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VDMA: Maschinenbauexporte ziehen weltweit kräftig an

Maschinen und Anlagen aus Deutschland werden weltweit für die Modernisierung und Digitalisierung der Produktion benötigt. Das zeigt sich auch in der guten Exportbilanz des laufenden Jahres: In den ersten neun Monaten konnten die Maschinenbauer ihre Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um nominal 7,4 Prozent auf 124,4 Milliarden Euro steigern.

von | 04.11.20

Im dritten Quartal 2017 legten die Exporte um 7,1 Prozent auf 41,4 Milliarden Euro zu. Aber auch die Einfuhr von Maschinen und Anlagen nach Deutschland wuchs im Zeitraum Januar bis September um 3,9 Prozent auf 51,8 Milliarden Euro an. "Erfreulich ist, dass das Wachstum auf breiter regionaler Basis stattfindet", sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. "Allen politischen Unsicherheiten zum Trotz wird in vielen Ländern der Auf- und Ausbau einer eigenen Industrie vorangetrieben. Die Maschinenbauer aus Deutschland tragen mit ihren hochqualitativen Produkten und ihrem sehr guten Service vor Ort maßgeblich dazu bei", erläutert Wiechers.
USA bleiben wichtigste Exportnation
Zwar konnten die USA nach neun Monaten des laufenden Jahres ihren Platz als wichtigste Exportnation halten (plus 10,6 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro), den größeren Schub erlebte jedoch das Geschäft mit China. Die Ausfuhren in den zweitgrößten Exportmarkt legten um 24,1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro zu. "Hier machen sich die staatlichen Maßnahmen zur Ankurbelung der chinesischen Wirtschaft deutlich bemerkbar", kommentiert Ulrich Ackermann, Leiter VDMA-Außenwirtschaft.
Erfreulich sei auch, dass das Russland-Geschäft seine Talsohle durchschritten habe, ergänzt er. Die Exporte nach Russland wuchsen um 22,8 Prozent auf knapp 4 Milliarden Euro. "Allerdings ist das noch immer weit von früheren Handelsvolumen entfernt", schränkte Ackermann ein.
In die EU-Staaten exportierten die Maschinenbauer aus Deutschland in den ersten neun Monaten Waren für 57,8 Milliarden Euro – ein Plus von 3,3 Prozent. Rückläufig waren die Ausfuhren nach Großbritannien (minus 4,5 Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Euro) und in die Türkei (minus 2,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro). In beiden Ländern belasten die politischen Unsicherheiten die Investitionsentscheidungen vieler Kunden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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