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Mikroplastik: VDI mahnt dringenden Forschungsbedarf an

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Autor: Jonas Völker

Mikroplastik: VDI mahnt dringenden Forschungsbedarf an

Diese Analyse wird einen wesentlichen Beitrag zur Einschätzung liefern, von welcher Anzahlkonzentration an Mikroplastik in der Atmosphäre auszugehen ist und welche gesundheitlichen Folgen das in der Atmosphäre enthaltenen Mikroplastik hat.
VDI fordert Aufklärung
"Inwieweit der Mensch allein über die Atmung – oder auch über andere Wege – Mikroplastik aufnimmt und dies möglicherweise die Gesundheit schädigt, ist derzeit noch unklar. Hier brauchen wir dringend Aufklärung, um mit entscheidenden Maßnahmen dem entgegenzuwirken", so Dr. Rudolf Neuroth, Geschäftsführer der VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft.
In einer neuen Studie des Umweltbundesamtes wird Reifenabrieb, der durch die Reibung zwischen Reifen und Fahrbahnbelag entsteht, als die wesentliche Quelle für Mikroplastik in der Luft angesehen. Die Schwebstaubfraktion des Reifenabriebs mit Partikeldurchmessern kleiner als circa 30 Mikrometer verbleibt zunächst vollständig in der Luft und kann so über weite Strecken transportiert werden. Von den rund 100 Kilotonnen totaler Reifenabriebsmasse im Jahr dürften rund zehn Prozent der Schwebstaubfraktion zuzurechnen sein. Über die Niederschläge gelangt das Mikroplastik letztlich wieder auf den Boden und in die Gewässer.
Mikroplastik in der Arktis
Wie weit die Mikroplastikteilchen dabei kommen, haben aktuell Forscher des Alfred-Wegener-Institutes herausgefunden, die selbst in arktischen Schneeproben Mikroplastik in substanzieller Anzahl gefunden haben. Mikroplastik, wie die winzig kleinen Teilchen aus thermoplastischen, elastomeren oder duroplastischen Kunststoffen bezeichnet werden, finden sich überall in der Umwelt: in den Meeren, in vielen Meerestieren, in Flüssen, Seen und Böden. So gelangen sie auch ins Trinkwasser sowie in andere Lebensmittel. Nun zeigt sich immer deutlicher, dass auch der Beitrag der Mikroplastikbelastung in der Luft eine große Rolle spielt.

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