiter wettbewerbsfähig zu halten. Wir sind überzeugt: Auch 2019 wird ein gutes Jahr für die deutsche Automationsbranche, mit Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich.“
ZVEI-Whitepaper „Kommunikation im Industrie-4.0-Umfeld“ erschienen
Zur SPS IPC Drives ist das ZVEI-Whitepaper „Kommunikation im Industrie-4.0-Umfeld“ erschienen. Es geht der Frage nach, welche neuen Herausforderungen Industrie 4.0 an die industrielle Kommunikation stellt. Bei Industrie 4.0 werden in der Wertschöpfungskette große Mengen an Daten zu unterschiedlichen Zwecken ausgetauscht. Mittels serviceorientierter Architekturen (SOA) wird dieser Prozess künftig weiter verbessert.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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