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Nur wenige Unternehmen profitieren nachhaltig von IIoT-Lösungen

Nach einer neuen, von Emerson geförderten Untersuchung der IndustryWeek sind Hersteller davon überzeugt, dass das IIoT (Industrial Internet of Things) sie bei der Verbesserung des Betriebs und der Steigerung der Wirtschaftlichkeit um mehr als 10 Prozent unterstützen kann, es sei aber recht mühsam, die richtigen Pläne aufzustellen, um von der Technologie zu profitieren.

von | 04.11.20

Die Untersuchung zeigt, dass ca. 60 Prozent der befragten Unternehmen IIoT-Pilotprojekte testen oder in sie investieren, aber nur 5 Prozent in einen tatsächlichen Business Case zur bestmöglichen Umsetzung der Technologie investieren. Der Großteil der IIoT-Investitionen befindet sich heutzutage im Anfangsstadium der Planentwicklung und kleiner Tests, oftmals als Teil eines größeren betrieblichen Effizienzprogramms.
Mangelhafte Unternehmenskultur und fehlende Geschäftsstrategie
Laut der Studie liegen die größten Herausforderungen für betriebliche Effizienzprogramme in der Unternehmenskultur (47 %), fehlenden klaren Geschäftsstrategien (41 %) und fehlenden Kenntnissen, welche Technologie eine messbare Verbesserung liefern wird (34 %). "Frühe IIoT-Erfolge zeigen, dass Hersteller Betriebsverbesserungen erreichen können, die das Geschäftsergebnis erheblich beeinflussen, diese Untersuchung belegt jedoch, dass die Anpassung an den technologischen Fortschritt eine wesentliche Herausforderung darstellt", erklärt Mike Train, Executive President Emerson Automation Solutions. "Der kleine Prozentsatz an Unternehmen, die bereits eindeutige Geschäftspläne für IIoT aufgestellt haben, können enorme Wettbewerbsvorteile verbuchen. Alle anderen ermutigen wir, zwei entscheidende erste Schritte zu berücksichtigen: Klein anfangen und in Anwendungen investieren, die einen eindeutigen Business Case schaffen."
Trotz der mit IIoT- und Operational Excellence Programmen verbundenen Herausforderungen geben mehr als die Hälfte (55 %) der Befragten an, dass sie eine Chance für Betriebsverbesserungen und damit eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit ihres Unternehmens um mindestens 10 Prozent sehen. Sie nannten Automatisierung (31 %) sowie Schulung und Kompetenzentwicklung (31 %) als größte ROI-Quellen. IIoT eignet sich gut für kleine Testanwendungen wie beispielsweise die Überwachung des Anlagenzustands oder Energieverbrauchs in einem kleinen Unternehmen. Diese kleineren Anfangsprojekte richten sich meistens auf einen eindeutigen Geschäftsbedarf. Sie sind messbar und geben Herstellern auch die Möglichkeit, größere Anwendungen zu prüfen und gleichzeitig Erfahrungen zu sammeln.
Die besten Business Cases fangen klein an
Laut der Untersuchung ist dieser Ansatz bekannt: 61 Prozent der Befragten sagten, dass der beste Business Case entsteht, indem man klein anfängt und dann hoch skaliert. Beispielsweise hat Denka Singapore einen Business Case um seine Kondensatabscheiderüberwachung als Ausgangspunkt für die IoT-Einführung in seinem Polystyrolharzwerk auf Jurong Island entwickelt. Kondensatabscheider fallen häufig aus, was zu Energieverlusten und höheren Kosten führt. Denka wollte diese Verluste nicht hinnehmen und arbeitete mit Emerson zusammen, um Überwachungssysteme zur Erkennung fehlerhafter Abscheider zu installieren. Diese IoT-Anwendung im kleinen Rahmen – realisiert von Emerson über ein Abo-Modell, für das im Vorhinein keine Investition von Denka nötig war – zeigte mit einer Reduzierung der Energiekosten um 7 Prozent bereits innerhalb weniger Monate Ergebnisse. Für Denka diente dies auch als Sprungbrett für einen proaktiveren Ansatz der Standortwartung.
Emerson hat kürzlich sein erweitertes digitales Ökosystem Plantweb™ vorgestellt, das Hersteller bei der Umsetzung von IIot und der Entwicklung unternehmensweiter Business Cases unterstützt. Das Plantweb Portfolio umfasst Anwendungen zum Anlagenzustand, die messbare Geschäftsergebnisse liefern, sowie die PlantWeb Advisor Software für standortweite Anwendungen, die beim Kunden vor Ort, in der privaten Cloud eines Unternehmens oder in einer externen Cloud über einen Service-Vertrag laufen.
Zusammenspiel wichtiger Abteilungen
Während in der Vergangenheit IT-Abteilungen neue Technologien eingeführt haben, wurde bei der Untersuchung festgestellt, dass bei der erfolgreichen IIoT-Umsetzung in den meisten Fällen die Abteilungen Operations, Engineering und IT einbezogen werden. "Allen voran werden Ihnen Technologieteams sagen: Die Abteilung Operations ist von wesentlicher Bedeutung für Technologiepläne, die betriebliche Verbesserungen bringen sollen", erklärt Train. "Die enge Zusammenarbeit zwischen IT und Operations ist für die erfolgreiche Umsetzung von IIoT-Projekten, die klare Geschäftsziele erreichen, wesentlich."
In vielen Fällen können fehlende Kenntnisse zu bestimmten Technologien oder Verfahren durch die Zusammenarbeit mit den richtigen technischen Partnern kompensiert werden. IIoT und Cloud-Dienste ermöglichen die Fernüberwachung und Verwaltung einer wachsenden Anzahl von Aufgaben eines Betriebs durch Dritte, die über die entsprechenden Kenntnisse verfügen. "Bei der Betrachtung Cloud basierter Tätigkeiten gibt es bestimmte Aufgaben, wie firmeneigene Verfahren, die stets die Kernaufgabe unserer Kunden bleiben sollten", erläutert Train. "Es gibt jedoch andere Anwendungen, die durch fachkundige Dritte über das Internet sicher überwacht und verwaltet werden können, was zu erheblichen Einsparungen führt."

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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