„Durch Künstliche Intelligenz ergeben sich für die Betriebe unzählige Möglichkeiten: Von einer flexibleren Ressourcen- und Mitarbeiterplanung dank intelligenter Produktionssteuerung, über smarte Kamerasysteme für effizientere Warenprüfung bis hin zur KI-gestützten Vermeidung von Produktionsausschuss“ erklärt Martin Lundborg, Leiter der Begleitforschung von Mittelstand-Digital.
KI ist dabei genauso ein betriebswirtschaftliches wie technologisches Thema: Die Prozessoptimierung und Einführung neuer Produkte gelingt ebenso wie die Entwicklung innovativer KI-Geschäftsmodelle nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche.
Die Studie zeigt, dass KI-Projekte häufig noch von Datensicherheitsbedenken (72 Prozent) und einer mangelnden Datenbasis (66 Prozent) ausgebremst werden. Um diese Herausforderungen zu meistern, stehen kleine und mittlere Unternehmen nicht allein da: „Mittelständler können ihre Datenbasis beispielsweise über Kooperationen mit anderen Betrieben vergrößern. Durch die Nutzung von cloudbasierten ‚KI-as-a-Service‘-Lösungen oder das Einbinden von Experten gelingt es auch kleinen Unternehmen, KI für sich zu nutzen“ sagt Lundborg.
Kompetenzzentren und KI-Trainingsprogramme
Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen bietet Mittelstand-Digital und die Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren: Mit Beispielen aus der Praxis werden KI-Lösungen verständlich erklärt.
Die Studie unterstreicht die Wichtigkeit dieser Vorbilder: 94 Prozent der befragten Experten schreiben mittelstandsgerechten Praxisbeispielen eine Schlüsselrolle zu. Im Rahmen der kürzlich beschlossenen „Strategie Künstliche Intelligenz“ der Bundesregierung startet Mittelstand-Digital noch in diesem Jahr ein KI-Trainingsprogramm, das an den Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren angesiedelt ist. Speziell ausgebildete Trainer können Unternehmen dann konkret dabei unterstützen, KI-Lösungen vom Hightech-Dasein in die betriebliche Praxis zu überführen.
Alle Ergebnisse der Mittelstand-Digital-Studie „Künstliche Intelligenz im Mittelstand – Relevanz, Anwendungen, Transfer“ finden Sie hier.
Elektro- und Digitalindustrie: Auftragslage verbessert sich auch im Februar
Mit einem Plus von 1,8 % bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vorjahr beschließt die deutsche Elektro- und Digitalindustrie den Februar 2026. Auch der nominale Umsatz der Branche entwickelt sich gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat mit einem Zuwachs von 1,3 % weiter positiv. Jedoch sank die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland um 2,7 % gegenüber dem Februar 2025. Das Geschäftsklima bleibt verhalten optimistisch. Die Effekte des im März begonnenen Iran-Kriegs spiegeln sich in den aktuellen Zahlen noch nicht wider.






