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Nachhaltige und erfolgreiche Digitalisierung braucht Digital Designer

Wer ein Haus bauen will, der schickt nicht einfach Maurer und Zimmerleute auf eine Baustelle und lässt sie loslegen, sondern engagiert einen erfahrenen Architekten. Bei der Gestaltung von Digitalisierungsvorhaben fehlt es bislang an einem solchen Berufsbild. Das eigenständige Berufsbild „Digital Designer“ soll Abhilfe schaffen.

von | 04.11.20

„Software ist der Kern der Digitalisierung und hat immer größeren Einfluss auf unser Leben und die Wirtschaft. Software-Entwicklung ist heute nicht einfach mehr nur das Schreiben von Programmen, es ist zum Gestalten komplexer Systeme geworden – in aller Regel aber ohne dafür gezielt ausgebildetes Personal“, sagt Dr. Frank Termer.
Das Digital-Design-Manifest will einen Veränderungsprozess in Gang setzen: Technologische Exzellenz in der IT ist notwendig, aber nicht hinreichend für eine erfolgreiche Digitalisierung. „Wenn wir in Deutschland das volle Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen wollen, dann müssen wir eine Gestaltungsprofession für die Digitalisierung etablieren. Dazu muss besonders in der Ausbildung ein Umdenken einsetzen und über die reine Vermittlung technischer Fähigkeiten hinausgegangen werden“, so Termer.
Fokus liegt fast nur auf technologischer Kompetenz
So legen aktuell 95 Prozent der Informatik-Studiengänge den Fokus allein auf die technologische Kompetenz der Nachwuchskräfte und kommen ohne Gestaltungsanteil aus. Nur bei 5 Prozent der Studiengänge spielen Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Design, Multimedia oder Usability eine Rolle im Lehrplan.
„Wir brauchen eine eigenständige und selbstbewusste Gestaltungsprofession für die Digitalisierung, mit einem klaren Berufsbild, definierten Verantwortlichkeiten und einer akademischen Kultur. Diese Gestaltungsprofession soll Digital Design genannt werden“, heißt es in dem Manifest, das mehr als 30 Erstunterzeichner aus Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen zählt.
Unter www.digital-design-manifest.de kann jeder, der die Forderung teilt, den Aufruf unterzeichnen. „Die Initiative rund um das Manifest adressiert einen blinden Fleck in der bisherigen Diskussion über Digitalisierung. Sie will damit einen Beitrag leisten, damit Deutschland seine digitale Zukunft aktiv gestalten kann“, so Termer.
Darüber hinaus lädt der Bitkom am 5. November zur Konferenz „IT needs Design“ Konferenz „IT needs Design“ nach Dortmund ein. Im Zentrum der Konferenz steht das Digital-Design-Manifest. Die Schirmherrschaft hat Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, übernommen. Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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