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Fertigungsindustrie-Trends 2018 – Zukunftstechnologien treiben Branche voran

Es ist kein Geheimnis, dass Unternehmen in der Fertigungsindustrie ihre digitale Transformation aggressiv umsetzen müssen, um wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben. 2018 werden sie diese Transformation laut der Software AG noch schneller vorantreiben, um von neuen marktreifen Technologien zu profitieren, die die gesamte Struktur der Branche umkrempeln können.

von | 04.11.20

„Ein attraktives Kundenerlebnis wird für alle digitalen Unternehmen weiterhin einen sehr hohen Stellenwert haben. Die Fertigungsindustrie wird nach Wegen suchen, dieses Kundenerlebnis für alle Abschnitte der Wertschöpfungskette anzubieten. Es wird in erster Linie um Expansion und Effizienz gehen, eine radikale Änderung der Preismodelle ist nicht zu erwarten“, so Werner Rieche, Geschäftsführer der Software AG Deutschland.
Worauf muss sich die Fertigungsindustrie also genau einstellen?
Hier kommen die Trends der Fertigungsindustrie für 2018:
1. Plattformen für mehr Wertschöpfung
Das Augenmerk wird sich auf digitale Plattformen richten. Sie können den Weg für neue Kundenerlebnisse und Effizienzgewinne entlang der Wertschöpfungskette bereiten. Die Integration digitaler Plattformen in die zugrundliegenden Speichersysteme bleibt, ebenso wie Sicherheitsfragen, 2018 ein Schwerpunkt.
Allerdings werden die Plattformen jetzt ernsthaft zur Wertschöpfung eingesetzt. Sie werden sowohl in der Wertschöpfungskette im Unternehmen als auch in der erweiterten Supply Chain genutzt und entwickeln sich zum Dreh- und Angelpunkt für die Einführung wichtiger Zukunftstechnologien, wie 3D-Druck, Blockchain und IoT-basierte Produkte.
2. Wege der Finanzierung
Die IT und effizientere Wertschöpfungsketten werden die interne Transformation finanzieren. Die Anfangskosten der digitalen Transformation erscheinen hoch, aber die Kosten, die den Unternehmen ohne eine solche Transformation entstehen, sind um ein Vielfaches höher.
CIOs werden zusammen mit CEOs und den neuen CDOs (Chief Digital Officers) beginnen, die Prozesse der Wertschöpfungskette auf die Unternehmensstrategie abzustimmen und sicherzustellen, dass Anwendungen diese Anforderungen und die Geschäftsziele direkt unterstützen. Dadurch werden die Kosten der digitalen Transformation nicht sofort kompensiert, aber 10 bis 20 Prozent der IT-Anwendungskosten werden frei und können für die neuen digitalen Gruppen aus anderen Geschäftsbereichen aufgewendet werden.
3. Legacy ist kein Nachteil
Legacy-Anwendungen sind ein notwendiger Bestandteil der digitalen Transformation. Legacy-Systeme sind nicht per se schlecht. Sie enthalten wertvolle Prozesse, Geschäftslogik und Datenspeicher. Das werden die Unternehmen der Fertigungsindustrie zur Genüge feststellen, wenn sie sich 2018 Gedanken über die Ablösung ihrer alternden Anwendungen durch agile Apps machen.
Methoden wie Microservices und DevOps werden mit bimodalen IT-Konzepten kombiniert, damit der Monolith modernisiert werden kann. Eine Digitalisierung – die nicht einen Vorlauf von vier bis sechs Jahre benötigt, um vorhandene Legacy-Systeme zu modernisieren – setzt auf Legacy-Anwendungen als bewusste Bestandteile der digitalen Transformation.
4. IIoT wird smart
Unternehmen starten durch dank Smart Manufacturing. Das IIoT (Industrial Internet of Things), hierzulande auch Industrie 4.0 genannt, hat frischen Wind in die Fertigungsindustrie gebracht. Mittlerweile hat fast jedes Unternehmen Smart-Manufacturing-Konzepte und -Technologien eingeführt – entweder für eine bestimmte Anlage, vielerorts jedoch bereits in ganzen Produktionsbereichen. Weltweit skaliert haben die meisten Unternehmen Smart-Manufacturing-Technologien jedoch noch nicht.
Unternehmen werden Smart Manufacturing energisch vorantreiben, aus kleinen Projekten oder Implementierungen werden sich weltweit gültige Standardverfahren entwickeln. Predictive Maintenance und Energiemanagement machen typischerweise den Anfang, aber Unternehmen werden auch schwierigere Projekte in Angriff nehmen, die komplexe Algorithmen erfordern, allerdings auch einen höheren Nutzen erbringen, zum Beispiel Qualitätsprognosen und –sicherung für den Produktionsprozess. Diese KI-basierten Implementierungen machen Prozesse intelligenter und bieten Vorteile wie:

  • schnelle Durchlaufzeiten,
  • Qualitätsverbesserungen,
  • unterbrechungsfreien Betrieb,
  • vollständig automatisierte Produktion und
  • Einsparungen bei den Personalkosten.

5. Der Preis stimmt nicht … noch nicht
Vernetze Produkte und Services werden noch nicht allgemein genutzt, um eine nutzungsabhängige Preisgestaltung durchzusetzen. Noch nicht. Hersteller medizinischer Geräte oder die Pharmaindustrie bewegen sich in Richtung einer nutzungsabhängigen Preisgestaltung – ob sie wollen oder nicht.
Die Käufer von Produktionsanlagen werden für neue Anlagen weiterhin Kapital aufwenden müssen und können neue Anlagen noch nicht über Betriebskosten finanzieren. Nutzungsabhängige Subskriptionsmodelle werden weiterhin diskutiert und man geht davon aus, dass vernetzte Produkte letztendlich zu solchen Modellen führen werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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