Generic filters
FS Logoi

Feldbussysteme immer noch Standard

Trotz der Entwicklung moderner Kommunikationstechnologien wie etwa OPC UA, IO-Link oder Safety-Protokollen, verwendet die Mehrheit der deutschen Maschinenbauer auch in Zukunft Feldbussysteme. Wie die Ergebnisse der unabhängigen Marktstudie "Industrielle Kommunikation" zeigen, wird auch die Nutzung von Ethernet-Protokollen und Funktechnologien zunehmen.

von | 04.11.20

Trotz der Entwicklung moderner Kommunikationstechnologien wie etwa OPC UA, IO-Link oder Safety-Protokollen, verwendet die Mehrheit der deutschen Maschinenbauer auch in Zukunft Feldbussysteme. Wie die Ergebnisse der unabhängigen Marktstudie "Industrielle Kommunikation" zeigen, wird auch die Nutzung von Ethernet-Protokollen und Funktechnologien zunehmen.
Die aktuelle unabhängige Marktstudie "Industrielle Kommunikation" wurde von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich mit Unterstützung des VDMA-Arbeitskreises Steuerungstechnik durchgeführt. Im Rahmen dieser Wiederholung von Studien aus 2004, 2008 und 2013 gaben im Januar und Februar 2017 deutschlandweit knapp 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Industrie 4.0, Feldbus/Ethernet und Wireless. Laut der Studie wird die Verbindung zwischen Automation und IT immer enger. So benötigten zukünftig 80 Prozent der Maschinenbauer „Industrie 4.0“-Eigenschaften vom Automatisierungsnetz. Die größte Rolle spielen hier Plug and Play und eine einheitliche Datenbeschreibung. Ein Viertel aller befragten Unternehmen hält außerdem eine Anbindung an eine Private Cloud für unumgänglich. Wichtige Bedeutung komme in diesem Zusammenhang außerdem dem Kommunikations-Protokoll OPC UA zu. Nur 37 Prozent der befragten Unternehmen messen der Security der Maschinen- und Feldebene jedoch eine hohe Bedeutung bei. Drei von vier Befragten nutzen Feldbus Immer wichtiger werden in Zukunft Ethernet-Protokolle, die der Studie zufolge Feldbussysteme ablösten. Fast alle Maschinenbauer (96%) arbeiten mittlerweile mit diesen Technologien. Am meisten verbreitet sind dabei Profinet, das etwa 71 Prozent der Befragten nutzen und TCP/IP auf der Leitebene mit 70 Prozent. Die Umstellung beschreibt die Studie dennoch als langwierig, da weiterhin fast drei von vier Unternehmen Feldbussysteme einsetzen werden. Auch die Nutzung von Funktechnologien sei in den letzten vier Jahren gestiegen, allerdings nicht in dem 2013 erwarteten Ausmaß. So planten damals knapp 40 Prozent der Unternehmen die kabellose Anbindung von Bediengeräten für die Zukunft, real seien es heute aber erst 20 Prozent. Generell äußerten immer noch etwa 72 Prozent der Befragten Bedenken beim Einsatz von Funktechnologien. Vor allem die Stabilität der Funkverbindung (61 Prozent) und mögliche Störungen durch andere Funksysteme (47 Prozent) seien die Hauptursachen. Knapp 30 Prozent nannten in diesem Zusammenhang die IT-Sicherheit. Weitere Informationen zur Studie gibt es im Internet unter www.marktstudien.org.

