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ZVEI-Umfrage zum Coronavirus: Auftragseingang der Elektroindustrie bricht ein

Die Elektroindustrie bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie zunehmend zu spüren. Das ergab eine Umfrage des ZVEI unter seinen Mitgliedsunternehmen. Bei über der Hälfte der teilnehmenden Firmen gehen bereits jetzt weniger Aufträge ein, als vor der Krise. Insgesamt erwarten die Unternehmen einen Umsatzrückgang um 14 %.

von | 04.11.20

Laut der Umfrage halten es nur 3 % der Mitgliedsunternehmen für realistisch, diese Verluste binnen absehbarer Zeit komplett aufzuholen. Der Rest erwartet, nur die Hälfte oder noch weniger in absehbarer Zeit wieder kompensieren zu können.

"Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft muss aufgehoben werden"

„Die Bundesregierung hat entschlossen gehandelt, um die akutesten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern – so etwa das Kurzarbeitergeld, das heute schon von rund zwei Drittel unserer Unternehmen beantragt wurde oder gerade beantragt wird. Aber wenn wir es nicht schaffen, schon bald den Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft stufenweise wieder aufzuheben, drohen erhebliche Konsequenzen für unsere Firmen“, kommentierte ZVEI-Präsident Michael Ziesemer die Umfrageergebnisse.
„Rund 60 % der Unternehmen fürchten eine dauerhafte Schädigung von Produktions- und Lieferketten und sogar rund 70 % erwarten die Streichung von Investitionen, sollte der Exit zu spät eingeleitet werden. “

Liefer- und Logistikketten sind gestört

Bereits heute hat ein Großteil der deutschen Elektrounternehmen Probleme mit der Liefer- und Logistikkette: Bei gut 70 % ist sie leicht gestört, bei gut 10 % sogar stark gestört oder gar gerissen. Produktion und Lieferketten unter Einhaltung der Gesundheitsschutz-Maßnahmen aufrechtzuerhalten ist gerade in der Krise essenziell. Nur so kann die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten, Strom oder medizintechnischen Geräten sichergestellt werden.
Es sei daher wichtig, den stufenweisen Wiederhochlauf der vernetzten Wirtschaft jetzt zu planen und mit neuesten Erkenntnissen für sachgerechte Gesundheitsschutz-Maßnahmen inklusive Nutzung digitaler Technologien in Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Gesellschaft zu kombinieren.
„Das Herunterfahren der Wirtschaft ist in Europa zu sehr einzelstaatlich erfolgt. Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen jetzt gemeinsam vorangehen und sich für den Wiederhochlauf der Wirtschaft koordinieren“, forderte Ziesemer. Daher gelte es schon jetzt, mit Umsicht einen Fahrplan zu entwickeln, wie man – in Industrie und Gesellschaft – wieder zu neuer Stärke und neuem Zusammenhalt zurückfinden könne.
„Damit sich an die akute Gesundheitskrise keine langanhaltende und massive Wirtschaftskrise anschließt, womöglich mit weitreichenden Folgen für Europas Wohlstand und Einheit“, so Ziesemer.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des ZVEI.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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