Hierbei handelt es sich um eine standardisierte Übertragung von großen Datenmengen (typisch mehrere kByte), den sogenannten BLOBs (Binary Large Objects), vom IO-Link Device zu einem Hostcontroller bzw. umgekehrt (bidirektional). Der Hostcontroller kann hierbei z. B. eine SPS oder auch ein Computer-Tool sein.
Der Trick: IO-Link wird hier „nur“ als Datenkanal verwendet. Die eigentliche Segmentierung und Flusssteuerung findet jeweils im Device bzw. in der SPS oder dem PC-Programm statt. Dies hat den großen Vorteil, dass die IO-Link-Master und die Feldebene nicht betroffen sind. Damit ist keine Modifikation der bestehenden Anlage notwendig, bzw. es können an jede bestehende IO-Link-Applikation solche Devices, die den BLOB-Transfer unterstützen, angeschlossen werden.
Auf Host-Seite kann der BLOB-Ablauf z. B. in einem Funktionsblock für die SPS implementiert sein. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn das SPS-Programm die Daten für die Weiterverarbeitung benötigt, wie z. B. beim Auslesen von RFID-Tags mit IO-Link RFID-Readern oder dem Auslesen gesammelter Protokollinformationen aus einem Device zur Diagnose. Sollten die Daten nur für Service-Zwecke benötigt werden, können diese z. B. auch über einen normalen USB-Master und einer speziellen Software ausgelesen oder geschrieben werden.
Damit sind die Möglichkeiten geschaffen, auch große Datenpakete, wie sie etwa bei Bilderkennungen entstehen können, für eine detaillierte Datenanalyse aus den letzten Metern im Feld heraus zu lesen. Dies ist ein weiterer entscheidender Schritt für zukünftige Industrie 4.0-Anwendungen.
KI: Qualifizierung und Re-Skilling laut VDI-Studie entscheidend
Deutschland steht vor einer strukturellen Paradoxie: Während in einzelnen Industriezweigen Stellen abgebaut werden, fehlen in anderen Bereichen Ingenieurinnen und Ingenieure. Technologische Sprünge – insbesondere getrieben durch Künstliche Intelligenz – verändern Kompetenzprofile rasant. Gleichzeitig verschärfen demografischer Wandel und internationaler Wettbewerbsdruck den Fachkräftemangel. Eine aktuelle VDI-Studie zeigt, dass Qualifizierung und Re-Skilling in technischen Berufen keine Randthemen sind, sondern ein Schlüssel, um Fachkräfte gezielt in neue Aufgaben zu bringen.







