2 Min. Lesezeit

Corona-Pandemie: ZVEI fordert Recovery Plan für die EU

Die Corona-Pandemie hat die Europäische Union in die größte wirtschaftliche Krise seit ihrer Gründung geführt. Für den ZVEI ist es nun wichtig, dass Europa nun zusammensteht und nationale Egoismen über Bord wirft. Er fordert, dass der Europäische Rat den Recovery Plan beschließt und besonders von der Pandemie betroffenen Mitgliedstaaten, Regionen und Wirtschaftssektoren hilft.

von | 04.11.20

Industry 4.0 concept, smart factory with icon flow automation and data exchange in manufacturing technologies.

ZVEI-Präsident Michael Ziesemer forderte in einer Pressemeldung: „Der Recovery Plan hat das Potenzial, um die Europäische Union aus der Krise zu führen. Die bereit gestellten finanziellen Mittel sollten zielgerichtet für Investitionen in den Green Deal sowie in eine breit angelegte Elektrifizierung aller Sektoren und in die Digitalisierung genutzt werden.
So besteht die Chance, die zuletzt überwiegend dissonant auftretende EU wieder stärker zusammenzuführen und sie zugleich international wettbewerbsfähiger auszurichten. Die Erfordernisse des Klimaschutzes und der rasch voranschreitende digitale Wandel erfordern von den Staats- und Regierungschefs jetzt ein beherztes Vorgehen. Dann kann Europa bei beiden Herausforderungen international eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Deutsche und französische Elektroindustrie fordern Investitionen in Zukunftstechnologien

Im Juni hatten FIEEC, der französische Verband der Elektroindustrie, und der ZVEI gemeinsam mutige Investitionen in Zukunftstechnologien und einen Green Deal gefordert. Dies sei entscheidend, um schnell wieder Tritt zu fassen und zurück zu wirtschaftlicher Stärke zu finden.
„Der Green Deal ist hierfür ein richtiger Ansatz“, erklärte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung damals in einer Pressemeldung. „Es bestehen hohe Investitionsbedarfe in allen klimarelevanten Sektoren, insbesondere jedoch in der Mobilität und im Gebäude.“
Industriepolitisch hat der Green Deal aus Sicht des ZVEI auch als zukünftige Exportstrategie für Europa ein hohes Potenzial – grüne Technologie „made in Europe“ – und kann so auch außerhalb Europas zum Vorbild für eine nachhaltige Wirtschaft werden. Des Weiteren müssen die Digitalisierung und der Aufbau eines europäischen digitalen Binnenmarkts forciert vorangetrieben werden, um eine starke und wettbewerbsfähige europäische Datenwirtschaft zu schaffen.
Gerade die Elektroindustrie könne hier ökosystem-übergreifend unterstützen – unter anderem bei der Glasfasertechnik, der Nutzung der 5G-Technologie besonders für die industrielle Produktion sowie beim Ausbau der Elektromobilitäts-Infrastruktur und der europäischen Stromnetze.
Eine Zusammenfassung der Maßnahmen des Green Deal bietet der ZVEI mit dem Positionspapier Klimaschutz durch Elektrifizierung und Digitalisierung an, das kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Cybersicherheit im Mittelstand: KI verschärft die Bedrohungslage
Cybersicherheit im Mittelstand: KI verschärft die Bedrohungslage

KI-gestützte Phishing-Angriffe, steigende Ransomware-Zahlen und neue Schwachstellen durch vernetzte Systeme erhöhen die Sicherheitsanforderungen im Mittelstand. Das CYBERsicher Lagebild 2026 der Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand zeigt, wo Unternehmen besonders gefährdet sind und bei welchen Schutzmaßnahmen weiterhin Nachholbedarf besteht.

mehr lesen
HERMES AWARD 2027: Bewerbungphase für Industrieinnovationen gestartet
HERMES AWARD 2027: Bewerbungphase für Industrieinnovationen gestartet

Die Deutsche Messe AG hat die Bewerbungsphase für den HERMES AWARD und den HERMES STARTUP AWARD 2027 eröffnet. Aussteller der HANNOVER MESSE können ihre technologischen Entwicklungen bis zum 5. Februar 2027 einreichen. Im Mittelpunkt der Bewertung stehen Innovationsgrad, industrieller Nutzen, Wirtschaftlichkeit und Marktreife.

mehr lesen
Tarifabschluss Chemie 2026: Höhere Mindestbezüge für Fach- und Führungskräfte
Tarifabschluss Chemie 2026: Höhere Mindestbezüge für Fach- und Führungskräfte

Der VAA und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) haben sich auf höhere tarifliche Mindestjahresbezüge für akademisch qualifizierte Fach- und Führungskräfte verständigt. Nach einer ausgebliebenen Erhöhung im Vorjahr steigen die Mindestbezüge 2026. Darüber hinaus wollen die Tarifpartner ihre Zusammenarbeit bei der Transformation der Chemie- und Pharmaindustrie intensivieren.

mehr lesen
VDI-ChemCar-Wettbewerb 2026: Indonesisches Team holt den Sieg
VDI-ChemCar-Wettbewerb 2026: Indonesisches Team holt den Sieg

Beim 20. VDI-ChemCar-Wettbewerb in Bayreuth hat sich das indonesische Team „Reactics Jayantaka“ knapp gegen vier deutsche Hochschulteams durchgesetzt. Die Studierenden mussten ihre chemisch angetriebenen Modellfahrzeuge möglichst präzise über eine zuvor ausgeloste Distanz steuern. Der Wettbewerb fand am 23. September 2026 im Rahmen der Konferenz „Electrochemistry“ statt.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatisierung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03