MTP: Dresdner Software-Startup erhält siebenstellige Seed-Finanzierung

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Autor: Jonas Völker

MTP: Dresdner Software-Startup erhält siebenstellige Seed-Finanzierung

Aktuell können Steuerungen von modularen Anlagen nicht über Herstellergrenzen hinweg miteinander kommunizieren, was zu langer Time-to-Market und hohen Kosten bei der Herstellung von Pharmazeutika und Feinchemikalien führt. Semodia löst dieses Problem durch eine standardisierte und steuerungsunabhängige Beschreibung der Automatisierungstechnik.
Mit den angebotenen Softwareprodukten leistet Semodia einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung modularer verfahrenstechnischer Anlagen und hilft damit, Ressourcen in der Prozessindustrie einzusparen.
Als eine Ausgründung der Technischen Universität Dresden und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg verfolgt das Startup das Ziel, die modulare Prozessindustrie auf den Weg zur Industrie 4.0 zu bringen. Das Gründerteam besteht aus den Ingenieuren Henry Bloch, Stephan Hensel, Anna Menschner und Jan Funke sowie den Professoren Leon Urbas und Alexander Fay, anerkannten Experten im Bereich der Automatisierungs- und Prozessleittechnik.
„Mit dem frischen Kapital durch den Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) wollen wir unser Team erweitern und die Technologie im Markt etablieren. Bereits heute haben wir starke Partner an unserer Seite, die unserer Lösung vertrauen.“, so Anna Menschner von Semodia.
„Semodia treibt den von Deutschland ausgehenden Trend der Modularisierung in der Prozessindustrie weiter voran und profitiert vom wachsenden Markt der Automatisierung von modularen Prozessanlagen. Das Gründerteam besitzt tiefgehendes Know-how im speziellen und komplexen Marktumfeld der Standardisierung in der Prozessindustrie und konnte bereits in der frühen Phase erste bedeutende Kunden gewinnen. Dies hat uns in Summe davon überzeugt, uns an Semodia zu beteiligen“, meint Dr. Matthias Kalbus, Investmentmanager des TGFS.
Die im Mai 2019 gegründete Semodia GmbH ermöglicht mit ihren Lösungen zum Module Type Package (MTP) die Modularisierung von Produktionsanlagen und Laboren. Diese können dank der steuerungsunabhängigen MTP-Schnittstelle nach dem Lego-Prinzip aufgebaut werden.
Durch den Plug-and-Produce-Ansatz wird eine Steigerung der Flexibilität bei gleichzeitiger Senkung der Investitionskosten in allen Bereichen der Prozessindustrie vom Labor bis zur Produktion erreicht. Zu den Kunden gehören Betreiberunternehmen von verfahrenstechnischen Anlagen (Chemie, Spezialchemie, Pharmazie, Biopharmazie, Food&Beverage), Hersteller von Prozessmodulen (z.B. Temperierer, Dosierer) und Hersteller von Automatisierungstechnik oder anderen Engineeringtools.
Im Fokus der Semodia steht die Prozessindustrie. Der MTP-Ansatz kann aber auch auf weitere Bereiche wie produktionsnahe Logistik, Fertigungstechnik, Schiffsautomatisierung, Öl-/Gasförderung und -verarbeitung übertragen werden. 
Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS)
Der TGFS stellt technologieorientierten Gründern Beteiligungskapital für die Seed- und Startup-Phase zur Verfügung. Der Fonds wurde 2008 mit einem Volumen von 60 Mio. € aufgelegt und im März 2016 auf mehr als 124 Mio. € aufgestockt. Zielunternehmen des TGFS sind junge, innovative, technologieorientierte Gründer und Unternehmen, die den Branchen ITK, Halbleiter- und Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Life Science, Umwelt- und Energietechnik sowie Neue Medien angehören. Der TGFS richtet sich an junge Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen.
Mehr zu Semodia, dem Team und den aktuellen Arbeitsschwerpunkten finden Sie unter: www.semodia.com.

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