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Auf und ab in der Elektroindustrie

Die Auftragseingänge der deutschen Elektroindustrie lagen im Oktober 2016 um 4,2 Prozent unter Vorjahr. Aus dem Inland gingen 2,1 Prozent und aus dem Ausland 6,0 Prozent weniger Aufträge ein. „Vor allem die Bestellungen aus der Eurozone waren mit minus 17,1 Prozent stark rückläufig“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Kunden aus Drittländern erhöhten ihre Orders dagegen um 1,6 Prozent.“

von | 04.11.20

Im Gesamtzeitraum von Januar bis Oktober dieses Jahres blieben die Bestellungen 1,3 Prozent unter denen des Vorjahres. Die inländischen Aufträge gaben um 0,4 Prozent und die ausländischen um 2,0 Prozent nach. Aus dem Euroraum gingen 0,8 Prozent und aus Drittländern 2,7 Prozent weniger Bestellungen ein als in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres.
Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Elektrounternehmen ist im Oktober 2016 um 5,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gesunken. „Damit hat sich der ständige Wechsel von positiven und negativen monatlichen Einzelergebnissen im laufenden Jahr fortgesetzt“, so Dr. Gontermann. „Bis einschließlich Oktober gab es nunmehr sechs Produktionsmonate mit Plus- und vier Monate mit Minusraten.“ Kumuliert von Januar bis Oktober konnte der Branchenoutput aber um 1,0 Prozent gegenüber Vorjahr zulegen.
Ihre Produktionspläne haben die heimischen Elektrounternehmen im November dieses Jahres leicht zurückgenommen. 19 Prozent der Firmen wollen ihren Output in den kommenden drei Monaten erhöhen, sechs Prozent senken. Die übrigen planen mit stabilem Produktionsniveau.
Die Erlöse der heimischen Elektrofirmen fielen im Oktober dieses Jahres mit 14,5 Milliarden Euro um 6,0 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Mit minus 9,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro gab der Inlandsumsatz dabei wesentlich stärker nach als der Auslandsumsatz, der um 2,6 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro zurückging. Im Auslandsgeschäft waren die Einbußen mit Partnern aus der Eurozone (-5,9 % auf 2,7 Mrd. €) deutlich größer als die mit Kunden aus Drittländern (-0,7 % auf 4,7 Mrd. €).
In den ersten zehn Monaten 2016 beliefen sich die Branchenerlöse auf 146,2 Milliarden Euro. Damit übertrafen sie den entsprechenden Vorjahreswert leicht um 0,4 Prozent. Hier entwickelten sich Inlandsumsatz (+0,5 % auf 71,1 Mrd. €) und Auslandsumsatz (+0,3 % auf 75,1 Mrd. €) ähnlich moderat. Während der Umsatz mit dem Euroraum rückläufig war (-1,0 % auf 27,5 Mrd. €), zogen die Erlöse mit Drittländern um 1,1 Prozent auf 47,6 Milliarden Euro an. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie blieb im November 2016 per saldo unverändert. Dabei ist das Ergebnis der US-Wahl zum Teil schon in die Antworten eingeflossen. Während die aktuelle Geschäftslage etwas ungünstiger beurteilt wurde als im Oktober, fielen die allgemeinen Geschäftserwartungen leicht besser aus.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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