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Technologiepartnerschaft soll IoT-Plattform stärken

Siemens und die Software AG kooperieren, um das cloud-basierte offene Internet of Things (IoT)-Betriebssystem MindSphere von Siemens branchenübergreifend zu etablieren. MindSphere unterstützt die digitale Transformation von industriellen Unternehmen und bietet einer breiten Kundenbasis eine Entwicklungsumgebung, in der sie eigene Applikationen und Services anbieten können, um Innovationen im IoT-Umfeld voranzutreiben. Die Software AG stellt hierfür hoch-skalierbare Komponenten ihrer Digital Business Platform auf MindSphere bereit.

von | 04.11.20

"In enger Zusammenarbeit mit Partnern wie der Software AG bauen wir unser IoT-Betriebssystem MindSphere und das damit einhergehende globale Ecosystem weiter aus. Mit MindSphere als wichtigem Element unserer Digital Enterprise Suite unterstützen wir Kunden aus der Fertigungsindustrie bei ihrer digitalen Transformation", erklärt Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory, Siemens AG.
Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Vorstands der Software AG, ergänzt: "Unser Ziel ist es, die umfassende globale Industrie-Präsenz von Siemens als Innovationsführer mit unserer Software-Expertise im IoT-Umfeld zum Nutzen der Kunden intelligent zu verbinden. Die Bereitstellung unserer leistungsstarken Software-Komponenten auf MindSphere eröffnet Anwendern zahlreiche neue Möglichkeiten, um aus Datenanalysen Wettbewerbsvorteile zu erzielen, und stärkt so das IoT-Betriebssystem von Siemens."
Aufbau eines großen Ecosystems möglich
MindSphere ermöglicht als Platform as a Service (PaaS) den Aufbau eines großen Ecoystems, indem Anwender leistungsstarke Industrie-Applikationen und digitale Services als Grundlage für neue Geschäftsmodelle anbieten können – etwa im Bereich vorausschauende Wartung, Energiedaten-Management oder Ressourcenoptimierung. Hierbei spielt die Offenheit des IoT-Betriebssystems, etwa durch die Nutzung von offenen Schnittstellen (APIs) zur Erstellung von OEM- und kundenspezifischen Apps sowie von offenen Standards für Konnektivität wie OPC UA, eine wichtige Rolle.
Damit bildet MindSphere die Grundlage für neue Geschäftsmodelle, beispielsweise von Maschinenbauern. So bietet Siemens mit seinen MindApps Basisfunktionen, die Maschinenherstellern den Einstieg in die digitale Welt ermöglichen. Auf diesen können Maschinenbauer mit ihrem umfassenden Maschinen- und Prozesswissen aufsetzen und innovative, maßgeschneiderte Applikationen, Lösungen und Services für ihre Kunden entwickeln und vermarkten. Damit können sie beispielsweise weltweit verteilte Maschinen oder ganze Maschinenflotten für Servicezwecke überwachen und deren Stillstandzeiten reduzieren.
Integration und Analyse in MindSphere soll einfacher werden
Gemeinsam werden Software AG und Siemens marktführende Technologien anbieten, mit denen Anwender ihre Rohdaten (z. B. von Produkten, Maschinen, Anlagen und Systemen) noch einfacher in MindSphere integrieren und analysieren können. So ermöglicht die Anwendungs- und Geräte-Management-Technologie der Software AG sowohl die zentrale Vernetzung von Geräten als auch eine Steuerung über die Cloud und bietet somit die skalierbare und flexible Verwaltung eines Netzwerks aus Millionen von Endgeräten, zukünftig auch im Bereich Edge-Analytics. Mit der Application Connectivity-Technologie der Software AG lassen sich dabei eine Vielzahl von unterschiedlichen Geschäftsapplikationen (z. B. Software as a Service-, Big Data-, IoT-, Client-, Partner- oder Shop-Floor-Applikationen) entlang der gesamten Wertschöpfungskette integrieren.
Mindsphere ist Teil des umfassenden Digital Enterprise Suite-Angebots von Siemens. Unternehmen setzen die Digital Enterprise Suite im Bereich Product Lifecycle Management (PLM) und Manufacturing Operations Management (MOM) und Totally Integrated Automation (TIA) ein, um Produkte zu designen, entwickeln und produzieren – darunter Laptops, Computer, Fernseher, Autos, Lkw, Flugzeuge, schweres Gerät, Fitnessgeräte oder weiße Ware. Siemens hat das Ziel, diese Geräte an MindSphere anzuschließen. Dort lassen sich deren Daten sammeln, in MindSphere-Applikationen analysieren und schließlich einsetzen, um den digitalen Zwilling des jeweiligen Produkts zu komplettieren. Dies ermöglicht eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette, vom individuellen Produktdesign bis hin zu den dazugehörigen Services.

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