Haupttreiber dieser Entwicklung ist die weiterhin rasant steigende Nachfrage nach Bauingenieuren. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Ingenieurmonitor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt.
Gleichzeitig bewegt sich das Arbeitskräfteangebot auf einem konstant niedrigen Niveau. Zwischen Juli und September 2017 suchten durchschnittlich 24.940 Personen eine Beschäftigung in einem Ingenieurberuf – ein Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Insbesondere im Baubereich wird es immer schwieriger, die Arbeitskräftenachfrage zu decken.
Engpasssituationen im Straßenbau
Dabei kommt es im Straßenbau regional zu angespannten Engpasssituationen, die zu Verzögerungen führen. Der Baubereich macht mit mehr als 30.000 offenen Stellen rund 37 Prozent des gesamten Stellenangebots in den Ingenieurberufen aus. In der Region Berlin/Brandenburg wurde sogar jede zweite Stelle im Bereich Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten als offen gemeldet. Seit Beginn der Aufzeichnungen hat sich die Arbeitskräftenachfrage im Baubereich bundesweit nahezu verdoppelt.
33.760 Ingenieure fehlen dem Maschinenbau
Die steigende Nachfrage nach Ingenieur-Know-how macht sich ebenfalls in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Energie- und Elektrotechnik bemerkbar. Zusammengenommen waren im dritten Quartal 2017 in diesen Bereichen durchschnittlich 33.760 offene Stellen zu besetzen. Ein Anteil von 41,5 Prozent am gesamten Stellenangebot.
Die sich verschärfende Engpasssituation in den Ingenieurberufen unterstreicht den aktuellen Handlungsbedarf, Engpässe abzubauen und offene Stellen in den Ingenieurberufen zügig zu besetzen. Dabei gilt es, alle vorhandenen Fachkräftepotenziale zu aktivieren sowie die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses weiter zu fördern. Nur so kann es gelingen, aktuelle wie künftige Herausforderungen zu meistern – angefangen bei der Gestaltung der Digitalen Transformation über die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bis hin zur Stärkung der Innovationsfähigkeit. Die aktuell äußerst positive Geschäftsentwicklung und -erwartung lassen ebenso vermuten, dass der Bedarf an qualifizierten Fachkräften künftig weiterhin hoch bleibt.
Halbleiterversorgung: TU München stellt EU-weit ersten 7-Nanometer-Chip her
An der TU München (TUM) ist der EU-weit erste KI-Chip mit moderner 7-Nanometer-Technologie entstanden. Prof. Hussam Amrouch entwickelte den neuromorphen Chip auf Grundlage des Standards des weltweit führenden Chip-Produzenten TSMC. Künftig will der Professor für KI-Prozessor-Design zusammen mit seiner Forschungsgruppe jährlich mindestens drei neue Designs entwerfen, die ab 2028 von der European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) in Dresden gefertigt werden sollen.







