"Dazu bedarf es einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Firmen unterschiedlicher Größe – vom Start-up über Mittelständler bis hin zu Großkonzernen." Im Rahmen der Konferenz diskutierten Vertreter zahlreicher namhafter deutscher Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau über Strategien für die Zukunftsfähigkeit des Mittelstands.
"Die erfolgreiche digitale Transformation des Mittelstands erfordert strategische Entscheidungen durch das oberste Management, und zwar auf zwei Ebenen: Sie müssen ihr Portfolio auf Industrie 4.0 ausrichten und ihre internen Prozesse weiterentwickeln. Dazu gehört auch die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter", so Helmrich weiter.
Innovative Lösungen bedürfen Industrial-Security-Maßnahmen
So sollten Unternehmen neue Lösungen, digitale Services und Geschäftsmodelle anbieten, zum Beispiel "pay per use"-Modelle beim Vertrieb von Maschinen und Anlagen. Zudem gilt es, innovative Technologien wie Cloud-Anwendungen, Additive Manufacturing, flexible Handling-Systeme oder Künstliche Intelligenz zu nutzen.
Um Vertrauen in IT-Technologien zu erhöhen und Cyberrisiken zu minimieren, sind dabei stets integrierte Industrial-Security-Maßnahmen unabdingbar. Die technischen Voraussetzungen für die digitale Transformation sind zum Beispiel mit dem Digital-Enterprise-Angebot von Siemens geschaffen. Dieses können Unternehmen jeder Größe und Branche mit überschaubaren, schrittweise ansteigenden Investitionskosten nutzen. Dadurch können sie schon heute höhere Flexibilität, kürzere Time-to-Market, größere Effizienz und bessere Qualität erzielen.
Siemens zufolge gibt es konkrete Einsatzbeispiele bei Kunden, die zeigen, dass sich damit etwa Produkte, Maschinen und Anlagen in bis zu 30 Prozent kürzerer Zeit entwickeln lassen. Die Produktionseffizienz und Produktivität kann um bis zu ein Viertel gesteigert werden.
MindSphere World als Beispiel neuer Kooperationsformen
Eine bereits verfügbare Plattform für digitale Lösungen ist MindSphere, das Unternehmen Wettbewerbsvorteile durch Datenanalysen ermöglicht. Anwender können MindSphere mit geringen Investitionen implementieren und entsprechend ihren Anforderungen skalieren.
Als Beispiel für neue Kooperationsformen nannte Helmrich in diesem Zusammenhang die im Januar 2018 gegründete Nutzerorganisation "MindSphere World", die derzeit über 50 Mitglieder (in Deutschland und Italien) umfasst. Sie hat das Ziel, das Ökosystem rund um MindSphere weltweit auszubauen. Der Verein unterstützt die einzelnen Mitglieder bei der Entwicklung und Optimierung von IoT-Lösungen auf MindSphere sowie der Erschließung neuer Märkte in der digitalen Wirtschaft.
"MindSphere World steht beispielhaft für neue Formen der Zusammenarbeit von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen sowie Start-Ups und Forschungseinrichtungen", so Klaus Helmrich. "Ich bin überzeugt: Solche Kooperationen sind der Schlüssel zum Erfolg von Industrie 4.0."
EU-Maschinenverordnung: Fünf Tipps zur besseren Vorbereitung
Der Countdown läuft: Im Januar 2027 tritt die neue Maschinenverordnung (2023/1230/EU) der Europäischen Union (EU) in Kraft und ersetzt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Für Fertigungsunternehmen bedeutet das: Nur noch zwölf Monate Zeit, um sich auf verschärfte Anforderungen vorzubereiten – insbesondere beim Schutz vor Cyberangriffen. OMRON hat fünf praxisnahe Tipps zusammengestellt, mit denen sich Unternehmen vorbereiten können.







