Generic filters
FS Logoi

Industrie 4.0 für KMU spart 25 Prozent Ressourcen

Erstmals hat eine Studie die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Ressourceneffizienz im verarbeitenden Gewerbe systematisch untersucht. Die Studie "Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des verarbeitenden Gewerbes" beleuchtet Maßnahmen der digitalen Transformation anhand von zehn Unternehmensbeispielen.

von | 04.11.20

Die Ergebnisse stellten der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Gunther Adler, Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI Zentrum für Ressourceneffizienz und Prof. Liselotte Schebek von der TU Darmstadt am 12. Juni in einer Online-Pressekonferenz vor.
Ein Ergebnis ist, dass – nach Selbsteinschätzung der befragten Unternehmen – Einsparungen von Material und Energie von bis zu 25 Prozent erreicht werden könnten. Aus den Ergebnissen leiten die Macher der Studie Handlungsempfehlungen für KMU, Politik und Wissenschaft ab: ein Plädoyer für die digitale Transformation der klein- und mittelständischen Industrie für den internationalen Wettbewerb mit mehr Klima- und Umweltschutz.
Staatssekretär Adler: "Die digitale Transformation der Industrie in Deutschland wird nur dann zur erfolgreichen Innovations- und Exportgeschichte, wenn sie auch dem Umwelt- und Klimaschutz dient. Auch dafür bietet die Digitalisierung enormes Potenzial. Die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess II) beinhaltet daher ein Bündel von Maßnahmen, um auch die digitale Transformation so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten."
Dr. Martin Vogt: "Um die Chancen von Industrie 4.0 für die Ressourceneffizienz konsequent zu nutzen, müssen Politik, Unternehmen und Wissenschaft an einem Strang ziehen. Als bundesweites Kompetenzzentrum für betriebliche Ressourceneffizienz sehen wir unsere Aufgabe darin, auf Basis der in der Studie erarbeiteten Maßnahmen und Handlungsstrategien handhabbare Arbeitsmittel und Instrumente für KMU zu entwickeln. Auf diese Aufgabe freuen wir uns sehr."
Prof. Liselotte Schebek: "Ziel der vorliegenden Studie war es, die Zusammenhänge zwischen digitaler Transformation und Ressourceneffizienz zu untersuchen. Die Studie stellt den aktuellen Entwicklungsstand dar und untersucht Fallstudien in Unternehmen. Insgesamt haben wir daraus zwölf Handlungsempfehlungen für KMU, Politik und Wissenschaft abgeleitet. Unternehmen empfehlen wir beispielsweise die konsequente Erfassung und Auswertung von Daten zu betrieblichen Ressourcenverbräuchen, um Ressourceneffizienzpotenziale zu identifizieren. Die Politik sollte die Vernetzung öffentlicher Beratungsangebote für KMU zu den Themen Industrie 4.0 und Ressourceneffizienz unterstützen. Für die Wissenschaft stellen sich Forschungsfragen sowohl zur technologischen Weiterentwicklung, zum Beispiel zu zentralen Methoden der Erfassung und Auswertung von Ressourcendaten durch Verfahren der künstlichen Intelligenz, als auch zu Anwendungen im industriellen Bereich und zu gesellschaftlichen Aspekten."
Hintergrund zur Studie
Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hatte als Kompetenzzentrum und im Auftrag des Bundesumweltministeriums gemeinsam mit vier Bundesländern die Studie "Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für KMU des verarbeitenden Gewerbes" beauftragt. Die Studie untersucht mit Fokus auf KMU, wie die Industrie mit Technologien der digitalen Transformation ihre Wettbewerbsposition ausbauen und gleichzeitig Ressourcen einsparen kann. Länderpartner waren das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz.
Die TU Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz haben die Studie erarbeitet. Die Studie wurde aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und der beteiligten Landesministerien finanziert.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Endress+Hauser beruft Christian Mäder als neuen Finanzvorstand
Endress+Hauser beruft Christian Mäder als neuen Finanzvorstand

Mit der Berufung des künftigen Finanzchefs schließt die Endress+Hauser Gruppe die umfassende Erneuerung des Executive Boards ab: Der Verwaltungsrat hat Christian Mäder als Nachfolger von Chief Financial Officer (CFO) Dr. Luc Schultheiss berufen, der zum 1. Februar 2027 wie geplant nach 28 Jahren bei Endress+Hauser in den Ruhestand treten wird. Um einen guten Übergang zu ermöglichen, wird Christian Mäder bereits Mitte 2026 zum Schweizer Unternehmen für Mess- und Automatisierungstechnik wechseln.

mehr lesen
Neue VDI-Richtlinie fördert Dialog mit der Öffentlichkeit
Neue VDI-Richtlinie fördert Dialog mit der Öffentlichkeit

Die Bundesregierung hat über 500 Milliarden Euro vorgesehen, um Investitionen zu tätigen. Ob Energie, Mobilität oder Industrieanlagen: Damit Projekte schneller realisiert werden können, braucht es laut dem VDI mehr als gesetzliche Beschleunigungsinstrumente. Entscheidend ist die Akzeptanz vor Ort, die mit der neuen VDI-Richtlinie VDI-MT 7000 unterstützt werden kann.

mehr lesen
EU-Maschinenverordnung: Fünf Tipps zur besseren Vorbereitung
EU-Maschinenverordnung: Fünf Tipps zur besseren Vorbereitung

Der Countdown läuft: Im Januar 2027 tritt die neue Maschinenverordnung (2023/1230/EU) der Europäischen Union (EU) in Kraft und ersetzt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Für Fertigungsunternehmen bedeutet das: Nur noch zwölf Monate Zeit, um sich auf verschärfte Anforderungen vorzubereiten – insbesondere beim Schutz vor Cyberangriffen. OMRON hat fünf praxisnahe Tipps zusammengestellt, mit denen sich Unternehmen vorbereiten können.

mehr lesen
KI in der Datenanalyse: Worauf es 2026 ankommen wird
KI in der Datenanalyse: Worauf es 2026 ankommen wird

Um das volle Potenzial von KI in der Datenanalyse auszuschöpfen, müssen Unternehmen bestehende Hürden überwinden und ihre Strukturen neu denken. Die folgenden Trends zeigen, worauf es in den kommenden Jahren laut dem Datenintegrator und KI-Spezialisten Qlik ankommt:

mehr lesen
SECURITY UNTER KONTROLLE: Keynote-Speaker enthüllt
SECURITY UNTER KONTROLLE: Keynote-Speaker enthüllt

Das lange Warten hat ein Ende: Florian Roth von der Nextron Systems GmbH wird SECURITY UNTER KONTROLLE 2026 eröffnen. Sein Keynote-Vortrag „Jenseits des Sichtfelds – Blinde Flecken in Teilen der IT, die wir für vertraut hielten“ zeigt, wie blinde Flecken in der IT und der Security entstehen und warum wir sie oft übersehen. Der OT-Security-Kongress findet am 17. und 18. März im Landschaftspark Duisburg-Nord statt.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
atpinfo.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
atpinfo.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: