Generic filters
FS Logoi

Fabrik der Zukunft: Bosch Rexroth investiert 60 Mio. Euro in China

Bosch Rexroth investiert in die Fabrik der Zukunft: Mit dem offiziellen Spatenstich hat der Ausbau des Werkes in Xi’an in Westchina begonnen. Dafür sieht der Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien rund 60 Millionen Euro vor. Mit dem Werksausbau verdoppelt Bosch Rexroth seine Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in Xi‘an. 300 neue Mitarbeiter sollen in den kommenden Jahren eingestellt werden und in einer hochmodernen Produktionswelt vernetzte Lösungen für den asiatischen Fabrikauto¬mationsmarkt fertigen.

von | 04.11.20

China fördert mit seinem Industrieentwicklungsprogramm „Made in China 2025“ die Automatisierung und Digitalisierung der Produktion. Damit bietet der Markt ein enormes Potenzial für Lösungen für die vernetzte Industrie. Das hat Bosch Rexroth früh erkannt und produziert vor Ort in hochmodernen Fertigungsstätten für den chinesischen Markt.
Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten in Xi’an setzt das Unternehmen seine Vision von der Fabrik der Zukunft um: Ausgestattet mit neuesten Industrie 4.0-Technologien bedient das Werk die lokalen Bedarfe künftig noch besser. „Damit entwickelt sich Xi‘an zum Zentrum der Fabrikautomation von Bosch Rexroth in Asien“, sagte Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, anlässlich des Spatenstichs.
„Im vergangenen Jahr feierte Bosch Rexroth sein 40-jähriges Bestehen in China. Der Ausbau von Xi’an ist ein Zeichen für unsere Verbundenheit mit dem Markt.“
Verdoppelung der Entwicklungs- und Produktionskapazitäten
In Xi’an bündelt das Unternehmen wichtige Kompetenzen aus den Produktbereichen Automatisierung, Montagetechnik und Lineartechnik zukünftig unter einem Dach und erweitert sein Angebot ganzheitlicher Fabrikautomationslösungen für Kunden in Asien. Dabei geht es um ein effizientes Zusammenspiel von Technologien, Methoden und Anwendungen in der Fertigung. Das Werk wird schrittweise ausgebaut und mit neuen Fertigungsverfahren digital aufgerüstet, Produktionsstart ist im ersten Quartal 2020.
Ziel ist eine wirtschaftliche Produktion, die für hohe Flexibilität bei kurzen Durchlauf- und Lieferzeiten steht. „Mit vernetzten Fertigungstechnologien heben wir Produktion und Logistik in Xi’an auf ein neues Level“, erläuterte Najork. In einem weiteren Schritt soll die nächste Mobilfunkgeneration 5G in der Produktion vor Ort eingeführt werden.
Mitarbeiter profitieren von Vernetzung
In Xi’an profitieren nicht zuletzt die Mitarbeiter von vernetzten Lösungen: Die im Werk eingesetzten Technologien wie kollaborative Roboter und intelligente Arbeitsplätze unterstützen sie in ihren täglichen Arbeitsabläufen. Diese technischen Helfer übernehmen anstrengende oder gefährliche Tätigkeiten und leiten Mitarbeiter durch besonders variantenreiche und komplizierte Fertigungs¬schritte.
Darüber hinaus haben Mitarbeiter Zugriff auf digitale Zusatzangebote. Sie können beispielsweise über die Mitarbeiter-App „iStaff“ Essens¬empfehlungen erhalten, die Abfahrtzeiten des Shuttlebusses abrufen oder im hauseigenen Fitness-Center ihren individuellen Trainingsplan erstellen.
Neue Technologien für die Fabrik der Zukunft
Bereits heute sind zahlreiche von Bosch Rexroth entwickelte Lösungen für die Fabrik der Zukunft nicht nur bei Kunden weltweit im Einsatz, sondern auch in den Werken der Bosch-Gruppe. In Xi‘an beispielsweise sorgen IoT-Gateways für die Datenübertragung von an den Maschinen angebrachten Sensoren in die Cloud. Die interaktive Kommunikationsplattform ActiveCockpit verarbeitet Fertigungsdaten in Echtzeit und stellt sie Mitarbeitern übersichtlich aufbereitet direkt an der Produktionslinie zur Verfügung. Der Nutzen: Weniger Aufwand, mehr Sicherheit und höhere Effizienz im Werk.
Bosch Rexroth in China
Bosch Rexroth ist seit 1978 in China präsent und baut kontinuierlich die lokale Wertschöpfung aus. Neben Xi’an betreibt das Unternehmen in China zwei weitere Produktionsstätten in Peking und Wujin. Zudem eröffnete Bosch Rexroth Ende 2017 in Chengdu das erste Innovationscenter in China, das die Anwendungsmöglichkeiten von Industrie 4.0 in den Mittelpunkt stellt. Dort lernen Mitarbeiter und Kunden, wie sie die innovativen Ansätze in der Praxis umsetzen können.
Bosch Rexroth erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von gut 1,4 Milliarden Euro in der Region Asien Pazifik/Afrika. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von 20,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, mit China als dem stärksten Markt. Auch 2018 erzielte das Unternehmen in China hohe Wachstumsraten. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen im Land rund 2.800 Mitarbeiter.
Live auf der Hannover Messe 2019
Bosch Rexroth baut sein Portfolio für die Fabrik der Zukunft kontinuierlich aus. Auf der Hannover Messe (Halle 17, Stand A40) stellt das Unternehmen neue Produkte und Technologien vor. Reale Exponate kombiniert mit futuristischen Animationen zeigen, wie Industrie 4.0 die Arbeit in Fertigung und Logistik einfacher, effizienter und flexibler macht. Das neue autonome Transportsystem ActiveShuttle etwa sorgt für den sicheren und schnellen Transport von Lasten bis zu 260 kg in der Intralogistik.
Mitarbeiter bearbeiten die Komponenten am Assistenzsystem ActiveAssist mit digitaler Werkerführung oder gemeinsam mit dem APAS Roboter ganz ohne Schutzzaun. Im Hintergrund analysiert und visualisiert die Nexeed Software riesige Datenmengen, sorgt für die nötige Transparenz in der Fertigung und Intralogistik sowie höhere Verfügbarkeit von Anlagen und Maschinen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Christoph Kutter ist neuer VDE-Präsident
Christoph Kutter ist neuer VDE-Präsident

Wechsel an der Spitze einer der größten Technologie-Organisationen Europas: Prof. Dr. Christoph Kutter löst den bisherigen VDE-Präsidenten Alf Hendryk Wulf ab. Der Direktor des Fraunhofer EMFT übernimmt das Amt, nachdem er zuvor bereits zwei Jahre stellvertretender Präsident war. Im Fokus seiner Amtszeit stehen laut einer Pressemeldung junge Menschen und die Mikroelektronik der Zukunft.

mehr lesen
NIS-2 und CRA: OT-Security-Kongress zeigt, worauf es jetzt ankommt
NIS-2 und CRA: OT-Security-Kongress zeigt, worauf es jetzt ankommt

Mit dem Inkrafttreten des deutschen NIS-2-Umsetzungsgesetzes am Nikolaustag des vergangenen Jahres und dem bereits ab 2027 geltenden Cyber Resilience Act (CRA) hat die produzierende Industrie zwei hohe Regulierungshürden vor der Brust. Wie Unternehmen sich auf die Umsetzung vorbereiten können und was es zu beachten gilt, zeigen zwei Vortragsblöcke auf dem OT-Security-Kongress SECURITY UNTER KONTROLLE am 17. und 18. März in Duisburg.

mehr lesen
Product Carbon Footprint: Projekt erarbeitet Fahrplan für die Halbleiterindustrie
Product Carbon Footprint: Projekt erarbeitet Fahrplan für die Halbleiterindustrie

Getrieben von ambitionierten Netto-Null-Zielen mit Zieljahr 2030 fordern führende IT-Unternehmen zunehmend Transparenz über produktbezogene CO₂-Emissionen entlang der gesamten Halbleiter-Lieferkette. Forschende vom Fraunhofer IZM erarbeiten für das SEMI Semiconductor Climate Consortium einen strategischen Fahrplan für den Product Carbon Footprint (PCF). Ziel ist eine praxisnahe Bewertung der Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Halbleiterfertigung bis hin zu Rechenzentrumshardware.

mehr lesen
MTP 2.0: Neue Version des Standards offiziell veröffentlicht
MTP 2.0: Neue Version des Standards offiziell veröffentlicht

Das MTP 2.0 ist da! Die PROFIBUS & PROFINET International (PI) hat gestern die offizielle Veröffentlichung der neuen Version des Module Type Package (MTP) bekanntgegeben. Mit den wesentlichen funktionalen Erweiterungen der neuen Version des Standards wird laut der Host-Organisation ein wichtiger Meilenstein für die modulare Automatisierung erreicht. MTP 2.0 schaffe die Grundlage für echte Interoperabilität, noch mehr Flexibilität und Effizienz bei der Planung, Integration und dem Betrieb modularer Anlagen – und das branchenübergreifend.

mehr lesen
Bitkom und ZVEI begrüßen Reform des EU Cybersecurity Act
Bitkom und ZVEI begrüßen Reform des EU Cybersecurity Act

Cyberangriffe treffen längst nicht mehr nur einzelne Unternehmen, sie gefährden kritische Infrastrukturen, ganze Lieferketten, Krankenhäuser und auch die öffentliche Verwaltung. Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission gestern die Überarbeitung des mehr als sechs Jahre alten EU Cybersecurity Act vorgestellt.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03