Die aktuelle unabhängige Marktstudie "Industrielle Kommunikation" wurde von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich mit Unterstützung des VDMA-Arbeitskreises Steuerungstechnik durchgeführt. Im Rahmen dieser Wiederholung von Studien aus 2004, 2008 und 2013 gaben im Januar und Februar 2017 deutschlandweit knapp 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Industrie 4.0, Feldbus/Ethernet und Wireless.
Laut der Studie wird die Verbindung zwischen Automation und IT immer enger. So benötigten zukünftig 80 Prozent der Maschinenbauer „Industrie 4.0“-Eigenschaften vom Automatisierungsnetz. Die größte Rolle spielen hier Plug and Play und eine einheitliche Datenbeschreibung. Ein Viertel aller befragten Unternehmen hält außerdem eine Anbindung an eine Private Cloud für unumgänglich. Wichtige Bedeutung komme in diesem Zusammenhang außerdem dem Kommunikations-Protokoll OPC UA zu. Nur 37 Prozent der befragten Unternehmen messen der Security der Maschinen- und Feldebene jedoch eine hohe Bedeutung bei.
Drei von vier Befragten nutzen Feldbus
Immer wichtiger werden in Zukunft Ethernet-Protokolle, die der Studie zufolge Feldbussysteme ablösten. Fast alle Maschinenbauer (96%) arbeiten mittlerweile mit diesen Technologien. Am meisten verbreitet sind dabei Profinet, das etwa 71 Prozent der Befragten nutzen und TCP/IP auf der Leitebene mit 70 Prozent. Die Umstellung beschreibt die Studie dennoch als langwierig, da weiterhin fast drei von vier Unternehmen Feldbussysteme einsetzen werden.
Auch die Nutzung von Funktechnologien sei in den letzten vier Jahren gestiegen, allerdings nicht in dem 2013 erwarteten Ausmaß. So planten damals knapp 40 Prozent der Unternehmen die kabellose Anbindung von Bediengeräten für die Zukunft, real seien es heute aber erst 20 Prozent.
Generell äußerten immer noch etwa 72 Prozent der Befragten Bedenken beim Einsatz von Funktechnologien. Vor allem die Stabilität der Funkverbindung (61 Prozent) und mögliche Störungen durch andere Funksysteme (47 Prozent) seien die Hauptursachen. Knapp 30 Prozent nannten in diesem Zusammenhang die IT-Sicherheit.
Weitere Informationen zur Studie gibt es im Internet unter www.marktstudien.org.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Digitalisierung: Bundesregierung hält laut Digitalmonitor das Tempo
Digitalisierung: Bundesregierung hält laut Digitalmonitor das Tempo

Die Bundesregierung kommt bei ihren digitalpolitischen Vorhaben voran. 12 % der Digitalprojekte sind inzwischen vollständig abgeschlossen, weitere 57 % befinden sich in Umsetzung. Damit sind 69 % der digitalpolitischen Vorhaben der Bundesregierung entweder auf den Weg oder bereits ins Ziel gebracht. 31 % wurden allerdings noch nicht begonnen. Das zeigt der neueste „Monitor Digitalpolitik“ des Digitalverbands Bitkom.

mehr lesen
Jessica Bethune ist neue Vorsitzende des VDMA-Fachverbands Elektrische Automation
Jessica Bethune ist neue Vorsitzende des VDMA-Fachverbands Elektrische Automation

Jessica Bethune, Vice President Industrial & Process Automation DACH bei Schneider Electric, ist zur neuen Vorsitzenden des VDMA Fachverbands Elektrische Automation gewählt worden. Die Wahl erfolgte im Rahmen der Mitgliederversammlung am 16. Juni 2026 in Bad Nauheim. Gleichzeitig wurde der neunköpfige Vorstand für die Amtsperiode von 2026 bis 2030 bestimmt.

mehr lesen
NAMUR: Neue AK-Praxis zum Einsatz von Smartphones und Tablets in Ex-Bereichen
NAMUR: Neue AK-Praxis zum Einsatz von Smartphones und Tablets in Ex-Bereichen

Die NAMUR hat eine neue AK-Praxis zum Explosionsschutz veröffentlicht. Das Papier beschreibt ein Konzept für den Einsatz von Smartphones und Tablets der Kategorie 3 in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1/21 bei Instandhaltungstätigkeiten. Ziel ist es, die fortschreitende Digitalisierung von Wartungs- und Instandhaltungsprozessen zu unterstützen und gleichzeitig die Anforderungen an den Explosionsschutz zu berücksichtigen. Die AK-Praxis steht kostenfrei auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

mehr lesen
OT-Cybersicherheitsgeschäft: Accenture beteiligt sich an Dragos
OT-Cybersicherheitsgeschäft: Accenture beteiligt sich an Dragos

Accenture hat bekanntgegeben, eine Mehrheitsbeteiligung an Dragos sowie runZero und NetRise zu erwerben. Ziel ist der Aufbau eines durchgängigen Geschäfts für Cybersicherheit im Bereich Operational Technology (OT), um Unternehmen beim Schutz ihrer industriellen Betriebsumgebungen besser zu unterstützen.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03