„Digital Jetzt“– Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands

Kategorien: |
Thema:
Autor: Jonas Völker

„Digital Jetzt“– Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands

Immer mehr mittelständische Unternehmen erkennen: Die Digitalisierung eröffnet neue wirtschaftliche Chancen. Zudem ermöglichen digitale Technologien neue Geschäftsmodelle, intelligente Arbeits- und Produktionsprozesse, eine effektivere Kundengewinnung und eine bessere Vernetzung, zum Beispiel mit Lieferanten. Digitale Kompetenzen und digital geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind deshalb ein entscheidender Faktor für wirtschaftlichen Erfolg. Dennoch zeigen aktuelle Studien, dass es in vielen Unternehmen noch großen Digitalisierungsbedarf gibt. So fehlt im Bereich der IT-Sicherheit oft noch das nötige Bewusstsein für die Abwehr von Risiken.
Um mittelständischen Betrieben die Umsetzung der Digitalisierung zu erleichtern, bietet das neue Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ finanzielle Zuschüsse, um entsprechende Investitionen in kleinen und mittleren Unternehmen – einschließlich Handwerksbetriebe und freie Berufe – anzuregen.
Zuschüsse gibt es bei:

  • Investitionen in digitale Technologien
  • sowie Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen.

„Digital Jetzt“ im Überblick

Wer die Förderung beantragen kann
Mittelständische Unternehmen

  • aus allen Branchen (inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe)
  • mit 3 bis 499 Beschäftigten,

die entsprechende Digitalisierungsvorhaben planen, zum Beispiel Investitionen in Soft-/Hardware und/oder in die Mitarbeiterqualifizierung.

Diese Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen
Das Unternehmen muss durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen.
Dieser beschreibt

  • das gesamte Digitalisierungsvorhaben,
  • erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen,
  • zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen,
  • stellt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition gestärkt wird.

Außerdem:
Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, in der die Investition erfolgt.

  • Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben.
  • Nach der Bewilligung muss es in der Regel innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden.
  • Das Unternehmen muss die Verwendung der Fördermittel nachweisen können.

Laufzeit der Förderung
Das Antragsstellungstool wird am 7. September freigeschaltet. Der Antrag auf Förderung ist bis einschließlich 2023 zu stellen.
Das sind die Ziele des Programms
Das Programm unterstützt KMU und Handwerk bei der digitalen Transformation. Ziele sind:

  • Mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien
  • sowie Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
  • Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU
  • Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen
Das Antragstool ist ab dem 7. September 2020 freigeschaltet.

atp magazin - Unsere Themen

Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand der Technik  in
diesen Bereichen der Automatisierungstechnik:

Das könnte Sie auch interessieren:

KI: Unternehmen können ihre Treibhausemmissionen effizient senken
MTP: Siemens und Merck kündigen Projektpartnerschaft an
Datengetriebene Unternehmen: 70 % mehr Umsatz pro Mitarbeiter

Publikationen

Trends der Technik und des Engineering

Trends der Technik und des Engineering

Autor: Gunther Kegel/Pepperl+Fuchs / Dieter Schaudel/SCHAUDELconsult
Themenbereich: atp edition
Erscheinungsjahr: 2014

Mit verstärkter Modularisierung ihrer Anlagen reagieren die Prozessindustrien auf neue Herausforderungen im globalen Wettbewerb. Für die Prozessautomatisierung hat dies tief greifende Konsequenzen für die Planung und das Engineering (kürzer, ...

Zum Produkt

Real-time resource efficiency Indicators

Real-time resource efficiency Indicators

Autor: Marc Kalliski/Technische Universität Dortmund / Benedikt Beisheim/Ineos / Daniel Krahe/Technische Universität Dortmund / Udo Enste/LeiKon / Stefan Krämer/Ineos / Sebastian Engell/Technische Universität Dortmund
Themenbereich: atp edition
Erscheinungsjahr: 2015

Operational decisions in the day-to-day business of chemical production processes can have a significant impact on the energy and material efficiency. We propose to use real-time resource efficiency indicators (REI) to accurately monitor the energy ...

Zum Produkt

Handbuch der Prozessautomatisierung

Handbuch der Prozessautomatisierung

Erscheinungsjahr: 2017

Klassiker sind zeitlos und doch immer aktuell. So auch das Handbuch der Prozessautomatisierung, dessen 5. Auflage im Jahr 2014 erschien und der großen Nachfrage und der Aktualität wegen in der 6. Auflage schon zur NAMUR-Hauptsitzung und zu der SPS ...

Zum Produkt

load more publications

Sie möchten unser Magazin testen?

Bestellen Sie das kostenlose Probeheft!

Überzeugen Sie sich selbst:
Gerne senden wir Ihnen die
Industriearmaturen + Dichtungstechnik
kostenlos und unverbindlich zur Probe!