Obwohl die Bundesregierung den Anteil der erneuerbaren Energien auf 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs bis 2030 erhöhen will, sind die Genehmigungen für Windkraftanlagen in den vergangenen drei Jahren um fast drei Viertel gesunken. Seit Inkrafttreten des ersten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 wurde in keinem Jahr weniger Windenergieleistung installiert als in 2019.
Aktueller Stand
Der Zubau von Onshore-Windkraftanlagen ist im ersten Halbjahr 2019 auf 86 Anlagen bzw. 287 Megawatt installierter Leistung zurückgegangen. Wenn man zusätzlich den Rückbau von Windkraftanlagen berücksichtigt, ergibt sich gerade einmal ein Nettozubau von 231 Megawatt – weit weg von den benötigten vier Gigawatt.
VDI schlägt vier Ansätze vor
– Örtlich individuell festgelegte Abstandregelungen statt bundesweiten Vorgaben
– Änderung der Abstandsregelungen für Radaranlagen der Flugsicherung
– Beteiligung der betroffenen Bürger bzw. Gemeinden an örtlichen Windkraftanlagen zur Erhöhung der Akzeptanz durch beispielsweise eine stärkere Beteiligung der Gemeinden an den finanziellen Erträgen der Anlagen
– Vereinfachung von Genehmigungsverfahren
Die derzeit stockenden Genehmigungsverfahren sind größtenteils bedingt durch Klagen aufgrund von Natur- und Artenschutz, militärischen Belangen sowie Radaranlagen für die Flugsicherung. Derzeit hat die Windenergiebranche in Deutschland eine gute Position auf den Weltmärkten und sichert damit zukunftsorientierte Arbeitsplätze. Allerdings hat der Arbeitsplatzabbau bereits begonnen und es droht ein ähnliches Szenario wie im Bereich der Fotovoltaik, wo China den Markt übernommen hat.
Sprachverarbeitung: Gehirn und KI arbeiten mit Vorhersagen
Bereits beim Zuhören versucht das Gehirn, die nächsten Worte zu antizipieren. Dies hat eine aktuelle Studie eines interdisziplinären Forschungsteams um PD Dr. Patrick Krauss, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), und PD Dr. Achim Schilling, Universität Heidelberg, ergeben. Dafür kombinierten die Forschenden drei Methoden: eine natürliche Hörsituation, hochauflösende Messungen der Hirnaktivität und ein KI-Sprachmodell als Referenz.







